Fußball Toto-Pokal
FV Vilseck ist draußen

Viktor Schuppe (vorne), zu Beginn dieser Saison vom Bezirksligisten SV Hahnbach zum B-Kassisten FC Freihung gewechselt, und seine Mitspieler waren im Viertelfinale des Toto-Pokal dem ASV Haselmühl (hinten Christian Preischl) durchaus ebenbürtig und hatten in der ersten Hälfte die deutlich besseren Chancen. Bild: ref
Sport
Kreis Amberg-Sulzbach
01.09.2016
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Drei Spiele, eine Überraschung: Im Viertelfinale des Toto-Pokals setzen sich mit dem SV Raigering, dem SV Inter Bergsteig Amberg und dem ASV Haselmühl drei Favoriten durch.

Amberg. Der SV 08 Auerbach, seines Zeichens Kreisligist, erteilte seinem Ex-Trainer Thomas Daschner eine Abfuhr und warf mit 3:2 den Bezirksligisten FV Vilseck aus dem Rennen. Bis auf die Partie des SV Raigering waren die anderen Begegnungen alles andere als klar: Der FC Freihung, ein B-Klassist, zeigte sich dem Kreisligisten ASV Haselmühl auf Augenhöhe und verlor äußerst unglücklich mit 0:1. Und der SV Inter Bergsteig musste in Ursensollen ins Elfmeterschießen, bewies aber hier Nervenstärke.

DJK Ebnath 0:3 (0:1) SV Raigering

Tore: 0:1 (30.) Michael Meyer, 0:2 (59.) Maximilian Prechtl, 0:3 (69.) Tim Wrosch - SR: Timmy Joe Schlesinger (SV Altenstadt) - Zuschauer: 200.

Der SV Raigering machte sein Versprechen wahr und nahm auch das Viertelfinale ernst. Trotz einer starken Leistung musste die DJK die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Raigering brauchte allerdings einen Blackout der Ebnather, um zur Führung zu kommen. Erst danach wurden die Gäste zwingender, doch Ebnath hielt weiter dagegen. Nach einem völlig unnötigen Freistoß sorgte Prechtl mit seinem sehenswerten Kopfballtreffer für die Entscheidung.

SV 08 Auerbach 3:2 (1:0) FV Vilseck

Tore: 1:0 (1.) Matthias Förster, 1:1 (49.) Frederic Pröls, 2:1/3:1 (54./58.) Dominik Szwaja, 3:2 (87.) Franz Behmer - SR: Patrick Arnold (TSV Königstein) - Zuschauer: 120.

(sht) Die Gastgeber hatten einen optimalen Start. Nach einen gut getimten Pass aus der Auerbacher Hälfte gewann Michael Schnödt rechts das Laufduell, passte zur Mitte und Matthias Förster schob den Ball in der ersten Spielminute zum 1:0 über die Linie. Durch diesen frühen Treffer beflügelt hatten die Bergstädter durch Ficker die Chance zu erhöhen, doch dessen Volleyschuss von der Strafraumgrenze entschärfte Keeper Pröls glänzend. Nach gut 20 Minuten war die Partie ausgeglichen mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause scheiterte Reiser mit einem 25-m-Freistoß an der Mauer, im Nachschuss drosch erneut Reiser den Ball an die Lattenunterkante, und anschließend hatte der Auerbacher Keeper Glück, dass der Ball von seinem Rücken nicht ins Tor sprang sondern kurz vor der Linie gesichert werden konnte. Auch nach der Pause ein schneller Start, doch diesmal für die Gäste. Eine Ecke wurde am ersten Pfosten durchgelassen und Frederic Pröls drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken. Dieses Remis hatte aber nur kurz Bestand. Nach einer zu weiten Ecke der Auerbacher setzte sich Ficker gegen zwei Gegenspieler durch, passte präzise in den Rückraum und Szwaja schloss zum 2:1 ins lange Eck ab. Nach einem Pass durch die Abwehr ging Hudert rechts in den Strafraum, legte den Ball in den Rückraum und Szwaja traf zum 3:1 aus zehn Metern. Ein Distanzschuss von Behmer senkte sich in der 87. Minute auf das Auerbacher Tor und sorgte durch den 3:2-Anschlusstreffer nochmals für Spannung. In den letzten Spielminuten warfen die Vilsecker nochmals alles nach vorne. Ein Kontertor der Auerbacher mit dem Schlusspfiff wurde wegen Abseits annulliert, was aber am Weiterkommen der Auerbacher nichts mehr änderte.

