50. Burgfest des Alpenvereins
Weit mehr als nur ein Adrenalinkick

Den von Pater Christian Liebenstein zelebrierten Gottesdienst in der Pfaffenhofener Kirche St. Martin gestalteten die Lintacher Sänger und die Blechernen Saiten (Ingrid und Franz Gericke, links) musikalisch. Bilder: jp (2)

Pfaffenhofen. Es war alles wie sonst, aber nur fast. Denn dieses Mal vertrieb ein Gewitter die Alpinisten vom Wiesenkreuz in die Pfarrkirche St. Martin in Pfaffenhofen. Mit der Waldlermesse feierte der Alpenverein auf der Schweppermannsburg das 50. Jubiläum des Burgfests.

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In seiner Predigt ging Pater Christian Liebenstein von den Ensdorfer Salesianern auf die besondere Herausforderung im Leben vor allem der jungen Menschen ein. Das Qutdoor-Filmfestival in der Schweppermannsburg am Abend zuvor habe gezeigt, zu welch außergewöhnlichen Leistungen und waghalsigen Abenteuern gerade junge Menschen bereit sind - um einen Adrenalinkick zu bekommen und zu sehen, wie schön Gottes Natur ist. In der Messe sagte Liebenstein, dass es auch da eine Herausforderung zu bestehen gibt: den Glauben an Gott. Auch dies erfordere von den Menschen Mut. Gott rufe die Menschen in den verschiedensten Situationen, auch wenn sie noch so schwierig seien, und biete seine Hilfe an. "Dabei ist es wie im Leben: Man muss daran glauben und das Wagnis eingehen", erklärte der Geistliche.

Dr. Rolf Pfeiffer, Alpenvereins-Vorsitzender und "Burgherr", skizzierte nach der Messe die Geschichte des Festes, die am 10. Juni 1966 begann. Damals pachtete die Sektion Amberg die Burg vom Freistaat Bayern (Landbauamt Amberg). Die ersten Burgpioniere waren Adi Schmidt, Georg Wendl, Alfons Altmann, der auch am Festgottesdienst teilnahm, Erhard Stöcklmeier, Franz Lauser sowie Rudi und Franz Kracher.

Keine Übernachtungen


Vor einigen Jahren kaufte der 2300 Mitglieder starke Verein die Burg, auch dank der Hilfe des Marktes Kastl, und baute sie zu einem Stützpunkt (nicht zuletzt für die Jugend) aus. Ein großes Anliegen wäre laut Pfeiffer, Übernachtungsmöglichkeiten im Bergfried zu schaffen. Wegen brandschutztechnischer Vorschriften sei dies derzeit nicht möglich. Ein weiterer Stützpunkt ist die Amberger Hütte in den Stubaier Alpen, die vor kurzem um- und ausgebaut wurde. Erhalt und sinnvolle Nutzung der Schweppermannsburg bleibe die Herausforderung des Alpenvereins, sagte Pfeiffer. Die Geschichte des Vereins hatte bereits 1883 begonnen: 18 Gleichgesinnte fanden sich damals für den Erhalt der Natur und die Schönheit der Berge zusammen und gründeten die Sektion.

Bürgermeister Stefan Braun aus Kastl sprach anlässlich des 50. Burgfestes von einer goldenen Hochzeit des Alpenvereins, der Gemeinde Pfaffenhofen (zunächst) und des Markts Kastl (später). Der Rathaus-Chef hob die gute Zusammenarbeit und Freundschaft mit den Amberger Alpinisten hervor. Außerdem kündigte er eine Spende für die Arbeit der Alpenvereins-Jugend an.
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