Fußball Kreisliga Süd
Mit Eichhörnchen-Methode

Eine Riesenchance vergab in dieser Szene David Kubik vom SV Inter Bergsteig Amberg (links) frei stehend vor dem Hirschauer Torhüter Alexander Köck (rechts hinten), als sein Schuss am Tor vorbei strich. Bild: Ziegler
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
26.09.2016
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Vorne bleibt alles gleich, hinten auch: In der Kreisliga Süd verpasst der SV Inter Bergsteig Amberg mit dem 2:2 gegen TuS/WE Hirschau den Sprung an die Tabellenspitze. Der SSV Paulsdorf hätte seine missliche Lage verbessern können und müssen, doch zwei Tore wie aus dem Nichts kommen dazwischen.

Amberg. Michael Schlegl und Johannes Dotzler heißen die Schützen des SV Freudenberg, die binnen drei Minuten die Hoffnungen des Schlusslichts auf ein Remis oder gar mehr zerstörten. Die Spieler des SV Inter könnten sich wohin beißen, hatten sie doch die Wachablösung auf dem Fuß und hätten nur ihren Zwei-Tore-Vorsprung gegen den Spitzenreiter Hirschau über die Zeit bringen müssen. Nichts war's, deswegen bleibt der TuS/WE vorne.

Passend für die Zeit kurz vor dem Winter erarbeitet sich der SVL Traßlberg nach der Eichhörnchen-Methode das nächste Remis, das nächste Pünktchen, diesmal gegen den TSV Königstein.

Inter Amberg 2:2 (0:0) TuS/WE Hirschau

Tore: 1:0 (57.) Andrej Dauer, 2:0 (73.) Benjamin Schneider, 2:1 (78.) Benedikt Sehr, 2:2 (82.) Michael Pienz - SR: Joseph Decker - Zuschauer: 70.

Das Spitzenspiel der Kreisliga endete mit einem bitteren Remis für Inter. Die Kipry-Truppe, die urlaubsbedingt auf Kruppa, Granit Sejdiu, Waldemar Waschkau und Dobler verzichten musste, führte die Hirschauer regelrecht vor, ließ sich dann in der Schlussphase noch die Butter vom Brot nehmen. Die eigentlich geschwächten Bergsteiger machten Druck und hatten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Eine tolle Kombination von Kubik über Dauer an Schneider scheiterte am Keeper (30.). Die nächste clever eingefädelte Möglichkeit der Gastgeber (43.) wurde von der Hirschauer Abwehr zunichte gemacht. Gefährlich wurde es für Inter, als Hirmer auf Pienz gab. Inter-Keeper Hahn war allerdings zur Stelle. Kurz nach der Pause traf Hirschau nur die Latte der Hirschauer (50.). Nachdem Schneider mit seinem Schuss nach Vorgabe von Kubik sehr knapp das Tor verfehlte (55.), vollstreckte Dauer zur verdienten 1:0-Führung, als er einen Eckball direkt ins Tor zirkelte (59.). Schneider baute die Führung schön zum 2:0 aus (73.), und eigentlich war die Partie schon gelaufen. Als Sehr allerdings nach einer Ecke den überraschenden Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte (78.), wurde es doch noch brenzlig. Nur ein paar Minuten fehlende Konzentration bei Inter ließen sogar noch den glücklichen Ausgleich der Hirschauer zum 2:2 durch Pientz zu (82.).

SC Luhe-Wildenau 3:2 (1:0) 1. FC Rieden

Tore: 1:0 Martin Scheinherr (26., Foulelfmeter), 1:1 Daniel Humml (53.), 2:1 Jan Broz (60., Foulelfmeter), 2:2 Tobias Eichenseer (75., Foulelfmeter), 3:2 Sebastian Urban (80.) - SR: Markus Bäuml (SV Kohlberg-Röthenbach) - Zuschauer: 200 - Gelb-Rot: (58.) Martin Hillen (Rieden).

