Fußball Kreisklasse Süd
Kauerhof lässt’s krachen

Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
06.09.2016
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Der SV Schmidmühlen hat mit dem 3:0 gegen den SV Raigering II die Spitzenposition in der Kreisklasse Süd behauptet und gleichzeitig einen Verfolger abgeschüttelt. Die Kicker des SV Illschwang/Schwend hätten gerne zwei Elfmeter gehabt - dann wäre das Spiel gegen den SV Köfering womöglich anders ausgegangen.

Amberg. Doch so mussten sie ein 1:1 hinnehmen. Der TuS Schnaittenbach ließ vergangene Woche mit einem 6:1-Sieg gegen den FC Großalbershof aufhorchen, jetzt gab's das gleiche Ergebnis gegen den SV Kauerhof - nur mit dem Unterschied, dass Schnaittenbach diesmal das halbe Dutzend kassierte.

DJK Ammerthal II 0:3 (0:1) SpVgg Ebermannsdorf

Tore: 0:1 (35.) Dominik Fischer, 0:2 (53., Foulelfmeter) Carsten Roth, 0:3 (79.) Andreas Hirsch - Zuschauer: 95 - SR: Markus Ferstl (Velburg).

(rbaa) Die Gäste erwiesen sich als der bisher stärkste Gegner im laufenden Wettbewerb. Auch wenn der Sieg doch etwas zu hoch ausfiel, verdient war der Dreier aufgrund der reiferen Spielanlage allemal. Zwei individuelle Fehler und ein völlig unberechtigter Foulelfmeter führten zu dieser trotz allem vermeidbaren 0:3-Niederlage der Ammerthaler. Ausgeglichen dagegen war über diese mit zahlreichen höchst strittigen Schiedsrichterentscheidungen heiß umkämpften 90 Minuten das Chancenverhältnis, mit dem großen Manko, dass die DJK ihre Möglichkeiten eben nicht nutzen konnte. Das erste richtige Brett, versemmelte Gästestürmer Johannes Karzmarczyk (30.), DJK-Keeper Dominik Haas hielt sensationell. Die große Ausgleichschance verpasste dagegen Florian Holfelder auf Zuspiel von Michael Fischer (33.). Die kalte Dusche folgte in der 35. Minute, als Fischer einen kollektiver Blackout zur Gästeführung nutze. Warum der Unparteiische (53.) nach einem astreinen Tackling von Daniel Grabinger auf den Punkt zeigte, bleibt sein Geheimnis. Carsten Roth verwandelte zum 0:2. Ammerthal drängte auf den Anschlusstreffer, doch Holfelder (71.) zeigte Nerven und vergab. Besser machte es auf der Gegenseite Andreas Hirsch, der nach einem Ballverlust und dem Konterangriff per Kopf zum 0:3 einlochte.

SV Schmidmühlen 3:0 (2:0) SV Raigering II

Tore: 1:0/2:0 (26./45.) Christopher Roidl, 3:0 (78.) Maximilian Spies - SR: Michael Hollweck - Zuschauer: 80.

(fop) In überzeugender Manier verteidigte die Mannschaft von Trainer Marco Eckstein die Tabellenführung am Kirwa-Wochenende. Bereits in der 20. und 21. Minute lag Schmidmühlens Anhang der Torschrei auf den Lippen. Zunächst klärte nach einem feinen Solo von Maximilian Spieß der Gegner auf der Linie, dann verzog Peter Baumer aus 18 Metern nur um Zentimeter. In der 26. Minute erkämpfte sich Alexander Graf den Ball im Mittelfeld und lief allein auf Gästetorhüter Johannes Brunner zu. Rund 20 Meter vor dem Tor legte er quer auf Christopher Roidl, der unbedrängt zum 1:0 ins leere Tor einschob. Das 2:0 fiel unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff: Erneut Christopher Roidl vollendete dabei ein Zuspiel von Maximilian Spies. Nach der Pause setzten die Gäste alles auf eine Karte und drückten mächtig. Eine wahre Flut von sechs Ecken binnen fünf Minuten blieb aber ohne Erfolg. Schmidmühlen konterte steht's gefährlich und hätte bei zahlreichen Möglichkeiten den Sack zu machen müssen. Die Erlösung dann in der 78. Minute, als Maximilian Spies einen Konter zum verdienten 3:0 vollendete.

Illschwang/Schwend 1:1 (0:0) SV Köfering

Tore: 1:0 (47.) Markus Baldauf, 1:1 (85.) Marco Arbogast - SR: Dieter Wolfsberger (DJF Falke Noris Nürnberg) - Zuschauer: 130.

(no) Nichts wurde es mit dem Heimsieg zur Schwender Kirchweih. In der 85. Minute markierte Marco Arbogast nach einer Serie von Eckbällen den 1:1 Ausgleichstreffer, der nicht unverdient war. Die Gastgeber waren kurz nach Beginn der zweiten Hälfte in Führung gegangen. Nach guter Vorarbeit von Andy Melzer war der eingewechselte Markus Baldauf erfolgreich. Danach versäumten es die Gastgeber, für ein vorentscheidendes 2:0 zu sorgen. Es fehlte 20 Meter vor dem Tor die letzte Durchschlagskraft. Glück hatte der SV Illschwang/Schwend in der 65. Minute, als der Innenpfosten einen Gästetreffer verhinderte. In den letzten zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff gab es auf beiden Seiten gute Gelegenheiten in Führung zu gehen, wobei der SV Köfering nur die Latte traf. Bei zwei umstrittenen Szenen im Gästestrafraum ließ der Schiedsrichter weiterspielen und gab keinen Strafstoß: Einmal wurde Spieltrainer Alexander Heldrich (75.) in die Zange genommen, zum anderen ging es um ein Handspiel (93.).

