Auch für verkleinerten Kreisjugendring-Vorstand finden sich nicht genug Kandidaten
„Das ist ein Armutszeugnis“

Der neugewählte Vorstand des Kreisjugendrings (von links): Tim Saborowski, Vorsitzende Cornelia Bäuml, Henner Wasmuth und 2. Vorsitzende Christina Götz. In Abwesenheit gewählt wurden Lukas Stollner und Nicolas Stoffregen. Bild: dko

Amberg-Sulzbach. "Das Rote Kreuz, der BDKJ und der DGB sollten noch einmal darüber nachdenken, ob sie sich engagieren wollen." Tim Saborowski von der Evangelischen Jugend machte seinem Unmut Luft. Kein Kandidat hatte sich aus diesen Verbänden für ein Vorstandsamt im Kreisjugendring (KJR) gemeldet. "Die sollten noch mal in sich gehen, weil sonst gibt's irgendwann keinen Kreisjugendring mehr", so der neu gewählte Beisitzer.

Sieben Vorstandsmitglieder wurden bei der Frühjahrsvollversammlung im König-Ruprecht-Saal gesucht. Von den anwesenden 28 Delegierten stellten sich schließlich vier zur Wahl. Zwei weitere kandidierten in Abwesenheit. Dem Vorstand fehlte am Ende ein Beisitzer.

Das Geziere um die Besetzung bezeichnete auch die wiedergewählte Vorsitzende Cornelia Bäuml als Armutszeugnis: "Wir haben die Vorstandschaft auf sieben reduziert und sie letztes Jahr schon nicht voll bekommen. Das macht mich traurig."

Wahlleiter Patrick Skrowny kritisierte die Situation ebenfalls: Er hoffe, im Herbst einen Beisitzer nachwählen zu können. "Mit mehr macht's mehr Spaß", meinte der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksjugendrings.

Cornelia Bäuml berichtete über die Aktivitäten des Vorstands: Es gebe wieder ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche. Im Januar wurde es landkreisweit verteilt. In der Servicestelle könnten die Jugendorganisationen viele verschiedene Geräte ausleihen, so etwa eine Zuckerwattemaschine und - neu - einen Pizzaofen. Bei der Überprüfung der Geräte gab es aber auch schlechte Neuigkeiten: Die Zukunft der Popcornmaschine und der großen Musikanlage ist unsicher. Sie bedürfen einer Reparatur.

Rund um junge Flüchtlinge


Die Vorsitzende berichtete von mehreren Initiativen rund um junge Flüchtlinge: So gibt es einen Fördertopf, und eine Infoveranstaltung ist geplant. Auch eine Umfrage unter den Verbänden zum Thema wurde vorgestellt. Bäuml bat die Vertreter der Verbände um Unterstützung beim geplanten "School's out Festival" am 29. Juli im Hockermühlbad.
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