DJK Ursensollen n.E. 6:7 SV Inter Amberg

Tore: 0:1 (2.) Benjamin Schneider, 0:2 (20.) Andrej Dauer, 1:2 (68.) Manuel Strobl, 2:2 (75.) Eigentor - SR: Adrian Kohn (Germania Amberg) - Zuschauer: 70.

(mdl) Bereits vom Anstoß weg, als die DJK gedanklich noch nicht ganz auf dem Platz zu schein schien, erzielten die Gäste durch Schneider prompt die Führung, als er gegen zwei Abwehrspieler zum Schuss kam. Nach dieser ersten Drangphase der Kipry-Elf fand die Heimelf besser ins Spiel und tauchte das ein oder andere mal vor dem Gehäuse von Inter-Keeper Steinbach auf, richtig gefährlich wurde es aber nicht. Die nächste kalte Dusche folgte, als Dauer über halbrechts nicht attackiert wurde und freie Bahn zum Tor hatte - die beruhigende 0:2-Führung für die Bergsteig-Elf war die Folge. Danach war die Luft auf beiden Seiten etwas raus und das Spiel plätscherte so vor sich hin. Erst nach gut einer Stunde keimten wieder leise Hoffnungen im Ursensollener Lager, als Strobl per Freistoß den Anschluss herstellte. Auch danach war die Heimelf weiter im Vorwärtsgang und aus einem Gewühl im Strafraum heraus fälschte ein Inter-Akteur einen Schuss von Kotzbauer in die eigenen Maschen ab. Danach wachten auch die Gäste nochmals auf und drängten ihrerseits auf die Entscheidung, allerdings kam bis zum Schlusspfiff nichts mehr Zählbares dabei heraus. So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen, in dem Inter die besseren Nerven hatte und sich mit 5:4 durchsetzte.

FC Freihung 0:1 (0:1) ASV Haselmühl

Tor: 0:1 (44.) Daniel Ibler - SR: Wolfgang Schötz (SV Hahnbach) - Zuschauer: 100.

(rth) Etwas unglücklich endete der Traum des B-Klassisten vom weiterkommen gegen den Kreisligisten. In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer keinerlei Klassenunterschied, eher hatte die Heimelf die etwas besseren Gelegenheiten durch Krapf, Schuppe und Kuttich, die jedoch der sehr sichere Gästekeeper Stiegler entschärfte. Freihung kam nur einmal in Gefahr, musste aber kurz vor dem Pausenpfiff die zu diesem Zeitpunkt glückliche Gästeführung hinnehmen, als nach einem Querschläger Ibler den Ball über den herausstürzenden Torwart Gilch ins Netz köpfte.

In Halbzeit zwei erhöhte Haselmühl zunächst die Schlagzahl, und die FC-Abwehr musste einige brenzlige Situationen überstehen, dann kam aber auch Freihung wieder ins Spiel und konnte die Partie weiterhin ausgeglichen gestalten. In der Schlussphase versuchte der FC alles, um den Ausgleich zu erzielen, bei einer Vielzahl von Eckbällen und Freistößen war jedoch Torwart Stiegler jederzeit Herr der Lage. Bei der entblößten Abwehr ergaben sich natürlich Kontermöglichkeiten für Haselmühl, so scheiterte Amrhein erst mit einem Heber und dann an der Latte. Fazit: eine starke Leistung des FC Freihung, die für kommende Aufgaben Mut macht.
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