Für Luhe-Wildenau war das 3:2 ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf. Die Gäste starteten dominant in die Partie und hatten durch Hirteis und Hummel in den ersten 15 Minuten zwei große Chancen zur Führung, scheiterten aber am überragend haltenden SC-Keeper Mulac. In der 26. Minute ging die Heimelf dann etwas überraschend in Führung. Honig stoppte einen SC-Spieler im Strafraum regelwidrig, und den fälligen Elfmeter verwandelte Martin Scheinherr sicher. Bis zur Halbzeit hatte Rieden weitere gute Gelegenheiten, aber Mulac hielt die Führung für den SC fest. In der 53. Minute konnte dann auch der SC-Torwart den Gegentreffer nicht mehr verhindern, als Hummel sich mit einem sehenswerten Solo bis zu Fünfmeterraum dribbelte und zum 1:1 abschloss. In der 58. Minute war der Arbeitstag für Martin Hillen nach seiner zweiten gelben Karte dann vorzeitig beendet. Nur zwei Minuten später war es dann Jan Broz der per Foulelfmeter die Luhe-Wildenauer erneut in Führung brachte. Diese hatte aber nur eine Viertelstunde Bestand, da Eichenseer in der 75. Minute ebenfalls durch einen Foulelfmeter das 2:2 erzielte. Sebastian Urban setzte in der 80. Minute den Schlusspunkt unter diese dramatische Partie. Mit einem abgefälschten Schuss aus gut 20 Metern erzielte er den viel umjubelten Treffer zum 3:2.

1. FC Neukirchen 0:2 (0:2) DJK Utzenhofen

Tore: 0:1 (5.) Jiri Abel, 0:2 (33.) Daniel Geitner) - SR: Felix Schultes (Ottensoos) - Zuschauer: 150.

(röt) Der frühe Rückstand der Heimelf entstand nach einem folgenschweren verlorenen Zweikampf vor dem Strafraum, der Utzenhofen in Überzahl vors Tor brachte und Jiri Abel ungehindert einschieben konnte. Danach versuchte Neukirchen dagegenzuhalten und konnte das Spiel im Gleichgewicht halten. Torgelegenheiten ergaben sich beiderseits. Ein hoch geschlagener Ball zum Seitenwechsel in den Neukirchener Strafraum brachte allerdings Daniel Geitner ins Spiel. Aus spitzem Winkel beförderte er per Kopfball die Kugel über den Torwart hinweg ins lange Eck. Die bereits schwer dezimierte Mannschaft des FCN, die vor dem Spiel noch Timo Bielesch und während der Partie David Triska durch Verletzung verlor, versuchte sich mit allen Mitteln zu behaupten. Die Abwehr mit Jeremias George und Ales Zach im Zentrum verhinderte zusammen mit Keeper Peter Fillinger eine höhere Führung der Gäste. In einem kampfbetonten Spiel blieb Neukirchen mit seinen wenigen Strafraumszenen der Anschlusstreffer verwehrt. In Anbetracht der Umstände zog sich die Heimelf noch gut aus der Affäre.

SV Freudenberg 3:0 (0:0) SSV Paulsdorf

Tore: 1:0 Michael Schlegl (63.), 2:0/3:0 Johannes Dotzler (66./88.) - SR: Enes Özbay (SV Anadoluspor Weiden) - Zuschauer: 180.

(koa) Ein hartes Stück Arbeit war das Gemeindederby für die Freudenberger, der Endstand spiegelt keineswegs das Kräfteverhältnis über die 90 Minuten. In ersten Abschnitt gab es teilweise hervorragende Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, ein Treffer wollte aber keinem Team gelingen. Nach dem Wechsel waren die Gäste aus Paulsdorf die klar tonangebende Mannschaft. Nur mit Glück konnte Freudenberg das 0:0 halten, weil Paulsdorf beste Einschussmöglichkeiten nicht nutzen konnte. Dann fiel die Entscheidung binnen drei Minuten. Wie aus dem Nichts erzielten Michael Schlegl (63.) sowie Johannes Dotzler (66.) die 2:0-Führung. Damit war das Spiel entschieden. Den Schlusspunkt setzte wiederum SV-Kapitän Johannes Dotzler, als er per Freistoß aus 25 Metern das Spielgerät mit einem Traumtor zum 3:0 in den Winkel versenkte.

SVL Traßlberg 2:2 (2:0) TSV Königstein

Tore: 1:0 (7.) Alexander Egerer, 2:0 (43.) Mesud Becirovic, 2:1 (72.) Christoph Müller, 2:2 (82., Elfmeter) Bernd Schmidt - SR: Joseph Decker (Schmidmühlen) - Zuschauer: 70.

