Fußball Kreisliga Süd
Kampf im Keller spitzt sich zu

Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
23.04.2016
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Vorne scheint in der Kreisliga Süd nach dem Patzer des TuS Kastl alles klar: Raigering wird vermutlich Meister. Aber in der Gefahrenzone wollen vier Mannschaften vermeiden, auf dem Relegationsplatz zu landen - außer Schmidmühlen gewinnt wider Erwarten beim TuS/WE Hirschau.

Amberg. Denn dann wären es mit dem SV Schmidmühlen fünf: TSV Königstein, DJK Ursensollen, FC Edelsfeld und der TuS Rosenberg. Königstein und Edelsfeld stehen sich im direkten Duell gegenüber. Verliert Rosenberg, sieht's für den TuS ganz düster aus. Verliert Schmidmühlen in Hirschau, dann kann die Elf von Marco Eckstein für die Kreisklasse planen.

TuS Rosenberg Germania Amberg

(kok) Zum nächsten richtungsweisenden Spiel empfängt der TuS Rosenberg den SC Germania. Da die letzten zwei Spiele gegen die Amberger jeweils mit 0:5 verloren wurden, können die Gäste getrost als Angstgegner bezeichnet werden. Zudem gewann Rosenberg am letzten Spieltag das Stadtderby beim Absteiger SV Loderhof nicht und ließ so wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen. Nun gilt es für die Mannen von Stefan Behringer, diesen Rückschlag abzuhaken und sich auf die kommenden Wochen zu konzentrieren, um die nötigen Punkte einzufahren.

DJK Utzenhofen Inter Bergsteig

(aun) Ein Dreier gegen den Gemeindenachbarn aus Kastl - damit hatte man bei der DJK nicht unbedingt gerechnet. Interimscoach Geitner/Hiereth sprach seiner Mannschaft ein Riesenkompliment aus, sie hatte im Heimspiel nahezu alles richtig gemacht, was aufgrund der zwei Ausfälle vom Traßlberger Spiel noch höher zu bewerten ist. Am Samstag um 16 Uhr gastiert im Wierlbach-Stadion der Tabellendritte Inter Bergsteig. Die seit mittlerweile neun Spiele ungeschlagenen Amberger werden versuchen, die Serie weiter auszubauen. Das Hinspiel haben sie bereits mit 2:1 gewonnen. Aber mit einem Sieg könnte Utzenhofen den sechsten Platz festigen und sich aller Abstiegssorgen entledigen. Mit einer ähnlich kämpferischen Einstellung wie in den letzten beiden Begegnungen sollte dies möglich sein. Es fehlen verletzungsbedingt weiterhin Patrik Ortner, Johannes Prüfling, und hinter dem Einsatz von Daniel Geitner steht ein großes Fragezeichen.

SVL Traßlberg SV Raigering

(degr) Mit vier Siegen plus zwei Unentschieden im Gepäck und einem gut aufgelegten Torjäger Nikolai Seidel reist der SV Raigering als Tabellenführer nach Traßlberg zum SVL. Lediglich eine einzige Saisonniederlage steht zu Buche. Das Team von Martin Kratzer ist kurz vor der Meisterschaft und möchte auch in Traßlberg als Sieger vom Platz gehen. Gespannt darf man auf den Auftritt der Traßlberger sein, wobei Trainer Ilker Caliskan mit Sicherheit Veränderungen vornehmen muss. Kapitän Martin Erras wurde angeschlagen ausgewechselt, einige Akteure sind derzeit nicht in Bestform oder haben Trainingsrückstand. Der SVL kann als Außenseiter befreit aufspielen. Die Mannschaft sollte aber vor allem in der Offensive wieder eine Schippe drauflegen und über den Kampf versuchen, ins Spiel zu finden. Alles andere als ein klarer Pandurensieg wäre eine faustdicke Überraschung.

TuS/WE Hirschau SV Schmidmühlen

(cgh) Zwei Niederlagen in Serie haben den Kaolinern nun Rang drei gekostet und kommt man weiter nicht in die Spur, droht sogar ein Abrutschen ins breite Mittelfeld der Liga. Zum vorletzten Heimspiel der Kreisliga-Saison erwartet der TuS/WE am Sonntag um 15 Uhr im Hirschauer Sportpark den SV Schmidmühlen. Die Lauterachtaler schweben nach einer Serie von vier Niederlagen am Stück in akuter Abstiegsnot, und eine weitere Schlappe würde wohl endgültig den Abstieg in die Kreisklasse besiegeln. SVS-Trainer Marco Eckstein wird seine Mannen also entsprechend einschwören auf die vielleicht letzte Chance. Wieder also eine heikle Aufgabe für die Truppe von Coach Jörg Gottfried, dem die Negativserie vor eigenem Publikum nach wie vor Kopfzerbrechen bereitet - immer noch wartet man 2016 auf den ersten Heimsieg. Der Ausfall von fünf wichtigen Akteuren zeigt nun scheinbar Wirkung, dennoch stehen dem Coach durch einige Rückkehrer aus der Krankenabteilung mehr Alternativen zur Verfügung.

