Autobahnmeisterei Lauterhofen-Schwandorf und Verkehrspolizeiinspektion Amberg informieren über ...
Schwerverkehr nimmt weiter zu

Erster Hauptkommissar Joseph Decker (links) von der Verkehrspolizeiinspektion und der Chef der Autobahnmeisterei, Hans Schwemmer, analysierten die Verkehrszahlen im heimischen Bereich. Bild: Gebhardt

Die moderne Version der berühmten Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag: Die Autobahn A 6, gleichzeitig Europastraße 50, hat durch die EU-Osterweiterung mächtig an Bedeutung gewonnen. Ihre Besonderheit: Der Anteil des Schwerlastverkehrs ist außergewöhnlich hoch. Und neueste Zahlen belegen: Er steigt weiter.

Amberg-Sulzbach. Den besten Blick auf die Autobahn und ihre Besonderheiten hat man in der Autobahnmeisterei Lauterhofen-Schwandorf, die an der Ausfahrt 63 bei Alfeld steht. Zusammen mit der Kooperationsmeisterei Schwandorf (A 93 von Ponholz bis Luhe) betreut sie 126 Kilometer Strecke, zwei Autobahnkreuze (Oberpfälzer Wald und Altdorf), zwei Tank- und Rastanlagen und sechs WC-Stationen.

Der stellvertretende Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Amberg, Erster Hauptkommissar Joseph Decker, informierte sich bei Hans Schwemmer, Leiter der Autobahnmeisterei, über die neueste Entwicklung. In die Fahrbahn eingebaute Messstellen liefern zuverlässige Daten über die Fahrzeugbewegungen auf den Autobahnen.

"Der durchschnittliche tägliche Verkehr beträgt im Bereich der Autobahnmeisterei Lauterhofen bis zu 32 000 Fahrzeuge", informierte Schwemmer. Der Anteil des Schwerlastverkehrs sei mit über 31 Prozent Anteil außergewöhnlich hoch. Insgesamt sei eine Steigerung des Aufkommens von 2014 auf 2015 zu verzeichnen - rund fünf Prozent beim Gesamtverkehr, aber sieben Prozent bei den Lastwagen.

Dies sei nachvollziehbar bei der wichtigen Magistrale Paris-Prag, die durch den Lückenschluss der A 6 im transeuropäischen Netz hohe Priorität erreicht habe, meinte Joseph Decker: "Der internationale Güterverkehr weiß die zentrale Lage immer mehr zu schätzen!" Das stelle die Polizei auch bei den regelmäßigen Schwerlast-Kontrollen an den Parkplätzen Stockerhut und Laubenschlag fest.

Einig zeigten sich beide auch bei der Beurteilung: "Der Fernverkehr braucht keine Umwege mehr über die B 14, B 85 und die A 93 zu nehmen und entlastet diese Straßen enorm." Schwemmer stellte auch die Besonderheiten der Amberg-Sulzbach-Schwandorfer A 6 vor: Sie gehöre mit teils 620 Metern über Normalnull zu den höchsten Autobahnen in Nordbayern. Von den Jurahochflächen bei Poppberg durchschneide sie die Kammlagen und Ausläufer des Oberpfälzer Waldes bis zum Abstieg ins Naabtal (380 Meter).

Bereits zu Lebzeiten Kaiser Karl IV. erlangte die Straßenverbindung zwischen der Freien Reichsstadt Nürnberg und dem goldenen Prag historische Bedeutung. Deswegen habe die A 6 auch heute noch den Namen "Via Carolina".
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