Anerkannte Flüchtlinge lernen Alltag kennen
Respektvoller Umgang

Amberg-Sulzbach . "Respektvoller Umgang - untereinander, aber auch mit allen anderen und vor allem mit Frauen" - das ist eine der Regeln für den Alltag, die Teilnehmer einer Werkhof-Maßnahme lernen und beachten müssen. Während der mehrmonatigen Förderaktion sollen 19 Teilnehmer, allesamt anerkannte Flüchtlinge, noch sehr viel mehr lernen. Neben normalen Kulturtechniken, also auf Deutsch zu lesen und zu schreiben, sollen sie Sitten und Gebräuche, sowie Beschäftigungsabläufe im Arbeitsalltag kennenlernen.

Gefördert wird das Projekt durch das Jobcenter. Der Werkhof Amberg-Sulzbach ist mit der Umsetzung beauftragt. Dafür hat er einen Praxis-Anleiter, eine Sprachlehrerin und einen sogenannten Brückenmann eingestellt. Dieser, ein gebürtiger Syrer, ist stets zur Stelle, damit die Verständigung klappt. Arbeitssprache ist Deutsch. Die Koordination und Betreuung der Maßnahme - intern "AGH Flucht" genannt - obliegt einer sozialpädagogischen Fachkraft, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Aktuell verschönern die Teilnehmer in Amberg Regenauffangbecken. Diese werden gesäubert und hergerichtet. Im Kloster Ensdorf wird ihnen gezeigt, wie man Apfelsaft presst und Streuobstwiesen pflegt, und im Kulturschloss Theuern wird eine Sammlung von Mineralgestein dokumentiert sowie eine historische Bergbaubahn hergerichtet.

In Zusammenarbeit mit den Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg, Gemeinden und dem Landkreis sind die Tätigkeiten so ausgetüftelt, dass sie zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und öffentliches Interesse daran besteht. Das schreibt das Sozialgesetzbuch (SGB) so vor, heißt es in der Mitteilung.
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