Reinhold Strobl will Staatsregierung in Pflicht nehmen
Kleindenkmäler nicht vergessen

Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
10.09.2016
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Amberg-Sulzbach. Denkmal-Experte Reinhold Strobl ist um den Fortbetrieb und Erhalt kleinerer Denkmäler besorgt, die oft in Privatbesitz sind und mit viel Energie und enormem finanziellen Aufwand erhalten werden. Strobl, der Mitglied im bayerischen Landesdenkmalrat ist, mahnt deshalb in einer Pressemitteilung anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, mehr Unterstützung für alle Denkmal-Arten an und schreibt: "Die Lage des Denkmalschutzes in Bayern ist schwierig. Zahlreiche denkmalgeschützte Objekte stehen leer und verfallen mit der Zeit."

Es handle sich meist um Bauern- und Bürgerhäuser, also um Zeugnisse, die das Leben der unteren und mittleren Gesellschaftsschichten widerspiegeln. Das Problem der Denkmalpflege sei nicht nur der Erhalt von Schlössern und Burgen im Freistaat, sondern der vielen Kleindenkmäler, die Dörfern und Städten ihr unverwechselbares Gesicht verleihen. Die Staatsregierung müsse hier mehr als bisher in die Pflicht genommen werden, fordert der SPD-Landtagsabgeordnete.

Um das Bewusstsein für kleinere historische Objekte zu verbessern, empfiehlt er daher ihren Besuch: "Gerade die kleineren Denkmäler üben einen besonderen Reiz aus. Ihnen fehlen während des Jahres oft die nötige Aufmerksamkeit und die Besucherzahlen."

Der an diesem Sonntag unter dem Motto "Gemeinsam Denkmale erhalten" stattfindende bundesweite Tag des offenen Denkmals ermögliche Einblicke in historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich seien.
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