Nachhaltigkeitskonferenz des Landkreises Amberg-Sulzbach
Neue Ideen, was nachhaltig ist

In Arbeitsgruppen vertieften sich die Teilnehmer in ihre Themen - hier die Gruppe "Sozialer Zusammenhalt: Demografie, Inklusion, Integration, Bürgerbeteiligung" unter der Leitung von VHS-Chef Manfred Lehner (am Kopfende des Tisches). Bild: sön
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
04.06.2016
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Der Landrat wusste schon, was er wollte: die Ziele der Nachhaltigkeitsentwicklung im Landkreis neu ausrichten, die neuen strategischen Konzepte in den Entwicklungsprozess einbinden, das Landkreis- Leitbild fortschreiben.

Ensdorf. Richard Reisinger hatte deshalb zu einer Nachhaltigkeitskonferenz eingeladen, auch deren Aufgaben klar definiert: eine Bestandsaufnahme der nachhaltigen Entwicklung im Landkreis sowie eine zusätzliche Arbeits- und Diskussionsebene zwischen Nachhaltigkeitsakteuren und der politischen Entscheidungsebene schaffen. Weiter die Übernahme einer strategischen und konzeptionellen Steuerungsfunktion sowie die Entlastung der Institutionen, die sich bereits um die operative Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele kümmern.

"Kreative Neuordnung"


Mehr als 80 "aller Verdächtigen, die sich für erneuerbare Energien interessieren", konnte Reisinger im Wittelsbachersaal begrüßen und auch beruhigen, "denn es droht ihnen kein Festakt, keine Jubiläumsveranstaltung, sondern vielmehr die aktive Mitwirkung an einer spannenden und kreativen Neuordnung der Nachhaltigkeit". Die Konferenz sei das Ergebnis eines fast 20-jährigen Prozesses, "für den es keinen geeigneteren Ort als unser Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit in Ensdorf gibt". Zudem sei es auch im Hinblick auf die parallel stattfindende Europäische Nachhaltigkeitswoche der geeignete Zeitpunkt, Strukturen, Netzwerke, Konzepte, Projekte und Zuständigkeiten neu zu ordnen. Sie auf den Weg zu bringen, sei Aufgabe der Konferenz.

Breit war das Spektrum, das Manfred Lehner mit seinem einführenden Vortrag abdeckte. Die Ziele der Konferenz aus seiner Sicht waren neben der Einbindung neuer Projekte, Akteure, Verbünde und Entwicklungsstrategien die Optimierung der Vernetzung sowie die Synchronisierung der Konzepte, Projekte und Regelung von Zuständigkeiten. Weiter der Aufbau eines Monitoring-Systems sowie die Umsetzung des Unesco-Welterbeprogramms 2015 - 2019 auf lokaler Ebene.

Ziel: Netzwerklandschaft


"Der Heimat eine Zukunft zu geben, ist nur mit einer breiten Bürgerbeteiligung möglich", sagte Lehner. Er betonte: "Vom lokalen Aktionsmosaik müssen wir zu einer nachhaltigen Netzwerklandschaft, vom Agenda-21-Beirat - der eine Riesenarbeit geleistet hat - zum Rat für nachhaltige Entwicklung kommen." Bei neuen Handlungsfeldern wie etwa Demografie, Inklusion und Integration sei von der Zukunft her zu denken.

Aus den Zuhörern wurden Akteure, als sie in fünf Arbeitsgruppen die Themenfelder "Klimawandel und zukunftsfähige Energien" (Moderation Katharina List und Markus Schwaiger), "Bildung, Forschung und Kultur" (Professor Bernhard Bleyer und Julia Wolfsteiner), "Sozialer Zusammenhalt: Demografie, Inklusion, Integration, Bürgerbeteiligung" (Manfred Lehner), "Natürliche Ressourcen" (Isabel Lautenschlager und Richard Lehmeier) sowie "Wirtschaft und Finanzen" (Harald Herrle) anpackten. Die erarbeiteten Gedanken, Vorschläge und Themen wurden dem Plenum vorgestellt und dienen als Handlungsanleitungen für die ab Juli beginnenden Gruppenarbeiten.
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