Ansturm auf Ausstellung im Landwirtschaftsamt
Die ganze Vielfalt heimischen Obsts

Der Einfalt des Obstangebots im Supermarkt wurde bei der Ausstellung der Reichtum der Obstarten aus Garten und Natur gegenübergestellt.

Amberg-Sulzbach. (ads) Boskoop, Cox Orange, Golden Delicious, Elstar, Gloster, Jonagold und Granny Smith: Nur wenige gängige Apfel-Sorten sind im Supermarkt zu finden. Den wahren Sortenreichtum heimischer Früchte zeigte die Ausstellung "Frisch und knackig - Obst aus Garten und Natur" im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) am Wochenende.

Die Besucher bekamen einen Einblick in die üppige Obstvielfalt alter und neuer Sorten und dazu geballte Informationen von Fachleuten über Sortenwahl, Baumpflege/-schnitt sowie Verarbeitung. Selbstverständlich durften die ausgestellten Früchte auch probiert werden. Ein voller Erfolg: Das bewies ein regelrechter Besucheransturm an beiden Ausstellungstagen. Federführend waren hier der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, unterstützt von den Kreisfachberatern für Gartenbau am Landratsamt, Michaela Basler und Arthur Wiesmet sowie von Landwirtschaftsschülerinnen der Abteilung Hauswirtschaft.

Schirmherr und Kreisverbands-Vorsitzender Landrat Richard Reisinger eröffnete die Ausstellung, die im zweijährigen Turnus organisiert wird, mit einem Hinweis auf die "unglaubliche Fülle an Geschmack, Reifedauer sowie Fruchtgröße und -farbe" heimischer Obstsorten. Die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, zu informieren und anzuregen, diese Früchte wegen ihres hohen Gesundheitswertes und ihres ausgezeichneten Geschmacks selbst anzubauen, sei das erklärte Ziel.

Wenn im Supermarkt ganzjährig "rund zehn globale Apfelsorten angeboten werden, scheint dies angesichts der Tatsache, dass es weltweit rund 30 000 Sorten gibt, davon rund 2000 alleine in Deutschland, recht einfältig", stellte Michaela Basler fest. Ein Grund für sie, diesen Sortenreichtum einmal zu zeigen.

AELF-Leiter Wolfhard-Rüdiger Wicht ging auf die rund 3000-jährige Geschichte des Obstanbaus ein - und auf die Vorteile dieses Lebensmittels: Obst werde verzehrfertig von der Natur bereitgestellt, sei lange haltbar, bekömmlich, durst- und hungerstillend, gesund, leicht zu transportieren und schmackhaft.

Die Ausstellung biete ein Forum, "in dem unsere Studentinnen die Ergebnisse ihrer Projektarbeit zum Thema ,fruchtiger Obstgenuss' präsentieren" und dabei zeigen könnten, was man aus Früchten alles herstellen kann. Das zeigten die Hauswirtschaftsschülerinnen an ihrem Infostand, wo auch probiert und Rezepte mitgenommen werden durften. Aufwendig dekoriert hatten stellvertretende Kreisvorsitzende Helga Zimmermann und ihr Team den großen Saal - unter anderem mit Körbchen mit unterschiedlichen Apfelsorten samt Informationen. Auch Birnen-, Trauben- und Quittensorten sowie eine Auswahl an Wildobst konnten verkostet werden. Natürlich durften auch die Imker nicht fehlen: Ohne ihre Bienen bleibt die Ernte aus.

An beiden Tagen verwöhnte das Küchenteam des Kreisverbands im Obstcafé die Besucher mit Köstlichkeiten aus Garten und Natur. (ads)
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