CSU-Kreistagsfraktion im Jobcenter
Vollbeschäftigung in Reichweite

Die Mitglieder der CSU-Kreistagsfraktion um Fraktionssprecher Stefan Braun (erste Reihe, Erster von rechts), Landrat Richard Reisinger (erste Reihe, Siebter von links) und Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (erste Reihe, Dritter von rechts) informierten sich bei Geschäftsführerin Sonja Schleicher (erste Reihe, Dritte von rechts) über die Arbeit des Jobcenter AM-AS. Bild: hfz
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
26.07.2016
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Das Jobcenter ist die Anlaufstelle für Arbeitssuchende in der Region. Die CSU-Kreistagsfraktion besuchte die Amberger Geschäftsstelle und erfuhr viel Neues über die Entwicklung der Arbeitslosenquote und aktuelle Themen wie die Auswirkungen der Flüchtlingskrise.

Amberg-Sulzbach. Die Geschäftsführerin des Jobcenter AM-AS, Sonja Schleicher, erläuterte den Kreispolitikern zunächst den organisatorischen Aufbau und das an den beiden Standorten Amberg und Sulzbach-Rosenberg aktuell 92 Angestellte beschäftigt sind.

Zwei große Bereiche


"Unsere Arbeit untergliedert sich in die beiden großen Bereiche Markt und Integration und Leistung. Unsere Teams im erstgenannten Feld kümmern sich um die gezielte Arbeitsvermittlung, das heißt, um die Integration in den Arbeitsmarkt.

Diejenigen im zweiten Bereich bieten Hilfe beim Bezug von bestimmten Leistungen wie etwa dem Arbeitslosengeld II durch Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung", so Schleicher. Daneben besteht seit vier Jahren eine sogenannte Clearingstelle, eine Art erste Anlaufstelle, um etwaige Leistungsansprüche zu überprüfen. "Wir erklären den Menschen nicht nur, was sie bekommen können, sondern insbesondere zeigen wir auch auf, was sie dafür tun müssen", erklärte Schleicher. "Das Jobcenter leistet einen ungemein wichtigen Dienst an der Gesellschaft, indem sie Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und sich in finanziellen Nöten befinden, wieder an das Berufsleben und damit auch an das gesellschaftliche Leben heranführt", sagte der Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion und Kastler Bürgermeister Stefan Braun. Ein weiteres Vorzeigeprojekt, an dem sich das Jobcenter AM-AS beteiligt, ist das Bundesprogramm des Europäischen Sozialfonds zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit. Durch die Teilnahme an diesem Programm konnten laut Schleicher im Gebiet des Landkreises und der Stadt Amberg 72 Prozent der langzeitarbeitslosen SGB-II-Leistungsbezieher nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Viele freie Stellen


Im Monat Juni wurden 2822 Bedarfsgemeinschaften, das heißt Gruppen/Familien mit mindestens einer erwerbsfähigen Person, durch das Jobcenter AM-AS betreut. "Das sind zwar rund 100 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, der Trend seit April dieses Jahres ist jedoch positiv und wir rechnen mit einer weiteren, leichten Reduzierung", erklärte Schleicher.

"Mit einer Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent stehen wir nicht nur im landes- und bundesweiten Vergleich sehr gut da, damit sind wir im Landkreis Amberg-Sulzbach sogar nahe dran an der Vollbeschäftigung", freute sich Landrat Richard Reisinger über die aktuellen Zahlen.

Erstantragsteam für FlüchtlingeAuch für das Jobcenter AM-AS ist die Flüchtlingskrise ein bestimmendes Thema.

"Wegen des gestiegenen Handlungsbedarfs in diesem Bereich haben wir eine Erstantragsstelle für Flüchtlinge eingerichtet, die den hier angekommenen Menschen Hilfe hinsichtlich Wohnung, Umzug und Erstausstattung anbietet", erläuterte die Leiterin des Jobcenters, Sonja Schleicher, den CSU-Politikern. In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die Zahl der Leistungsbezieher mit Herkunftsland Syrien auf nunmehr 332 verdreifacht. Die Zahl der Hilfsbedürftigen aus dem Irak hat sich in diesem Zeitraum auf aktuell 220 verdoppelt.

"Das ist darauf zurückzuführen, dass den überwiegend Ende 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen in den vergangenen Monaten die Anerkennung gewährt wurde, weshalb nun Maßnahmen durch das Jobcenter genutzt werden können", erläuterte Fraktionssprecher Stefan Braun. Trotz der steigenden Zahlen hat sich die Lage laut Sonja Schleicher im Landkreis jedoch insgesamt entspannter entwickelt als zunächst prognostiziert.

Hilfreich hierbei war: Im Frühjahr haben Landratsamt und Kreistag eine zusätzliche Stelle, nämlich einen Dolmetscher, für das Jobcenter AM-AS bewilligt, welche bereits in den Haushaltsplan für das Jahr 2016 eingestellt worden ist.
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