CSU-Kreisverband Amberg-Sulzbach nominiert seine Delegierten für Bundeswahlkreisversammlung
„Amberg-Sulzbach das Zünglein“

"Wir dürfen uns darüber freuen, dass es uns in Bayern gut geht. Aber wir sollten auch darüber nachdenken, dass wir das der Politik der CSU zu verdanken haben." Zitat: CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
12.10.2016
125
0

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Bevor CSU-intern darüber befunden wird, ob Barbara Lanzinger (Amberg) oder Alois Karl (Neumarkt) als Direktkandidat im Bundestagswahlkreis 232 ins Rennen geschickt wird, waren die 59 Delegierten zu bestimmen, die für die Landkreis-CSU am 17. November über diese Frage zu entscheiden haben.

Freudenberg. Der Vorsitzende des CSU-Kreisverbands Amberg-Sulzbach, Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz, betonte in der außerordentlichen Kreisversammlung in Freudenberg, dass die Nominierung der Wahlmänner und -frauen von richtungsweisender Bedeutung sei. Ihr Votum werde in gut einem Monate darüber entscheiden, ob Lanzinger oder Karl die Nase vorne haben werden.

Knapp 100 Namen


Neben den zwei Bundestagsabgeordneten und zahlreichen Bürgermeistern aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach begrüßte Schwartz Staatssekretär a. D. Rudolf Kraus. 160 Delegierte werde die Bundeswahlkreisversammlung zählen, so Schwartz. Davon stelle 82 der CSU-Kreisverband Neumarkt, 19 Amberg und 59 Amberg-Sulzbach. Der Vorsitzende präsentierte eine knapp über 100 Namen umfassende Liste, die über die örtlichen CSU-Verbände eingereicht wurden. In ihrem Grußwort unterstrich die stellvertretende Freudenberger CSU-Ortsvorsitzende Barbara Gerl, dass in ihrer Gemeinde die Welt noch in Ordnung sei. Die CSU-Fraktion habe eine komfortable Mehrheit, die Entscheidungen im Freudenberger Gemeinderat seien von Sachverstand und nicht von Parteigezänk geprägt.

Noch nicht entschieden


Viele bekannte Gesichter sehe er heute, so Bundestagsabgeordneter Alois Karl. Auch wenn in der großen Bundeswahlkreisversammlung seine Neumarkter Parteifreunde eine Mehrheit hätten, so stehe diese nur auf dem Papier. Eine Entscheidung sei damit noch nicht gefallen. Er denke, die Delegierten aus Amberg-Sulzbach würden das Zünglein an der Waage stellen.

Karl meinte, er habe Amberg-Sulzbach gut in Berlin vertreten. Bei den verkehrspolitischen Entscheidungen seien sieben große Projekte nach Bayern gegangen - davon wiederum zwei hierher, und das sei einmalig, in seinem Bundeswahlkreis. Damit gehe auch der Ausbau der B 85 zügig voran. Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger legte dar, dass sie in den zurückliegenden Wochen ein Mammutprogramm zum Thema 70 Jahre CSU hinter sich gebracht habe. Viele langjährige Parteimitglieder seien geehrt worden und sie selbst sei seit 35 Jahren Mitglied. Aufgabe der Abgeordneten in den Parlamenten sei die Umsetzung der vor Ort initiierten Parteiarbeit. Derzeit seien in Bayern zwei Strömungen festzustellen, so Lanzinger. Ein Teil der Bürger, auch sie, stünden hinter Horst Seehofer, ohne den in Berlin viele Entscheidungen nicht zustandegekommen wären. Viele Bürger seien aber auch der Ansicht, der Ministerpräsident solle nicht so poltern. Intern, so Lanzinger, könnte es in der CSU unterschiedliche Meinungen geben: "Aber nach außen müssen wir geschlossen auftreten."

Auf tönernen Füßen


Derzeit stehe die Welt auf tönernen Füßen, warnte die Abgeordnete und wies auf Krisenherde, Terror und die Gefährdung der inneren Sicherheit hin. Gefährdet sei in Deutschland zudem das soziale Gleichgewicht. Für sie gebe es in Berlin noch viel aufzuarbeiten. Deshalb wolle sie als direkt gewählte Abgeordnete in den Bundestag einziehen. Ihr blute das Herz, wenn Amberg in wenigen Jahren keine Garnisonsstadt mehr sei. Auf ihrer Agenda stehe auch die Elektrifizierung der durch Amberg verlaufenden Bahnstrecke.

Aus Münchner Sicht räumte Harald Schwartz ein, dass Landespolitik konformgehen müsse mit Kommunal- oder Bundespolitik. Stolz sei er auf Bayern und auf seine Heimat, in der die Arbeitslosenquote eine "2" vor dem Komma habe. Gut beschäftigt waren die Auszähler der Stimmzettel, bis schließlich die Namen der 59 Delegierten bekanntgegeben werden konnten. (Zum Thema)

Wir dürfen uns darüber freuen, dass es uns in Bayern gut geht. Aber wir sollten auch darüber nachdenken, dass wir das der Politik der CSU zu verdanken haben.CSU-Kreisvorsitzender Dr. Harald Schwartz
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.