DJK Ursensollen TuS Kastl

(mdl) Leidenschaft, Kampfgeist, Geschlossenheit - all die Tugenden, die Ursensollen in der Hinrunde noch auszeichneten und die aktuell so wichtig wären im Abstiegskampf, werden derzeit schmerzlich vermisst. Am vergangenen Wochenende bot die DJK eine äußerst dürftige Vorstellung, eine 0:4-Klatsche gegen die punktgleichen Germanen aus Amberg spricht Bände. Keine guten Vorzeichen für das anstehende Derby gegen den Nachbarn aus Kastl, gegen den es in den vergangenen Jahren nur Niederlagen hagelte. Der TuS steckt in einer Mini-Krise, denn in den vergangenen drei Begegnungen gelangt kein Sieg - und der Meisterschaftszug dürfte nach der Niederlage im Derby gegen Utzenhofen endgültig abgefahren sein. Allerdings wollen die Schweppermänner unbedingt den Vorsprung auf den Drittplatzierten behaupten, so dass reichlich Arbeit auf die DJK-Abwehr und Schlussmann Jakusevic zukommt. Trotz der Negativserie und Ausfälle appelliert Trainer Martin Schmidt jedoch weiter an sein Team, sich nicht aufzugeben, wieder mehr Konzentration und eine deutlich bessere Körpersprache an den Tag zu legen. Vielleicht entwickelt sich gerade das Derby, bei dem die DJK scheinbar ohne Druck befreit aufspielen kann, als Wachrüttler für die kommenden Begegnungen im Abstiegskampf.

TSV Königstein FC Edelsfeld

(jsb) Am Sonntag um 15 Uhr steigt in Königstein das Derby zwischen dem TSV und dem FC Edelsfeld. Beide Mannschaften stecken mitten im Abstiegskampf, der Sieger dieser Partie kann einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Der Trend der letzten Spiele spricht für die Gäste aus Edelsfeld, die zehn Punkte aus den letzten vier Spielen geholt und sich so überhaupt die Chance auf den Ligaverbleib erhalten haben. Auf Königsteiner Seite lief es die letzten Spiele nicht erfreulich, wartet man doch seit drei Runden auf einen Sieg. Die Leistungen der vergangenen Wochen waren meist ansehnlich, man schaffte es jedoch nicht, sich dafür zu belohnen. Deshalb ist es jetzt umso wichtiger, sich kämpferisch zu zeigen, die Gäste aus Edelsfeld auf Distanz zu halten und weitere Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Die Personalsituation beim TSV ist angespannt: Gebhard, Ringler und S. Pirner fehlen definitiv, hinter den Einsätzen von Müller und Paulus stehen noch Fragezeichen.

ASV Haselmühl SV Loderhof

(pme) Nach dem Unentschieden gegen Inter Amberg kommt mit dem SV Loderhof der bereits sichere Absteiger aus der Kreisliga ins Vilstalstadion. Die Gäste haben sich im Derby gegen Rosenberg gut verkauft und dem Nachbarverein ein achtbares 0:0 abgeknöpft. Das Hinspiel gewann der ASV klar mit 3:1, hat sich aber schwer getan. Normalerweise müssten die Eckl-Jungs das Spiel gewinnen, sie sollten jedoch die Loderhofer nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Verletztenliste beim ASV wird immer länger: Philipp Keilholz hat sich gegen Bergsteig eine Knieverletzung zugezogen. Ob Manuel Koch und Matthias Schmidt spielen werden, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.

Kreisliga Süd

26. Spieltag

Rosenberg - Germania Sa. 15 Uhr

Utzenhofen - Inter Sa. 16 Uhr

Hirschau - Schmidmühlen So. 15 Uhr

Haselmühl - Loderhof So. 15 Uhr

Königstein - Edelsfeld So. 15 Uhr

Ursensollen - Kastl So. 15 Uhr

Traßlberg - Raigering So. 15 Uhr



1. SV Raigering 23 53:16 50

2. TuS Kastl 23 46:26 42



3. SV Inter Amberg 23 41:29 37

4. TuS/WE Hirschau 24 45:38 37

5. ASV Haselmühl 23 33:23 36

6. DJK Utzenhofen 23 40:25 35

7. SSV Paulsdorf 24 40:32 34

8. Germania Amberg 23 47:27 33

9. SVL Traßlberg 23 28:26 33

10. TSV Königstein 24 35:49 31

11. DJK Ursensollen 23 33:33 30



12. FC Edelsfeld 24 36:41 28

13. TuS Rosenberg 23 24:38 27

14. SV Schmidmühlen 24 26:56 21

15. SV Loderhof 23 12:80 6
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