Bewegende Geschichten des Jahres
Helfende Asylbewerber und sensationelle Funde

Nur eine kleine Geschichte - doch sie geht vielen Menschen ans Herz. Und wird zu einem Renner im Internet, mit über einer Million Zugriffen einer der am meisten gelesenen AZ-Berichte des Jahres: Als zwei gesundheitlich angeschlagene Königsteiner eine Ladung Holz geliefert kriegen, kommen zufällig sieben Flüchtlinge aus Syrien vorbei, die in der Nähe untergebracht sind - und packen an.

Schnell ist alles verräumt, die Helfer kehren sogar noch ordentlich zusammen - und lehnen jede Form des Danks ab. "Wir sind doch Nachbarn und Nachbarn müssen sich helfen", sagt einer von ihnen und lässt das Paar zutiefst gerührt zurück.

Auch in Poppenricht haben sechs Syrer ein neues Zuhause gefunden. Nur hier zu leben, reicht der Familie aber nicht - sie wollen ein echter Teil der Gemeinschaft sein.

Deshalb haben sich fünf von ihnen entschlossen, sich katholisch taufen zu lassen. Vater Moafak möchte Druse bleiben. Er hat aber kein Problem damit, dass sich seine Frau und Kinder religiös anders orientieren. Das, so sagt er, sei "Freiheit für meine Familie".

Neue archäologische Funde belegen Ende April, dass Schmalnohe schon lange vor seiner ersten Erwähnung 1123 existierte. Dr. Silvia Codreanu-Windauer formuliert es so: In drei Wochen ist der Ort wohl 800 Jahre älter geworden. Eine noch größere Sensation entdecken Archäologe Dr. Mathias Hensch und sein Team im August im Kümmersbrucker Neubaugebiet am Bachweg: Funde aus dem späten achten, frühen neunten Jahrhundert beweisen, dass die Region zu Recht als Ruhrgebiet des Mittelalters gilt.

In Kastl hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Gesteinsbrocken vom Pfingstbergfelsen gelöst. Die Amberger Bergwacht bannt die Gefahr in einem spektakulären Arbeitseinsatz: 17 Mitglieder tragen in 400 Stunden Material - drei große Anhänger Geröll - ab und ummanteln die 20 Meter hohe Wand mit einem Maschendraht. (eik)
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