Landkreis will zwei Kreisstraßen ausbauen
Gefahrenstellen entschärfen

Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
28.10.2016
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Amberg-Sulzbach. Zwei Kreisstraßen sollen ausgebaut werden, konkret Teilstücke der AS 6 und der AS 18. Damit befasste sich der Bau- und Planungsausschuss des Landkreises bei seiner Sitzung im König-Ruprecht-Saal. Dazu waren auch die Planer erschienen, um die Maßnahmen ausführlich vorzustellen. Werner Renner von Renner Consult ist für die AS 6 zuständig. Seinen Worten nach wurde der Abschnitt von der Verbindung zur Staatsstraße 2164 bis zur B 85 am westlichen Ortsrand von Edelsfeld überarbeitet. Dies seien zirka 2300 Meter.

"Mehr als gefährlich"


Die Fahrbahn wird sechs Meter breit sein (derzeit nur 4,75 Meter), der begleitende Fuß- und Radweg 2,50 Meter. "Bei Begegnungsverkehr ist die Straße jetzt mehr als gefährlich." Der komplette Abschnitt werde eine "ordentliche Entwässerung bekommen". Innerhalb eines Jahres könnte die Straße erstellt werden, informierte Renner. In einem zweiten Abschnitt könne der Kreuzungsumbau an der B 85 erfolgen, was Sache des Staatlichen Bauamtes sei. Wie Renner erklärte, sei für die Maßnahme an der AS 6 ein Grunderwerb von 24 000 Quadratmetern nötig. Die Kosten gab er mit insgesamt 2,8 Millionen Euro an. "Das ist eine ganz tolle Sache, weil die Straße zur knappen Hälfte durch den Wald führt", erklärte Thorsten Grädler (Freie Wähler). Für Fußgänger und Radfahrer reduziere sich die Gefährdung deutlich durch den Ausbau.

Laut Peter Braun (CSU) war der Planungsauftrag 2012 ergangen. Er wollte wissen, warum mehr als vier Jahre vergangen sind, bis die Planung vorgelegt wurde. "Ein bis zwei Jahre sind ja durchaus denkbar, aber vier?!" Markus Simon (Tiefbauamt) argumentierte mit Vorgesprächen mit Fachbehörden, Renner fügte an, dass die Gesamtplanung mit dem Straßenbauamt abgestimmt wurde.

Diffiziler Abschnitt


Als Vertreter des Ingenieurbüros Seuss informierte Ferdinand Leidner über den geplanten Ausbau der AS 18 zwischen Lintach und Pursruck und sprach von einem diffizilen Abschnitt. Die Straße befinde sich teilweise neben dem Fensterbach, der auf einem Stück verlegt werde, wogegen der Naturschutz keine Einwände habe, und nahe an Berghängen. Vor allem in der Ortschaft Pursruck habe die alte Fahrbahn ganz enge Radien. Die Frage von Thorsten Grädler, ob man die Straße durch einen Neubau insgesamt verlagern könne, verneinte Markus Simon: "Das ist von der Geländelage nicht möglich. Der Waldbereich ist wesentlich höher als das Niveau der Straße."

Den Grunderwerb gab Leidner mit 12 000 Quadratmetern an. Wann das Projekt realisiert werden könne, hänge davon ab, ob der Grunderwerb glücke. Könnte man im nächsten Jahr beginnen, wäre es möglich, die Maßnahme im Sommer 2018 abzuschließen, so Leidners Einschätzung. Beiden Straßenbau-Vorhaben stimmten die Kreisräte zu.

In der Schublade"In letzter Zeit haben wir erleben müssen, dass der Grunderwerb schwer, wenn nicht gar unmöglich ist", sagte Landrat Richard Reisinger. Für Josef Gilch (CSU) ist es deshalb umso wichtiger, mehrere Schubladenprojekte zu haben. "Wenn das eine nichts wird, dann können wir ein anderes realisieren", sagte er. Ließe sich eine Straßenbaumaßnahme nicht realisieren, würden sich viele Bürgermeister freuen. Sie nämlich wüssten sofort, worauf man den Blick richten könnte, entgegnete Reisinger. (san)
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