Loderhof/Sulzbach 0:3 (0:1) DJK Ursensollen

Tore: 0:1/0:2 (2./57.) Thomas Kotzbauer, 0:3 (71.) Sebastian Keith - SR: Rene Österreich (Amberg) - Zuschauer: 75.

(bt) Bereits nach wenigen Minuten nutzen die Gäste eine Nachlässigkeit in der Abwehr aus und erzielten die Führung. Bei einem Pfostenschuss hätte Ursensollen sogar noch in der ersten Halbzeit erhöhen können. Aber auch die Heimmannschaft hatten ihre Chancen. Die größte davon besaß Oliver Bühler, der alleine vor dem gegnerischen Keeper stand, aber die Kugel nicht im Tor unterbrachte. In der zweiten Halbzeit erhöhte Loderhof den Druck, doch beste Chancen blieben ungenutzt. Besser machten es die Gäste, als der zweifache Torschütze Thomas Kotzbauer das 2:0 markierte. Zwar gab der SV Loderhof/Sulzbach trotz der zwei Gegentreffer nicht auf und hätten auch zum Anschlusstreffer kommen können, aber eine gewisse Resignation war zu merken. Auf der anderen Seite spielte die DJK Ursensollen als cleveres Team, die Partie runter und machte rund 20 Minuten vor dem Pfiff mit dem dritten Tor alles klar.

SV Kauerhof 6:1 (4:0) TuS Schnaittenbach

Tore: 1:0 Paul Schmidt (11.), 2:0 Tim Wiesnet (23.), 3:0 Philip Witzel (40.), 4:0 Maximilian Grundler (44.), 5:0 Paul Schmidt (58.), 6:0 Paul Schmidt (66.), 6:1 Turan Bafra (76.) - SR: Karl-Heinz Grollmisch (Vilseck) - Zuschauer: 80.

(bgü) Die Heimmannschaft spielte nach einer zehnminütigen Phase des Abtastens zielgenaue Bälle auf die Spitzen und führte nach 23 Minuten durch Paul Schmidt und Tim Wiesnet relativ frühzeitig mit 2:0. Zwischen der 37. und 40. Minute hatten die Gäste zwei dicke Gelegenheiten, jedoch nahm Torwart Marco Bohmann den Schnaittenbachern die Butter vom Brot. Sehr wahrscheinlich spielentscheidend, denn im Gegenzug markierte Philip Witzel das 3:0, ehe Maximilian Grundler einen feinen Pass zum Halbzeitstand verwandelte. Nach dem Wechsel gelangen abermals Paul Schmidt, der darüber hinaus noch einmal am rechten Pfosten scheiterte, die beiden Treffer zum 6:0, bevor Turan Bafra einen sehenswerten Freistoß zum Ehrentreffer im rechten oberen Eck versenkte. Den Schnaittenbachern boten sich in den letzten zehn Minuten noch einige Möglichkeiten. Die große Tordifferenz ist auch dem eindeutig besseren Schlussmann zu verdanken.

FC Großalbershof 1:2 (0:1) SV Hahnbach II

Tore: 0:1 Simon Dehling (33.), 1:1 Kenan Alani (64.), 1:2 Korbinian Graf (75.) - SR: Boris Finkel - Zuschauer: 60.

(fnk) Die Spielweise in der neuen Klasse haben die Forsthofer noch immer nicht übernommen, obgleich sie in der zweiten Spielhälfte besser als das Ergebnis es aussagt auftraten. Der SV Hahnbach II unter Trainer Helmut Hefner hatte von Beginn an die Regie übernommen. Mehr Mut vor dem Tor führten (33.) durch Simon Dehling zum 0:1. Die teilweise einseitige Begegnung machte es den FCG-Fans nicht leicht. In der Halbzeitpause schien Trainer Sven Kronhöfer seiner Elf kräftig ins Gewissen geredet zu haben, denn die Aktionen wurden besser. Es fehlte den Gastgebern aber wie schon in den Spielen davor der Mut, auch aus der zweiten Reihe einen Torschuss zu wagen. Einen Lichtblick gab es in der 64. Minute nach einer Ecke durch Gustavo Barth und dem Ausgleichstreffer von Alani Kenan. Hahnbach nutzte eine erneute Abwehrschwäche und setzte durch Korbinian Graf (75.) den zweiten Treffer. FCG-Torhüter Kevin Geyer verhinderte durch sehr gute Paraden eine höhere Niederlage.

TuS Rosenberg 1:0 (0:0) 1. FC Schlicht

Tor: 1:0 (63.) Pascal Behringer - Rot: (87.) Michael Weiser (Rosenberg), Tätlichkeit - SR: Wolfgang Schötz (SV Hahnbach) - Zuschauer: 199.

(kok) Den ersten Heimsieg feierten die Rosenberger an ihrer Kirwa. Diesen mussten sie sich aber erst hart erarbeiten, die Schlichter hatten an diesem Tag nichts zu verschenken und boten ordentlich Paroli, ehe in der 63. Minute Behringer das Bollwerk der Schlichter durchbrechen konnte und mit seinem goldenen Tor den TuS auf die Siegerstraße brachte. Ansonsten war das Spiel kein fußballerischer Leckerbissen und fällt aus Rosenberger Sicht eher in die Kategorie Arbeitssieg. Für einen negativen Höhepunkt sorgte Michael Weiser, als er nach einer Tätlichkeit gegen den schlichter Schlussmann mit Rot vom Platz musste.
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