SPD-Kfreistagsfraktion besucht BRK-Senioren- und Pflegeheim St. Barbara in Hirschau
Pflege ungeschminkt vor Ort

Die SPD-Kreistagsfraktion unter Vorsitz von Winfried Franz (vorne rechts) stattete dem Hirschauer BRK-Senioren- und Pflegeheim St. Barbara einen Besuch ab, bei dem sie von Heimleiterin Astrid Geitner (vorne Zweite von rechts) aus erster Hand über die aktuelle Pflegesituation informiert wurde. Bild: ads
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
18.05.2016
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Ausführliche und ungeschminkte Informationen vor Ort und aus erster Hand bekamen die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion beim Besuch im BRK-Senioren- und Pflegeheim St. Barbara von Heimleiterin Astrid Geitner. Dem Termin schloss sich eine Fraktionssitzung im Schlosstreff an.

Hirschau. Die Begrüßung der Gäste übernahm SPD-Stadtrat und Heimbeiratsvorsitzender Rudolf Wild. Astrid Geitner weihte zunächst den Vorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion, Winfried Franz, und die Kreisräte in die allgemeine Entwicklung im Pflegebereich ein. Demnach steige die Zahl der über 60-Jährigen und damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Hinzu kämen die durch psychische Erkrankung wie etwa durch Demenz verursachten Pflegefälle . Laut Geitner steige die Tendenz zur ambulanten Pflege. Zur Auslastung der Senioren- und Pflegeheime im Landkreis wusste sie zu berichten, dass derzeit 200 Plätze frei seien. Das Hirschauer Haus verfüge über 35 Einzel- und 30 Doppelzimmer und betreue alle Pflegestufen. Zu dessen Leistungen gehöre weiter eine eingestreute Tagespflege und Kurzzeitpflege. Zu Stoßzeiten in den Urlaubsmonaten werde alles bis an die Grenzen ausgereizt. Was die Tagespflege betreffe, sei eine Erweiterung geplant. Den Fachkräftemangel bestätigte Astrid Geitner.

Zur Kostenfrage ließ die Heimleiterin wissen, dass die Rentabilität bei der Auslastung ab 70 Personen in derartigen Einrichtungen gegeben sei, dahingehend schreibe die Hirschauer Einrichtung nur bei Vollbelegung schwarze Zahlen.

Bei der folgenden Führung wurde der Übergang von den Gebäudlichkeiten des Betreuten Wohnens an das Seniorenheim als wertvolles Bindeglied von zwei unterschiedlichen Betreuungsangeboten besichtigt. Hinterher wurde das Thema Pflege von SPD-Stadt- und Kreisräten in einer gemeinsamen Sitzung weiter erörtert. Die SPD will dazu nun im Kreistag einen Sachstandsbericht einfordern. Die Errichtung von Pflegestützpunkten sei unbedingt notwendig. Bezirksrat Richard Gaßner sagte dazu im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen nochmals, warum der Bezirk Oberpfalz die Bezirksumlage nicht gesenkt hat: "Wenn Bayern die Kosten der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge übernehmen würde, wie in anderen Bundesländern, dann hätte die Bezirksumlage deutlich gesenkt werden können. Der Schuldige sitzt in München."
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