Linke will sich verjüngen
Neuer Kreisvorsitzender ist erst 19 Jahre alt

Der neue Vorstand des Kreisverbandes Mittlere Oberpfalz der Linken (von links): Susanne Welslau, Wolfgang Berndt, Heidi Kaschner, Marius Brey, Eva Kappl und Landesgeschäftsführer Ates Gürpinar. Bild: hfz
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
22.02.2016
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Amberg-Sulzbach. Eine Doppelspitze führt in Zukunft den Kreisverband Mittlere Oberpfalz der Linken. Die bisherige Vorsitzende Heidi Kaschner aus Schwandorf wurde im Amt bestätigt. An ihrer Seite steht nun der neu in den Vorstand gewählte 19-Jährige Marius Brey aus Cham. Der Kreisverband Mittlere Oberpfalz umfasst die Landkreise Schwandorf, Cham und Amberg-Sulzbach sowie die kreisfreie Stadt Amberg.

Bei der Neuwahl in Schwandorf wurden laut Pressemitteilung der Partei auch weitere Ämter vergeben: Schatzmeister ist Wolfgang Berndt aus Sulzbach-Rosenberg, Beisitzer sind Siegfried Stoiber (Cham), Susanne Welslau und Eva Kappl (Schwandorf). Die neuen Vorsitzenden möchten demnach den Kreisverband bis zur Bundestagswahl verjüngen und thematisch breiter aufstellen. Als Zeichen dafür gilt die Wahl von Eva Kappl (17) und Marius Brey (19). Letzterer war früher Politischer Geschäftsführer der Oberpfälzer Piratenpartei und hat laut der Mitteilung erst kürzlich zusammen mit 35 anderen Ex-Piraten des linken Parteiflügels erklärt, von nun an die Linkspartei zu unterstützen. "Unsere Generation ist entgegen aller Vorurteile hoch politisiert", sieht Brey gute Voraussetzungen für die Verjüngung.

Im Mittelpunkt der Arbeit soll der drohende Pflegenotstand in der Oberpfalz und die Asyl- und Flüchtlingspolitik stehen. Mit der Asyl-Aktivistin Susanne Welslau, ehemals im Schwandorfer SPD-Kreisvorstand, will die Partei nach eigenen Angaben auf Helferkreise zugehen und deren politisches Sprachrohr sein. Die Vorsitzende Heidi Kaschner bemerkte dazu: "Wir erleben in der Flüchtlingsfrage ein Totalversagen des deutschen Staates, dessen Aufgaben nun Ehrenamtliche übernehmen müssen. Diese stellen sich mit ihrer täglichen Arbeit Hass und Intoleranz entgegen. Sie zu unterstützen, muss unsere Aufgabe sein."
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