Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Landtag besichtigt Kastler Klosterburg
Herr des Geldes ist begeistert

Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Haushaltsausschuss-Vorsitzender Peter Winter, Finanzstaatssekretär Albert Füracker, Kastls Bürgermeister Stefan Braun, Landrat Richard Reisinger, FH-Fachbereichsleiter Ingbert Hoffmann und Dr. Wernher Braun, der Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern (von links), sahen sich den Speisesaal des ehemaligen Ungarischen Gymnasiums schon mal genau an. Unter seiner historischen Spitzbogend
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
24.10.2016
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Die Klosterküche bleibt nicht kalt, hier dampfen ab 2020 wieder die Töpfe.

Nach Heimat- und Finanzminister Markus Söder in der vergangenen Woche kam gestern der fast noch wichtigere Mann nach Kastl: Peter Winter, der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Landtag. Er signalisierte auch vonseiten seines Gremiums Zustimmung zu den rund 15 Millionen Euro teuren Umbauplänen für die Klosterburg.

Kastl. Wie berichtet, geht in der Lauterachtalgemeinde ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. In das seit zehn Jahren leerstehende Wahrzeichen Kastls kehrt neues Leben ein. Mit einer Außenstelle der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern. Polizisten sollen künftig ein Semester ihrer Ausbildung hier durchlaufen. Das, was von Finanz- und Innenministerium so vorgesehen ist, muss natürlich auch vom Landtag getragen werden.

"Pragmatische Lösung"


Speziell der Haushaltsausschuss muss die Gelder dafür bewilligen, weshalb sich sein Vorsitzender am Montagvormittag selbst einen Eindruck vom Objekt und vom Ort machen wollte. Finanzstaatssekretär Albert Füracker (CSU) nutzte das, um gleich mehrere am Umbau beteiligte Stellen und Behörden zu einem ersten Abstimmungsgespräch vor Ort einzuladen.

So waren außer Repräsentanten der Ministerien auch Vertreter der Obersten Bayerischen Baubehörde, des Landesamts für Denkmalpflege, der Fachhochschule, ihres Fachbereichs und ihrer Personalräte sowie Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer dabei. Alle äußerten sich nach einem Rundgang sehr positiv, fasste Füracker das Treffen zusammen, der es "unglaublich wichtig" fand, dass die nun begonnen Gespräche aller Seiten rasch weitergehen.

Auch das Urteil von Peter Winter fiel eindeutig aus: "Ich bin begeistert und sicher, dass sich die Polizisten hier wohlfühlen werden." Die Klosterburg bietet nach seinen Worten viele Möglichkeiten, sie entsprechend den Anforderungen des Fachbereichs der Polizei anzupassen. Außerdem gebe es "nichts Schöneres, als einem alten Gebäude neues Leben einzuhauchen", das zuletzt einen "Dornröschenschlaf" schlummerte. Winter sprach von einer "pragmatischen Lösung" und einer "guten Ergänzung" zur Fachhochschule in Sulzbach-Rosenberg. Auch der Zeitrahmen für die Umbaupläne solle "so schnell wie möglich umgesetzt werden".

"Genugtuung" für Landrat


Kastls Bürgermeister Stefan Braun dankte für diese Zusage und dafür, "dass Bayern als Unterstützer für unser Wahrzeichen eintritt". Auch für Landrat Richard Reisinger ist die neue Nutzung der Klosterburg eine "Genugtuung", nachdem Amberg-Sulzbach zuletzt bei Behördenverlagerungen leer ausgegangen war. "Wenn so konstruktiv weitergearbeitet wird, sind wir 2018 fertig", scherzte Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz (CSU), wohlwissend, dass die Fertigstellung der neuen Außenstelle für 2020 anvisiert ist.

Ihr künftiger Chef, FH-Fachbereichsleiter Ingbert Hoffmann, freut sich schon auf den Bezug der Burg. Zumal sich der Hauptstandort in Fürstenfeldbruck ebenfalls im dortigen Ex-Kloster befindet. "Wir haben jahrzehntelange Klostererfahrung", schmunzelte Hoffmann, der nach der Zisterzienserabtei nun in Kastl erstmals Benediktinerluft schnupperte.
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