Fußball Kreisliga Süd
Paulsdorf steigt auf

Da fliegen die Dreckbatzen, wenn der Paulsdorfer Innenverteidiger Sebastian Bayer (links) und der Königsteiner Stürmer Michael Pirner (rechts) einen Wettlauf veranstalten. Bild: Ziegler
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
07.11.2016
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Ein perfekter Sonntag für den TuS/WE Hirschau: Einen Verfolger selbst abgeschüttelt, den Rest erledigt der 1. FC Rieden für den Tabellenführer der Kreisliga Süd.

Amberg. Denn der Aufsteiger trotzte dem Tabellenzweiten SV 08 Auerbach mit 3:3 ein Remis ab und sorgte dafür, dass der Vorsprung der Hirschauer auf inzwischen acht Punkte anwuchs.

Die Talfahrt des SSV Paulsdorf hat ein Ende: Seit Wochen ackert sich die Elf von Trainer Wolfgang Grünwald nach oben, und jetzt hat sie mit dem 2:1-Sieg über den TSV Königstein erstmals einen einstelligen Tabellenplatz besetzt. Der SV Freudenberg hingegen kommt nicht vom Fleck: Ein mageres 2:2 gegen Edelsfeld reicht nicht, um den Relegationsplatz zu verlassen.

1. FC Rieden 3:3 (1:1) SV 08 Auerbach

Tore: 0:1 (17.) Dominik Meyer, 1:1 (30.) Daniel Wein, 1:2 (50.) Matthias Förster, 1:3 (54.) Manuel Trenz, 2:3 (60.) Patrick Hosch, 3:3 (65.) Pascal Hirteis - SR: Erwin Großhauser (DJK/SpVgg Rohr) - Zuschauer: 110 - Besonderes Ereignis: (25.) FC-Torwart Alexander Feigl hält Foulelfmeter von Matthias Förster.

(riw) Bereits in der 54. Minute schien die Partie bereits zugunsten der Auerbacher entschieden zu sein. Bis dahin führten die Gäste nach einem Doppelschlag fast uneinholbar mit 1:3. Rieden erspielte sich in der ersten Halbzeit zwar leichte Feldvorteile, entscheidend war jedoch die Auerbacher Kontertaktik mit ihren schnellen Spitzen. Der 1:1-Anschlusstreffer durch Daniel Wein (30.) hielt den FC noch am Leben. Rieden kam ebenfalls mit zwei Toren durch Patrick Hosch (60.) und Pascal Hirteis (65.) innerhalb von fünf Minuten zurück ins Spiel. Held der Partie war Riedens Torwart Alexander Feigl, der in der 25. Minute einen von Matthias Förster platziert geschossenen Foulelfmeter mit einer Glanzparade abwehrte. Auch in der Folgezeit glänzte Feigl mit mehreren Paraden und hervorragendem Stellungsspiel, so auch 20 Minuten vor Ende der Begegnung, als er wiederum gegen Förster Sieger blieb, nachdem dieser alleine vor seinem Gehäuse auftauchte und somit Feigl das Unentschieden festhielt.

SSV Paulsdorf 2:1 (1:1) TSV Königstein

Tore: 1:0 (25.) Tobias Scherm, 1:1 (38.) Johannes Fried, 2:1 (57.) Christian Schreier - SR: Gerald Adler (FC Jura 05) - Zuschauer: 85.

(ac) Paulsdorf setzte den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fort. Nach einigen überhastet vergebenen Chancen schoss Goalgetter Tobias Scherm seine Farben in Front (25.). Vorausgegangen war ein herrlicher Spielzug über Christian Schreier und Ilir Mujku. Die Gäste drückten nun etwas mehr, konnten sich aber nicht entscheidend in Szene setzen. Beim Ausgleich düpiert Königsteins Johannes Fried die bis dahin gut stehende SSV-Abwehr und hatte alleine gegen Keeper Heldmann keine Mühe zu vollstrecken (38.). Die Platzherren kamen entschlossen aus der Halbzeitpause. Nach 57 Minuten war es dem stets Unruhe stiftenden Christian Schreier vorbehalten, den SSV erneut in Front zu schießen. Dabei mogelte er sich zwischen Abwehrspieler und Torwart und erwischte Hölzl per Kopf auf dem falschen Fuß (57.).

