Annäherungsversuche arten in gewaltsamen Übergriff gegen Kontrahenten aus
Heftige Hiebe beim Gartenfest

Symbolbild: dpa

Amberg-Sulzbach. Erst gab es Schwein vom Spieß, später viel Alkohol. Der trug wohl auch die Hauptschuld daran, dass ein Gartenfest für einen aus der Gästeschar mit schweren Verletzungen endete. Jetzt kümmerte sich die Justiz zum zweiten Mal um den gewaltsamen Übergriff.

Die Party begann an einem Septembernachmittag 2014 in einem Vilstalort. Doch schon kurz nach Tagesanbruch drehte sich damals ein Schwein am Spieß. Bereits zu dieser Zeit war ein 25-Jähriger anwesend. Er half mit bei den Vorbereitungen, sprach auch dem Alkohol zu. Und das heftig.

An 14-Jährige rangemacht


Die Feier war zunächst unbeschwert, sie klang erst weit nach Mitternacht aus. Zu dieser Zeit machte sich der 25-Jährige an eine 14-Jährige heran. Das Mädchen verbat sich die Annäherungsversuche. Doch der Mann ließ nicht locker. Daraufhin trat einer der Gäste an ihn heran, redete mit guten Worten auf ihn ein und sah sich kurz darauf in einen gewaltsamen Übergriff verwickelt.

Der 25-Jährige schlug völlig ansatzlos auf ihn ein, warf den 28-Jährigen zu Boden, setzte sich auf ihn. Ab dann hagelte es massive Hiebe. Das Opfer hatte keine Chance, es wurde schwer verletzt. Von da an geriet der nächtliche Zwischenfall zu einer Sache für Polizei und Staatsanwaltschaft. In einem ersten Verfahren bekam der Schläger vom Amtsgericht acht Monate zur Bewährung und konnte von Glück reden, dass er so glimpflich davongekommen war.

Der Mann wollte die Strafe nicht akzeptieren und ging in Berufung vor das Landgericht. Das tat auch die Staatsanwaltschaft. Sie hatte ein Jahr Haft mit Bewährung beantragt. Jetzt sollte vor der 3. Strafkammer erneut verhandelt werden. Doch der Prozess endete bereits nach kurzer Zeit.

Höhere Strafe droht


"Es könnte durchaus schlimmer für Sie kommen", sagte der Kammervorsitzende Gerd Dreßler nach einem Blick in die Akten. Dieser Meinung war auch der Leitende Oberstaatsanwalt Joachim Diesch. Er ließ anklingen: "Wenn Sie die Berufung zurücknehmen, tue ich es auch."

Wenige Minuten später war der Prozess beendet. Der 25-Jährige nahm das Ersturteil an. Doch damit ist die Causa "Schlägerei beim Gartenfest" nicht beendet. Denn beim Zivilrichter ist ein Verfahren anhängig, bei dem der übel zugerichtete Partygast auf Schmerzensgeld klagt.
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