Fußball Kreisliga Süd
Hirschau erobert den Thron

Großes Glück hatte der Neukirchener Torhüter Petr Fillinger (Mitte hinten) in der ersten Halbzeit, dass dieser Kopfball des aufgerückten Edelsfelder Innenverteidigers Dominik Zahn (Mitte rechts) gegen den rechten Torpfosten prallte. Der Neukirchener Linksverteidiger Ales Zach, der im Kopfballduell unterlegene David Triska (Dritter von rechts hinten) und FCN-Mittelfeldspieler Jeremias George (Zweiter von rechts) sind interessierte Beobachter der Szene. Bild: Ziegler
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
05.09.2016
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Einwurf durch den Neukirchener Linksvertediiger Ales Zach (links) vor Redordkulisse von knapp 400 Zuschauern beim Nachbarderby 1. FC Edelsfeld gegen den 1. FC Neukirchen. Bild: Ziegler

Die Kreisliga Süd hat einen neuen Spitzenreiter, nachdem der SV Inter Bergsteig vier Wochen lang die Tabelle anführt. Doch das Remis der Inter-Truppe beim TSV Königstein sorgt für einen Wechsel.

Amberg. Nur 2:2 spielten die Amberger, das zweite Remis der laufenden Saison. Das nutzte der TuS/WE Hirschau und eroberte mit einem 2:0-Sieg gegen die DJK Utzenhofen den Thron der Kreisliga Süd.

Der SVL Traßlberg mühte sich, trotzte dem ASV Haselmühl einen Punkt ab, bleibt aber dennoch Letzter. Überraschend das 0:0 des 1. FC Neukirchen beim FC Edelsfeld, der von der Rolle war und einen Dreier gegen den Vorletzten verpasste.

Germania Amberg 1:1 (0:1) SV Freudenberg

Tore: 0:1 Maximilian Reindl (31.), 1:1 Michael Behrend (Foulelfmeter) (85.) - Gelb/Rot: (85.) Wolfgang Daucher (Freudenberg), wiederholtes Foulspiel) - SR: Christian Struppeck (SV Illschwang) - Zuschauer: 100.

(tne) Einen überaus glücklichen Punktgewinn landeten die Germanen gegen Freudenberg. Dabei begannen die Gastgeber engagiert und hatten bereits nach drei Minuten die erste dicke Torchance, als Stürmer Florian Danzer Gästekeeper Meiler per Kopf zu einer Glanzparade zwang. Auch in der Folgezeit blieben die Germanen tonangebend. Nach gut 20 Minuten wurden die Gäste gefährlicher. In der 31. Minute dann die Führung für den SVF, als Maximilian Reindl nach tollem Zuspiel von Johannes Dotzler den Ball unhaltbar via Innenpfosten im Netz versenkte. In der zweiten Hälfte verloren die Germanen völlig den Faden. Folgerichtig kam der SVF auch durch Matthias Schlegl zu mehren guten Möglichkeiten, die die Mannen von Florian Neiß aber leichtfertig vergaben. So stand die Führung der Gäste bis in die Schlussphase auf schwammigen Beinen. Fünf Minuten vor dem Ende bekamen die Germanen nach einem Schubser von Wolfgang Daucher an Dominik Peter einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen. Der Verursacher wurde obendrein von Schiedsrichter Struppeck mit der Ampelkarte zum Duschen geschickt. Michael Behrend verwandelte sicher zum glücklichen Ausgleich. Wer nun glaubte die Germanen würden in Überzahl in den letzten Minuten auf den Sieg drängen, wurde bitter enttäuscht, denn die Gäste waren dem Sieg, mit zwei guten Möglichkeiten nach Eckbällen, in den Schlussminuten deutlich näher. Am Ende stand aber für die Germanen der erste Punktgewinn seit sieben Jahren gegen Freudenberg.

SVL Traßlberg 1:1 (1:0) ASV Haselmühl

Tore: 1:0 (3.) Patrick Donhauser, 1:1 (61.) Joel Lichtenfeld - SR: Keith Routon (Berg) - 1(75.) Becirovic Mesud - Zuschauer: 108.

