Angenommener Brand durch zündelnde Kinder auf der Ipflheimer Höhe
Sechs Wehren unter einem Hut

Ein weiter Weg von rund 500 Metern lag zwischen dem Brandherd (Scheune und Waldrand) einerseits sowie dem Ort Ipflheim - und damit dem nächsten Wasserhydranten - andererseits. Deshalb waren Löschfahrzeuge mit Wassertanks gefragt. Deren Koordinierung war mit das wichtigste Ziel der Übung.
 
Unterstützung durch die FFW Amberg mit dem Wechselladerfahrzeug AB 1363 und 6000 Liter Wasservolumen. Bilder: gm (2)

"Auf der Ipflheimer Höhe westlich des Ortes steht eine Scheune wegen zündelnder Kinder lichterloh in Flammen. Die Verursacher verschwanden im angrenzenden Wald, auf den mittlerweile der Brand ebenfalls übergreift. Die Kinder wurden noch nicht gefunden."

Diebis. (gm) So oder ähnlich lautete die Ausgangslage bei der Großübung innerhalb der Aktionswoche Brandschutz für die Feuerwehr Diebis, die heuer im Gemeindebereich Ebermannsdorf mit Kommandantin Conny Bäuml die Federführung und Einsatzleitung inne hatte. Dabei rückte neben Diebis auch Ensdorf, Wolfsbach, Pittersberg sowie Ebermannsdorf und auch die Wehr aus Amberg mit Teilen aus, insgesamt also sechs Wehren. Von der FFW Amberg wurde durch die Leitstelle in Amberg ein Wechselladerfahrzeug AB 1363 quasi als Puffer mit einem Wasservolumen von rund 6000 Litern nach Ipflheim beordert, um den Großbrand in den Griff zu bekommen, so die beteiligten FFW-Akteure.

Nur ein Hydrant


Überhaupt ging es bei der Übung in erster Linie um die Wasserzuführung, da der Brandplatz mitten in der Prärie lag, sprich in der Fläche. Lediglich ein Hydrant in etwa 500 Metern Entfernung vom Brandherd stand, so Kreisbrandinspektor (KBI) Hubert Blödt, für Löscharbeiten definitiv zur Verfügung. Mit einem B-Schlauch wurde Wasser herangeführt. Alles andere notwendige Nass zur Feuerbekämpfung hatten die Wehren in ihren Fahrzeugen im Tank. Die Zusammenarbeit der Kräfte untereinander sowie Koordinierungsgeschick der Einsatzleitung waren also bei dieser Übung besonders gefragt.

Mit 11 000 Litern


Die FFW Diebis an vorderster Front hatte, laut Auskunft der jeweiligen Kommandanten, 500 Liter Wasser im Tank, Pittersberg, Ensdorf und Wolfsbach je 600 Liter und Ebermannsdorf insgesamt rund 3000 Liter. Einschließlich dem Unterstützungsfahrzeug aus Amberg mit seinem Chef Norbert Bachfischer (gesamt 6000 Liter Löschwasser) brachten also die Wehren eine Menge von gut 11 000 Liter an den Brandherd, womit man auch im Ernstfall, so die Wehrmänner, schon etwas bewegen und ausrichten kann.

Schließlich hieß es: Ende gut, alles gut! Die Brände in Scheune und am Waldrand wurden gelöscht, die zündelnden Kinder im Wald gefunden und erstversorgt. "Die Zusammenarbeit der Wehren sowie die gegenseitige Ergänzung bei der Einsatzarbeit - sowohl personell als auch technisch - konnte sich sehen lassen", so KBI Blödt vor Ort, der auch weitere Aufgaben für die Entscheidungsträger in die Übung einspielte, wie er sagte. Chefin Conny Bäuml meldete schließlich: "Feuer gelöscht - Auftrag erledigt!"

Blödt erläuterte bei der Schlussbesprechung am Diebiser Gerätehaus noch etliche Details zur Übung, die man bei derlei künftigen Einsätzen verbessern könne und somit beachten sollte. Sein Fazit lautete aber auch: "Das Ziel der Wasserförderung beim Übungseinsatz ist vollständig erreicht worden." Er dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

Und für die Gemeinde Ebermannsdorf lobte 2. Bürgermeister Michael Götz die Frauen und Männer für ihre Bereitschaft, stets für die Allgemeinheit und das rund um die Uhr im Ernstfall einsatzbereit zu sein.

Im Feuerwehrhaus ging es dann bei einer Brotzeit, die die Gastgeber spendierten, zur gemütlichen Runde und dem Meinungsaustausch unter den sechs Wehren über.
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