31. ASC-Auto- und Cross-Kart-Slalom des Automobil-Sport-Club Sulzbach-Rosenberg im NAVC
Nur ein kleiner Schreckmoment

Die Cross-Junioren des ASC zeigten der Konkurrenz, wer die Pokale abstaubt. Zu sehen sind hier (von links) Hanna Renner, Simon Härtl, Luis Söhnlein, Sabine Werner, Martin Ibler, Henrik Meyer und Klaus Meiler.
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
18.07.2016
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Vorsicht, der Geheimdienst überwacht alles, selbst den ASC-Auto-Cross-Slalom per Drohne.

Mit 101 Teilnehmern beim 31. ASC-Auto- und Cross-Kart-Slalom kann der Automobil-Sport-Club Sulzbach-Rosenberg im NAVC mehr als zufrieden sein. Ansonsten gab es, abgesehen von einem Überschlag, bei dem die Fahrerin mit dem Schrecken davonkam einen geordneten Verlauf.

Lintach/Sulzbach-Rosenberg. Motorsport für jedermann hat sich der ASC Sulzbach-Rosenberg an die Fahnen geheftet. Und er soll bezahlbar sein, keine aufwendigen Tuningarbeiten, die unter dem Strich teurer sind, als der ursprüngliche Anschaffungspreis des Gefährts. Zum Einstieg lässt der ASC seine Jugendlichen Cross-Kart-Slalom fahren. Dabei kommen mit stabilen Überrollbügeln gesicherte Cross-Karts zum Einsatz. Die 250-Kubikzentimeter- Viertaktmotoren leisten knapp neun PS. Für die Seriengruppe kann jeder serienmäßige Pkw gemeldet werden. Etwas aufwendiger sind dann schon die verbesserten Tourenwagen und in der Gruppe Eigenbau stehen einem Tuner und Bastler Tür und Tor offen. Für den Auto- und Cross-Kart-Slalom waren 32 Jugendliche gemeldet, über die Hälfte davon startete für den ASC. Sie nutzten den Heimvorteil mit jeweils zwei Klassensiegen, drei zweiten Rängen sowie guten Platzierungen. Verantwortlich für die knapp 400 Meter lange Strecke war ASC-Jugendbetreuerin Anneliese Franz. Fast 1000 Meter maß der Cross-Parcours für Serientourenwagen, verbesserte Tourenwagen und die Eigenbaumodelle.

Bertram Lukesch, Walter Franz und Albert Gress haben den Kurs mit schnellen Geraden, engen Spitzkehren und Spurgassen gespickt und zu schnell durfte man auch nicht unterwegs sein, denn wenn Pylone flogen, gab es Strafsekunden, die auf die gefahrene Zeit aufaddiert wurden. Jeder Teilnehmer hatte einen ungezeiteten Trainingslauf, dazu zwei Wertungsdurchgänge, von denen nur der bessere zählte. Um 1:20.00 Minuten pendelten sich die Serienfahrzeuge ein, nur Wolfgang Dobmeier aus Wernberg, jahrelanger Gast beim ASC-Cross-Slalom, ließ mit 1:16.53 Minuten aufhorchen. Etwas lauter ging es bei den verbesserten Tourenwagen zu, aber die PS-Protze waren auch nicht recht viel schneller. Mit 1:18.56 Minuten fixierte Bertram Lukesch (ASC Sulzbach-Rosenberg) die Bestzeit, kam aber nicht an die Serienbestzeit von Dobmeier heran.

"Kopf einziehen und Brillen schützen" hieß es, als die Eigenbaumodelle losgelassen wurden. Mächtig grobe Stollenreifen waren montiert, um die Kraft von annähernd 300 PS auf Straße oder Acker zu bringen. Stark vertreten war einmal mehr der MSC Schmidmühlen, der in den Vorjahren stets kräftig abgeräumt hat. Aber Walter Franz (ASC) lag mit 1:11.52 Minuten gut im Rennen, wäre da nicht Stefan Windschiegl (MSC Höchstädt) mit seiner Flunder an Start gewesen, einem Spezial-Cross-Buggy mit 1.6 Litern Hubraum und deutlich über 200 PS. Bei 1:08.50 Minuten blieb die elektronische Zeitnahme im ersten Lauf stehen, bei 1.08.47 Minuten im zweiten. An diese Zeiten kam die Konkurrenz einfach nicht heran.