(degr) Der SVL begann sehr konzentriert und ging bereits in der 3. Spielminute, nach klasse Pass von Becirovic, durch Patrick Donhauser in Führung. Als der Gästekeeper nur kurze Zeit später den Ball nicht sauber klären konnte, hätte Alexander Egerer auf 2:0 erhöhen können. Danach passierte nicht viel, dass Geschehen spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab und Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Kurz vor der Halbzeit dann die Riesenmöglichkeit für den ASV Haselmühl zum Ausgleich. Florian Amrhein vergab jedoch nach einer präzisen Flanke frei stehend. Nach der Halbzeit kam der ASV besser aus der Kabine. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite konnte jedoch Daniel Ibler den Ball nicht verwerten (52.). In der 61. Minute dann der Ausgleich für die Gäste aus Haselmühl. Nach einem langen Pass waren sich der SVL-Torwart und ein Verteidiger nicht einig. Joel Lichtenfeld nutzte die Chance und vollstreckte zum 1:1. In der 74. Minute dann beinahe das 1:2 für Haselmühl. Moser konnte jedoch den starken Freistoß von Matthias Schmidt mit einer Glanzparade entschärfen. Als dann Mesud Becirovic in der 76. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste, war der SVL auf Ergebnissicherung aus. Jedoch hätte Alexander Egerer in der Nachspielzeit fast den Siegtreffer erzielt. Seinen Freistoß klärte jedoch Gästekeeper Stiegler.

TuS/WE Hirschau 2:0 (1:0) DJK Utzenhofen

Tore: 1:0 Hubert Heckmann (9.), 2:0 Martin Winkler (67.) - SR: Christian Hirsch (SV Floss) - Zuschauer: 142 - Besonderes Vorkommnis: (45.) Philipp Falk (Hirschau) verschießt Foulelfmeter.

(cgh) Nicht mal zwei Minuten waren gespielt, als ein verunglückter Rückpass die Hausherren fast in Rückstand brachte, dies schien aber das Wecksignal für den TuS/WE zu sein. Michael Pienz hatte nach sieben Minuten dann fast die Führung auf dem Fuß nach schöner Vorarbeit von Johannes Pfab, besser machte es dann Hubert Heckmann in der 9.Minute, der eine verlängerte Ecke über die Linie beförderte. Den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kontrollierten die Kaoliner gegen zurückhaltende Gäste. Mit dem Pausenpfiff wurde der durchgebrochene Johannes Pfab im DJK-Strafraum nur per Foul gestoppt, den fälligen Elfmeter von Philipp Falk parierte allerdings DJK-Keeper Markus Ludwig. Dieser Fehlschuss lag den Hausherren auch bis weit in den zweiten Durchgang hinein offenbar schwer im Magen, Utzenhofen war nun dran am Ausgleich. TuS/WE-Schlussmann Alexander Köck hielt die Null mit einer tollen Parade gegen Michal Vanous (65.) und nur kurze Zeit später schlug der eben erst eingewechselte Martin Winkler zu (67.), damit war die Partie entschieden.

SV 08 Auerbach 2:0 (0:0) SC Luhe-Wildenau

Tore: 1:0 (48., Foulelfmeter) Matthias Förster, 2:0 (63.) Kevin Hudert - SR: Bernhard Hofmann (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 150.

(sht) Die Gastgeber wollten ihre makellose Heimbilanz fortsetzen und begannen druckvoll. Bereits in der vierten Minute kam der Auerbacher Kapitän Förster links im Strafraum zum Abschluss, seinen Heber konnte der Keeper aber gerade noch zur Ecke klären. Nur eine Minute später kam der gegnerische Keeper knapp vor Ficker an den Ball und konnte klären. Die 08er hielten den Druck zwar hoch, doch die gegnerische Abwehr stellte sich immer besser auf die Angriffe ein. Kurz nach der Pause bediente Szwaja den völlig frei stehenden Hudert auf rechts, der ging mit Tempo in den Strafraum und wurde gelegt. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den Matthias Förster sicher zum 1:0 (48.) verwandelte. Jetzt mussten die Gäste ihre Defensivtaktik aufgeben und kamen nach einer Stunde gefährlich vor das Auerbacher Tor, scheiterten aber an der vielbeinigen Abwehr. Ein schlechtes Abspiel des Gästekeeper erlief sich Hudert, ging rechts in den Strafraum, umkurvte auch noch den Keeper und schloss aus spitzem Winkel zum 2:0 ab (63.). Gegen die nun immer offensiver agierenden Gäste boten sich die Räume für Konter, doch der entscheidende Abschluss sollte nicht mehr gelingen. Die Gäste hatten in der Schlussphase zwar optische Vorteile kamen aber zu keiner nennenswerten Abschlussmöglichkeit mehr und somit hielt die tadellose Heimbilanz.