(degr) Alexander Egerer hämmerte in der 7. Spielminute den Ball aus gut 25 Metern unhaltbar in den Winkel. Der SVL spielte in der Anfangsphase sehr diszipliniert und ließ die Gäste nicht zur Entfaltung kommen. So dauerte es bis zu 27. Minute, bis die Königsteiner das erste mal gefährlich vor dem Tor von Sebastian Moser auftauchten. Einen Schuss von Ringler parierte er jedoch glänzend und auch den Nachschuss konnte er überragend klären. In der 43. Minute erzielte Mesud Becirovic das 2:0 per Freistoß. In der zweiten Halbzeit bestimmte Königstein zwar die Partie, ohne sich nennenswerte Torchancen zu erspielen. Traßlberg agierte weiterhin aus einer gut gestaffelten Defensive und verlegte sein Spiel auf Konter. Christoph Müller köpfte nach einem Eckball unhaltbar zum 2:1 ein. Ian Brown hätte auf Traßlberger Seite kurze Zeit später das 3:1 erzielen können, als er alleine vor dem Gästetor auftauchte. Sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. So kam es wie es kommen musste. In der 82. Minute bekam der TSV einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, den Bernd Schmidt zum 2:2 verwandelte.

FC Edelsfeld 2:3 (1:0) SV 08 Auerbach

Tore: 1:0 (5.) Bastian Kölbel, 1:1/1:2 (47./50.) Manuel Trenz, 2:2 (60.) Bastian Kölbel, 2:3 (71.) Manuel Trenz - SR: Klaus Gilch - Zuschauer: 300 - Gelb-Rot: (41.) Jonas Freiberger (Auerbach), wiederholtes Foulspiel.

(bkn) Ein Doppelpack von Bastian Kölbel in seinem letzten Heimspiel im Trikot der Edelsfelder reichte nicht zum Punktgewinn, denn der SV Auerbach hatte mit dem Dreifachtorschützen Manuel Trenz den überragenden Mann auf dem Platz. Von Beginn an hielt die Partie, was sie im Vorfeld versprach. Nach der ersten vergebenen Großchance durch die Gäste machte es Bastian Kölbel im Gegenzug besser und ließ mit einem wuchtigen Kopfball dem Gästetorwart keine Chance. Danach erspielten sich die Gäste zwar optisch ein Übergewicht, doch die Edelsfelder Defensive hielt clever dagegen. Als kurz vor der Pause der bereits verwarnte Freiberger des Feldes verwiesen wurde, schien vieles für den FCE zu sprechen. Doch der SV 08 drehte nach dem Kabinengang innerhalb von fünf Minuten die Partie, als Manuel Trenz die nun unsortiert wirkende Edelsfelder Hintermannschaft zweimal überwand. Die Heimelf brauchte einige Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen, ehe sie wiederum durch einen Treffer von Kölbel zurück ins Spiel fand. Doch die Freude währte nicht lange, da in der 71. Minute erneut Manuel Trenz einen Abwehrfehler zur Führung nutzte. Der FCE warf nun alles nach vorne aber das Happy-End blieb diesmal aus, da Bastian Kölbel in der Schlussphase erst am glänzend reagierenden Torhüter scheiterte und mit dem Schlusspfiff das Gehäuse um Haaresbreite verfehlte.

ASV Haselmühl 0:2 (0:0) Germania Amberg

Tore: 0:1/0:2 (56./79.) Florian Danzer - SR: Markus Gruber (Altdorf bei Nürnberg) - Zuschauer: 130.

(pme) In der Anfangsphase gab es je eine gute Chance auf beiden Seiten, welche jedoch von den gut disponierten Torhütern entschärft wurden. Das Spiel war in der ersten Spielhälfte ausgeglichen, bis auf einen Konter, nach dem Matze Schmidt den Ball aus spitzen Winkel nicht im Tor unterbringen konnte. Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Gäste weitgehend das Spielgeschehen, so musste ASV-Torwart Stiegler kurz nach Beginn Kopf und Kragen riskieren um zu klären. Das Führungstor für die Gäste fiel nach einem Konter über die rechte Seite, Florian Danzer kann nach einer Flanke unhaltbar zum 1:0 vollstrecken. Auch das 2:0 fiel wiederum nach einem Konter über rechts durch Danzer. Der Sieg für die Germanen geht in Ordnung, sie waren über weite Strecken die agilere Mannschaft.
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