Jeweils nach Ablauf der Protestfrist gab ASC-Vorsitzender Hans Bohmann Preise und Pokale aus. Sein Dank galt dem Landwirt Andreas Kopf aus Aschach, der keine Probleme damit hat, dass beim Auto-Cross-Slalom sein Acker umgepflügt wird, umackern muss er ihn hinterher sowieso. Spaß beim Auto-Cross hatten die First-Responder der Freudenberger Feuerwehr. Sie hatten einen entspannten Tag, fuhren selbst mit und mussten nur einmal fast eingreifen, als sich eine Teilnehmerin eine Rolle seitwärts leistete.

ErgebnisseCross-Kart Kl. 17: 1. Henrik Meyer, 43.61 Sek., 2. Luis Söhnlein, 48.51; 3. Martin Ibler, 49.04 (alle ASC). Kl. 18: 1. Simon Härtl, 43.21; 2. Sabine Werner, 43.78; 3. Hanna Renner, 44.04 (alle ASC). Kl. 19: 1. Justin Einenkel (MSF Berg), 42.39; 2. Klaus Meiler (ASC), 42.81; 3. Marvin Fraunhofer (MSF Berg), 43.24.

Serientourenwagen Kl. 1: 1. Christian Funk (MSC Berg), 1:23.73 Min.; 2. Martin Fruth, 1:25.04; 3. Renate Wittmann (beide RC Trautmannshofen), 1:28.54 (alle Suzuki Swift). Kl. 2: 1. Gerald Seitz, 1:25.04; 2. Karin Schmidt, 1:47.20; 3. Ulrike Schmidt, 1:48.94 (alle ASC und Renault Twingo); Kl. 3: 1. Bertram Lukesch (ASC, VW Polo), 1:19.13; 2. Dino Pelzl, 1:20.85, 3. Richard Geitner (beide NMF Neumarkt und VW Polo), 1:20.96.

Kl. 4: 1 Josef Mederer (RHT Rohrenstadt, Peugeot 205 GTi), 1:19.99; 2. Lukas Renner (ASC, Toyota Coralla), 1:21.29; 3. Lisa Mederer (RHT Rohrenstadt, Peugeot 205 GTi), 1:24.51. Kl. 5: 1. Wolfgang Dobmeier (WDS Racing-Team, Opel Calibra), 1:16.53; 2. Christoph Breinl (RC Trautmannshofen, Renault R 19), 1:19.23; 3. Stefan Ries (WDS Racing-Team, Opel Calibra), 1:19.53.

Verbesserte Tourenwagen Kl. 7/8: 1. Christian Funk (MSC Berg, Suzuki Swift), 1:23.24; 2. Hans-Josef Zuckermeier (AC Gunzenhausen, VW Polo), 1:29.55. Kl. 9/10: 1. Bertram Lukesch, 1:18.56; 2. Reinhold Reger (beide ASC, VW Polo), 1:19.31; 3. Hans-Josef Zuckermeier (AC Gunzenhausen, Peugeot 205 GTi), 1:20.99. Kl. 11: 1. Stephan Yberle (NMF Neumarkt, Opel Kadett), 1:18.64; 2. Werner Söhnlein (ASC, BMW 318i), 1:19.07; 3. Christian Hollweck (MSF Berg, Opel Kadett), 1:20.53.

Kl.12: 1. Albert Greß, 1:19.12; 2. Jürgen Batek, 1:25.90; 3. Tobias Hirn, 1:27.86 (alle ASC und Audi 80). Kl. 13/14: 1. Stefan Windschiegl (MCS Höchstädt, Cross-Buggy), 1:08.47; 2. Walter Franz, (ASC, Eigenbau), 1:11.52; 3. Michael Hummel (MSC Schmidmühlen, Eigenbau), 1:13.57. Die Damenwertung holte sich Lisa Mederer (RHT Rohrenstadt) vor Stefanie Franz und Liane Reger (beide ASC). Schnellste Zeit in den Cross-Kart-Klassen fuhr Justin Einenkel (MSF Berg) mit 42.39 Sekunden.

Mit 1:16.53 Minuten war Wolfgang Dobmeier (WDS Racing-Team) schnellster Fahrer bei den Serientourenwagen und sogar um zwei Sekunden schneller als Bertram Lukesch, der mit 1:18,56 Minuten die Bestzeit bei den verbesserten Tourenwagen fuhr. Absolute Tagesbestzeit stellte Stefan Windschiegl (MSC Höch-städt, 1:08.47) auf, Zweitschnellster war Walter Franz (ASC, 1.11.52).
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