Tourismuspolitisch Sprecherin der CDU/CSU besucht Amberg und den Landkreis
Tourismus als Kulturgenuss

Daniela Ludwig ließ sich von Rudi Leitl durch das Fledermaushaus in Hohenburg führen und war beeindruckt von den Tieren. Bilder: Steinbacher (2)
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
12.07.2016
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Daniela Ludwig will den ländlichen Raum für den Tourismus attraktiver machen. Dafür informierte sich die tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag vor Ort und besuchte Amberg und den Landkreis.

Amberg/Hohenburg. "Ich finde es interessant, was jenseits der klassischen Tourismusdestinationen passiert", sagte die 41-Jährige bei ihrem Besuch am Montag. Deshalb sei sie der Einladung ihrer Parteikollegin Barbara Lanzinger gerne gefolgt. "Es redet sich leichter, wenn man's selbst erlebt hat", meinte Daniela Ludwig. Lanzinger habe sich als Mitglied des Tourismusausschusses immer für die Entwicklung des Fremdenverkehrs im ländlichen Raum stark gemacht. Sie sei hier aufgewachsen und wisse, wovon sie spreche. "Deshalb freut es mich, dass ich jetzt beim Ursprung der Idee bin."

Wichtiger als Autoindustrie


Zum Auftakt trafen sich die CSU-Bundestagsabgeordneten Lanzinger und Ludwig mit Oberbürgermeister Michael Cerny und Landtagsabgeordnetem Harald Schwartz im Rathaus der Vilsstadt. "Für Amberg ist der Tourismus ein wichtiger Faktor", betonte Cerny. Es kämen viele Tagesgäste, die Hotels verzeichneten steigende Übernachtungszahlen. "Wir freuen uns, wenn noch mehr kommen." Letztlich sei der Tourismus auch ein Standortfaktor: "Eine Fachkraft geht gerne dorthin, wo andere Urlaub machen."

Daniela Ludwig hob die Bedeutung des Tourismus in Deutschland hervor: Die Branche sei ein "Hidden Champion". Sie habe mehr Umsatz und schaffe mehr Arbeitsplätze als die Automobilindustrie. In Mecklenburg-Vorpommern werde Tourismus als harter Wirtschaftsfaktor gesehen. "Da müssen wir in Bayern in den Wettbewerb einsteigen."

Im Anschluss an den Empfang im Rathaus startete die Delegation zu einer Erkundungstour durch die Stadt. Im Luftmuseum ließ sich Ludwig von Kurator Wilhelm Koch das Ausstellungskonzept erläutern. Danach ging es für sie und Lanzinger weiter nach Schmidmühlen: Dort sprach die Rosenheimerin mit Bürgermeister Peter Braun über die touristische Entwicklung im Naturpark Hirschwald. Hubert Zaremba zeigte dann die Attraktionen des Jurasteigs. Zum Abschluss der Landkreis-Tour besuchten Lanzinger und Ludwig das Fledermaushaus in Hohenburg. Für die Tourismusexpertin waren die Großen Hufeisennasen ein faszinierendes Erlebnis. Beeindruckt zeigte sie sich auch vom Jurasteig. "Das ist Naturerlebnis vom Feinsten", resümierte sie. "Das habe ich nicht erwartet."

Wohlfühlen und genießen


Lanzinger und Ludwig wollen im Bundestag weiterhin gemeinsam tourismuspolitische Themen voranbringen. Oft sei das Problem die zu kleinteilige Vermarktung, warnte die tourismuspolitische Sprecherin. Weniger Eigensinnigkeit und ein Denken in größeren Dimensionen sei gefragt. Außerdem sei die Gastfreundschaft wichtig. "Es braucht nur ein bisschen was Besonderes", unterstrich Ludwig. "Kulturtourismus ist Kulturgenuss", sagte Lanzinger. Die Menschen wollten nicht nur etwas erleben, sondern auch "gut übernachten, gut essen, gut versorgt werden und sich wohlfühlen."
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