Reinhold Strobl fordert Bundestagsabgeordnete auf, sich für Bahnlinie einzusetzen
Jetzt alle an einem Strang ziehen

Die Strecke Nürnberg-Schwandorf- Furth muss als Einheit mit der Bahnverbindung zwischen München und Prag gesehen werden, fordert SPD-MdL Reinhold Strobl. Bild: Hartl
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
11.08.2016
184
0

Amberg-Sulzbach. "Wenn sich am Bundesverkehrswegeplan nicht noch etwas Grundlegendes ändert, ist unsere Region bahntechnisch für die nächsten Jahre abgeschrieben." Das befürchtet der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl. Es würde dann nach seinen Worten keinen zweigleisigen Ausbau zwischen Amberg und Schwandorf und auch keine Elektrifizierung geben.

Dabei würde doch alles für eine Verbesserung der Bahnverbindung von Nürnberg über Schwandorf nach Furth im Wald und Prag sprechen, meint Strobl. Denn diese Strecke müsse als Einheit mit der Bahnverbindung zwischen München und Prag gesehen werden. Der vom Bundeskabinett jüngst beschlossene Verkehrswegeplan stellt den Abgeordneten auf jeden Fall nicht zufrieden. Die Trasse Nürnberg-Schwandorf- Furth befinde sich zwar im sogenannten potenziellen Bedarf. Das bedeute, dass die Strecke in den kommenden Jahren noch in den vordringlichen Bedarf aufsteigen könne. Ortstermine reichen dafür aber nicht aus, warnt Strobl. Es sei vielmehr notwendig, dass die Mandatsträger der Region "sich gemeinsam in Berlin massiv zu Wort melden".

Obwohl die Mittel für die Schiene in letzter Zeit nochmals aufgestockt wurden, so Strobls niederbayerische MdB-Kollegin Rita Hagl-Kehl (Mitglied im Berliner Verkehrsausschuss), werde das sicher nicht einfach. Sie wolle sich aber dafür stark machen. Im nächsten Schritt wird das Verkehrsministerium dem Bundestag seine Entwürfe für die Ausbaugesetze für alle drei Verkehrsträger zuleiten. Diese sollen voraussichtlich im Oktober im Ausschuss beraten werden.

Dass schon bis dahin das Projekt vom Ministerium abschließend bewertet wurde, könne man wohl ausschließen, prognostiziert Strobl. Zumindest sei es aber für den Finanzierungszeitraum bis 2030 noch im Rennen. Der Landtagsabgeordnete: "Jetzt ist es aber an der Zeit, dass die Bundestagsabgeordneten aller Parteien aus der Oberpfalz an einem Strang ziehen." Er freue sich schon mal über die Unterstützung von Marianne Schieder (Schwandorf), Uli Grötsch (Weiden) und Rita Hagl-Kehl.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.