Liberale stellen Weichen zur Bundestagswahl
Moritz Pöllath ist der Kandidat

Moritz Pöllath (Sulzbach-Rosenberg) tritt für die FDP als Bundestagskandidat an. Bild: usc
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
31.10.2016
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Die Entscheidung in Kastl war einstimmig: Moritz Pöllath ist der Kandidat der FDP-Kreisverbände Amberg, Amberg-Sulzbach und Neumarkt für die Bundestagswahl 2017.

Amberg-Sulzbach. Der 34-jährige wissenschaftliche Mitarbeiter an der Uni München war zuletzt Lehrer an einem Münchener Gymnasium. Er tritt im Wahlkreis 232 Amberg für die Liberalen an. Was man mit sachlicher Politik erreichen kann, das habe der Sieger aus den Reihen der FDP bei der OB-Stichwahl in Landshut bewiesen, sagte Pöllath bei der Nominierungsversammlung in Kastl. Mit Blick auf die Wahl 2017 ist er sich sicher, dass die Chancen für die Liberalen gut stehen. Ein Hauptanliegen in der Bundespolitik ist Pöllath eine deutliche Steuerentlastung. Die ins Auge gefassten 30 Milliarden Euro stünden dann dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung. Der Liberale lehnt das Anhäufen von Geld durch die GEZ ab. Die Rundfunk- und Fernsehgebühr müsse man senken und nicht noch mehr Geld für ARD und ZDF horten. Abschaffen müsse man zudem den Soli in der jetzigen Form, der sich überlebt habe. Er zog zum Vergleich die Brandweinsteuer heran: Die sei 1902 zur Finanzierung der kaiserlichen Marine eingeführt worden und gelte immer noch.

Sehr kritisch sieht Pöllath die Stimmung gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA: "Es geht um unseren Wohlstand durch freien Handel auf der Welt." Nutznießer davon wären auch Oberpfälzer Exportfirmen wie Siemens und Grammer. Auf den neuen Bundestag würden deshalb Aufgaben warten, die nur Liberale erledigen können. Dazu zählt Pöllath auch die Sicherheitspolitik. Die FDP lehne die Vorratsdatenspeicherung als wenig effizient ab. "Es reicht, wenn wir bereits bestehende scharfe Gesetze anwenden." Mit einer stärkeren Videoüberwachung könne man keine Straftaten verhindern. Auch eine Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht bringe nichts. Dagegen sprach sich Pöllath für eine personelle Aufstockung bei der Polizei aus, bei der Unmengen von Überstunden angehäuft würden.

Abschließend plädierte der Kandidat für ein flexibleres Rentenalter. Darüber sollte jeder selbst entscheiden dürfen, sagte er. Wichtig ist der FDP eine steuerlich günstige, private Zusatzversorgung. Vor der Wahl der Delegierten zur Aufstellung der FDP-Landesliste am 25. und 26. März kamen die drei Kreisverbände überein, keinen Listenkandidaten zu benennen. Die Versammlung wählte zu Delegierten Moritz Pöllath, Enrico Pomsel (Neumarkt), Nils Gründer (Neumarkt), Kilian Taubmann (Amberg-Sulzbach), Arndt Kriegeskorte (Neumarkt) und Florian Buchholdinger (Amberg). (Hintergrund)
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