DJK Utzenhofen 2:2 (1:1) SVL Traßlberg

Tore: 1:0 (1.) Daniel Geitner, 1:1 (8.) Johann Henschke, 2:1 (55., Foulelfmeter) Michael Geitner, 2:2 (86.) Fabian Gaudemann - SR: Gögebakan Erkan (SV Eyüp Sultan Nürnberg) - Zuschauer: 85 - Gelb/Rot: (89.) Christian Lang (DJK), wiederholtes Foulspiel.

(aun) Ein überlegener Gastgeber kam gegen die defensiv eingestellten Traßlberger nur zu einem 2:2 wie im Hinspiel. Mit einer erlaubten Härte wurden die Stürmer der DJK in die Schranken gewiesen. Dabei wurden in der 1. Spielminute die guten Vorsätze vom Sturmführer Daniel Geitner erfüllt. Im Alleingang brachte der Stürmer Utzenhofen mit 1:0 in Führung. Eine Unachtsamkeit in der 8. Minute schenkte den Gästen durch einen abgefälschten Ball durch Johann Henschke das 1:1. Nach der Pause kam die DJK engagierter aus der Kabine. In der 55. Minute wurde Daniel Geitner im Traßlberger Strafraum zu Fall gebracht. Den Strafstoß verwandelte sein Bruder Michael Geitner zum 2:1. Das Spiel wurde hektischer, wobei der Schiedsrichter nicht immer eine glückliche Figur abgab. In der 86. Minute erzielten die Traßlberger durch Fabian Gaudermann den 2:2-Ausgleich.

SC Luhe-Wildenau 0:0 ASV Haselmühl

SR: Christian Hirsch (SV Floß) - Zuschauer: 60

In einer an Höhepunkten armen Partie auf schwachem Kreisliganiveau trennten sich der SC Luhe-Wildenau und der ASV Haselmühl torlos. Der Beginn ließ noch auf ein ereignisreiches Spiel hoffen. In der 2. Minute schoss Gleißner aus elf Metern vorbei. Nur drei Minuten später wehrte Mulac mit seinen Innenverteidigern eine Dreifachchance der Haselmühler ab. Danach verflachte die Begegnung zusehends. In der 43. Minute hatte Matthias Schmidt die große Möglichkeit zur Gästeführung. In der zweiten Halbzeit war der SC die aktivere Mannschaft, wirklich gefährlich wurde es für das Haselmühler Tor aber nie. In der 86. Minute wäre den Gästen beinahe der Lucky Punch geglückt. Lehnert verlor einen Zweikampf gegen Schmidt, der auf SC-Keeper Mulac zulief. Lehnert konnte den ASV-Stürmer aber noch abdrängen, so dass dessen Schuss aus spitzem Winkel kein Problem für Mulac war.

1. FC Neukirchen 1:5 (1:1) Inter Amberg

Tore: 1:0 (6.) Timo Bielesch, 1:1 (28.) Granit Sejdiu, 1:2 (46.) Eigentor, 1:3 (70.) David Kubik, 1:4 (83.) Nicolai Dürbeck, 1:5 (86.) David Kruppa - SR: Thomas Schnaubelt (TSV Velden) - Zuschauer: 140.

(röt) Nach der frühen Führung des 1. FCN durch Timo Bielesch in der 6. Minute machte sich in den Reihen der Anhänger Optimismus breit. Maxi Witzel wurde links steil geschickt, brachte eine gute Flanke vors Tor, die Bielesch einschoss. Ein rasantes Spiel ging hin und her. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Innenverteidiger Jeremias George wendete sich das Blatt, und Inter baute Druck Richtung Neukirchener Tor auf. Einen hohen Ball in den Strafraum konnte Peter Fillinger nicht abfangen, und Granit Sejdiu köpfte unbehindert ein.