FC Edelsfeld 0:0 1. FC Neukirchen

SR: Marcel Pröhl (Bayreuth) - Zuschauer: 380.

(bkn) Meilenweit von der Form der vergangenen Wochen präsentierte sich der FCE beim Lokalderby. Neukirchen fühlte sich in der Außenseiterrolle pudelwohl und suchte von Beginn an sein Heil im Angriff. Nach und nach übernahm das Gästeteam das Kommando und brachte das FCE-Tor mehrmals, vor allem durch Weitschüsse, in Bedrängnis. Die Heimmannschaft fand gegen die gut organisierte FCN-Defensive kein Rezept und so blieb im Angriffsspiel vieles Stückwerk. Auch nach der Pause blieb die Hahnenkamm-Elf ungewohnt blass und war mit dem schmeichelhaften Spielstand noch gut bedient. Erst nach einem Pfostentreffer der Gäste in der 75. Minute löste der FCE - längst überfällig - die Handbremse. Die Edelsfelder Schlussoffensive hatte es dann in sich, doch sowohl Patrick Dehling als auch Mark v. d. Assem verfehlten beide um Haaresbreite das Gästetor und so blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

SSV Paulsdorf 3:5 (1:2) 1. FC Rieden

Tore: 0:1 (16.) Julian Reindl, 0:2 (32.) Patrick Hosch, 1:2 (43.) Sebastian Wittmann, 1:3 (51.) Martin Luschmann, 1:4 (59.) Julian Reindl, 2:4 (74.) Ilir Mujku, 2:5 (77.) Patrick Mehringer, 3:5 (78.) Tobias Scherm - Gelb-Rot: (86.) Ilir Mujku (Paulsdorf) - SR: Stefan Lachner - Zuschauer: 120.

Bestens unterhalten wurden die Fans auf dem Paulsdorfer Platz, vor allem die aus Rieden. Acht Tore waren die beste Quote an diesem Spieltag, auch wenn sich die Anhänger des SSV Paulsdorf nicht darüber freuen dürften. Daniel Humml und der zweifache Torschütze Julian Reindl verdienten sich auf Riedens Seite Bestnoten, bei Paulsdorf war Ilir Mujku und Sebastian Wittmann die auffälligsten Akteure.

TSV Königstein 2:2 (1:1) SV Inter Amberg

Tore: 1:0 (15.) Bernd Holzwarth, 1:1 (37.) Benjamin Schneider, 1:2 (60.) Albert Sejdiu, 2:2 (71.) Michael Pirner - SR: Tim Brauner - Zuschauer: 150.

(jsb) Inter begann wie zu erwarten sehr druckvoll und erspielte sich gleich zu Beginn zwei gute Möglichkeiten, die Keeper Hölzl jedoch entschärfte. Nach und nach kam auch der TSV besser ins Spiel. Johannes Fried scheiterte mit einem Schuss an Gäste-Keeper Hahn. Nach 15 Minuten machte es Holzwarth besser und versenkte einen Pass von M. Pirner zur frühen Führung. Königstein hielt gegen den Tabellenführer kämpferisch gut dagegen und machte den Ambergern das Leben schwer. Eine der wenigen Chancen der Gäste nutzte Schneider, nach einem langen Ball über die TSV-Abwehr, zum 1:1-Ausgleich. In der 60. Minute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt, als Sejdiu nach schöner Vorarbeit zum 2:1 traf. Dieses Tor war gleichzeitig ein Weckruf für die Königsteiner. Nach einem langen Ball traf Michael Pirner aus 20 Metern zum umjubelten Ausgleichstreffer (70.). In der Schlussphase stand das Spiel aus Messers Schneide, beide hatten gute Möglichkeiten. Auch aufgrund zweier gut aufgelegter Torhüter blieb es bei einem gerechten Unentschieden.
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