51-Jähriger wird Opfer eines Internetbetrugs
Aus ihm wurde kein stolzer Kapitän

Symbolbild: dpa

Amberg-Sulzbach. 2500 Euro für die Katz: Ein 51-Jähriger aus einer Gemeinde im oberen Vilstal sieht sich als Opfer eines Betrugs.

Der Landkreisbewohner hatte bereits im Juni bei einem im Westen Deutschlands ansässigen und laut Polizei "auch im Internet immer noch eindrucksvoll vertretenen Anbieter" eine Yacht gechartert und sich schon auf seinen Segeltörn in Mallorca gefreut, der Mitte Oktober starten sollte. Einen Tag vor Reiseantritt stornierte die Firma plötzlich die Vermietung des Bootes, für die bereits die erwähnten 2500 Euro im Voraus überwiesen worden waren.

Trotz ihres überraschenden Rückzugs, so berichtete Polizeisprecher Hans-Peter Klinger am Donnerstag, habe die Firma keinerlei Bereitschaft signalisiert, dem Mann die nicht unerhebliche Summe zurückzuerstatten. Also zeigte der 51-Jährige das Unternehmen am Mittwoch wegen Leistungsbetrugs bei der Polizeiinspektion Amberg an. "Wie sich nun im Rahmen der Ermittlungen herausstellte, befindet sich der Geschäftsinhaber wohl in Insolvenz. Ob er überhaupt bei Vertragsabschluss über Charteryachten hätte verfügen können, erscheint fraglich", so Klinger zu den ersten Ergebnissen der Nachforschungen. Recherchen zu dem Anbieter hätten gezeigt, "dass bereits ähnliche Fälle bekannt sind". Die Firma gebe zudem an Direktbucher keine Sicherungsscheine zur Vorsorge bei Insolvenz aus.

Den aktuellen Fall nimmt Klinger zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass bei solchen Buchungen immer die Seriosität des jeweiligen Anbieters kritisch überprüft werden sollte. Ratsam sei es auch, sich eigene Vorsichtsmaßnahmen zu überlegen.
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