Sekunden nach Wiederbeginn gab es den nächsten Niederschlag: Das Neukirchener Tor wurde heftig bedrängt, und Ales Zach brachte bei einem Abwehrversuch den Ball zum 1:2 ins eigene Tor. Das Bemühen des FCN ging trotz Feldüberlegenheit von Inter weiter. Die 70. Minute: Ein FC-Innenverteidiger rutschte auf dem schwammigen Boden weg und machte so unfreiwillig den Weg für David Kubik frei, der allein aufs Tor zog und einschoss. Das ergab einen Bruch ins Neukirchener Spiel. So musste die nahezu kopflose Abwehr das 1:4 (84.) durch Nicolai Dürbeck hinnehmen. Das Fehlen der George-Brüder machte sich deutlich bemerkbar. Das 1:5 war kurios: Der FC-Keeper Petr Fillinger schlug den sicheren Ball nicht nach vorn, sondern machte sich selbst mit dem Ball am Fuß auf den Weg zum Gästetor, blieb an den Gegenspielern hängen, von denen David Kruppa den Ball aus der Entfernung ins verlassenen Tor schoss.

TuS/WE Hirschau 4:2 (0:0) Germania Amberg

Tore: 1:0 Tobias Rudlof (50., Eigentor), 1:1 Rene Schneider (62.), 2:1 Daniel Huber (71.), 3:1 Johannes Schuster (79.), 3:2 Michael Behrend (87.), 4:2 Yunus Sari (90.) - SR: Roland Wendl (Störnstein) - Zuschauer: 165.

(cgh) Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer im Hirschauer Sportpark. Durchgang eins war geprägt von Abspielfehlern auf beiden Seiten, die jedoch beiderseits nicht genutzt wurden, Torchancen waren hüben wie drüben nicht zu verzeichnen. Dies änderte sich in der zweiten Halbzeit schlagartig. Nach 50 Minuten schlug Raphael Hirmer eine Flanke in den Strafraum der Germanen, die Tobias Rudlof klären wollte, dabei aber seinen eigenen Keeper überlupfte, die Kaoliner lagen in Front. In der Folgezeit nahmen die Germanen das Heft in die Hand und kamen folgerichtig nach 62 Minuten zum Ausgleich. Adrian Meyer setzte sich auf der Außenbahn durch, und sein Zuspiel versenkte der kurz zuvor eingewechselte Rene Schneider zum Ausgleich. Aber die Kaoliner bewiesen Moral, benötigten beim 2:1 aber die tatkräftige Mithilfe von Gäste-Keeper Andreas Appel, der Daniel Huber eine Flanke maßgerecht auflegte. Kurze Zeit später schien die Entscheidung gefallen, als Johannes Schuster einen Freistoß von Johannes Pfab zum 3:1 verwandelte. Aber die Ficarra-Truppe gab nicht auf, ein abgefälschter Schuss von Michael Behrend bedeutete das 3:2 (87.). Für die Entscheidung sorgte Yunus Sari mit dem 4:2 in der Schlussminute.

SV Freudenberg 2:2 (0:0) FC Edelsfeld

Tore: 1:0 Wolfgang Daucher (56.), 1:1 Simon Meidenbauer (70.), 1:2 Simon Ströhl (80.), 2:2 Maximilian Reindl (87.) - SR: Bernhard Hofmann (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 90.

(koa) Auch gegen Edelsfeld konnte Freudenberg nicht den erhofften Befreiungsschlag landen, obwohl der SV über die gesamten 90 Minuten bemüht war. Aufregung nach 27 Minuten, als der Schiedsrichter nach klarem Handspiel der Gäste im Strafraum nicht auf den Punkt zeigte, sondern weiterspielen ließ. Nach dem Wechsel dann die Führung der Freudenberger, als Wolfgang Daucher eine Freistoßflanke von Johannes Dotzler per Kopf verwertete. Dies brachte aber nicht die erhoffte Sicherheit ins Spiel der Hausherren, was Edelsfeld eiskalt bestrafte. Den Ausgleich erzielte Spielführer Meidenbauer (70.), und als Ströhl zehn Minuten vor dem Ende auf 1:2 erhöhte, schienen die Felle für die Neiß-Elf davonzuschwimmen. Das Aufbäumen in der Schlussphase wurde mit dem verdienten Ausgleich durch Maximilian Reindl (87.) belohnt. Mit dieser Punkteteilung steckt Freudenberg weiterhin im Tabellenkeller fest.
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