Blutspendegala im Amberger Kongresszentrum
Ehre, wem Ehre gebührt

Auf zusammengerechnet 5875 Blutspenden haben es die Mehrfachblutspender aus dem BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach gebracht. Bild: gf (2)
 
Felix Brunner (links) benötigte nach seinem Bergunfall 800 Blutkonserven. Rechts: BR-Moderator Michael Sporer. Bild: gf

Hinter diesen Zahlen stecken Geschichten: Über 36 000 Blutspenden retteten weit über 100 000 Leben, sagte BR-Moderator Michael Sporer am Donnerstag im Amberger Kongresszentrum beim Ehrenabend für fast 400 Mehrfachblutspender aus den BRK-Kreisverbänden der Oberpfalz. Absoluter Spitzenreiter war Hans Heining.

Amberg-Sulzbach. Der Schnaittenbacher geht seit seinem 19. Lebensjahr regelmäßig zum Blutspenden. 225 Mal ließ er seinen besonderen Saft abzapfen. Damit habe er, genauso wie alle anderen Blutspender, unzählige Leben gerettet. Sich Blut abnehmen zu lassen, sei nicht selbstverständlich, ermögliche aber Kranken ein besseres Leben. Sporer jonglierte mit Zahlen. Er wies darauf hin, dass mit einer Spende bis zu drei Leben gerettet werden könnten, was bei den fast 400 zu ehrenden Blutspendern mit 36 850 Blutspenden gut 111 000 gerettete Leben bedeute.

Ausreichend Blutkonserven


"Ich bin verdammt froh, dass es Menschen gibt, die Blut spenden", unterstrich Georg Götz, Geschäftsführer des BRK-Blutspenderdienstes. Er wies aber gleich darauf hin, dass diese Aussage von Felix Brunner stamme, einem jungen Mann, der einen schweren Unfall nur dank seines eisernen Willens und vor allem deshalb überleben konnte, weil für ihn ausreichend Blutkonserven zur Verfügung standen (siehe "Im Blickpunkt").

Operationen, Krebstherapien oder die Behandlung von Unfallopfern seien ohne Blutkonserven einfach nicht möglich, so Götz, denn Blut zu Transfusionszwecken sei nach wie vor nicht in ausreichender Menge künstlich herstellbar. In Bayern seien täglich 2000 Blutkonserven nötig, die der BRK-Blutspendedienst momentan sichern könne. Bei sinkenden Geburtenzahlen und steigender Lebenserwartung müsse mit immer weniger Blutspender gerechnet werden. Götz wies darauf hin, dass 94 Prozent der Bevölkerung Blutspenden für wichtig halten, aber im Bundesdurchschnitt seien nur 3,5 Prozent der Bevölkerung bereit zur Blutspende, in Bayern liege die Quote bei 7 Prozent. Die Spendenbereitschaft sei im ländlichen Raum größer als in Ballungszentren. Der Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes betonte, dass Blutspender ein besonderer Teil der Gesellschaft seien, denn sie würden sich über Jahre hinweg für eine gute Sache engagieren.

Für beste Unterhaltung sorgte Kabarettist Chris Boettcher mit seinen Gedanken zu Kindern in der Pubertät oder zu modernen Kindernamen, bei deren Findung den Eltern irgendwer "ins Gehirn geschissen haben muss". In der VIP-Toilette des FC Bayern hört Chris Boettcher mit, weiß vom immensen Druck des Olli Kahn, hört Kaiser und Jogi ab und bekommt mit, dass der Lothar dringend in die Schule muss, weil gerade seine nächste Frau eingeschult wird. Dann wartet der Heli, der Kaiser muss weg zum Benefiz-Geldwaschen. Es gebe eine einzige Bank weltweit, bei der die Vorstände nicht Gefahr laufen, von Staatsanwälten belästigt zu werden: Das ist die Blutbank des BRK.

Ehrungen75 Blutspenden: Gerald Lord, Herbert Rath, Anton Rupprecht, Gerhard Schmid, Reinhold Almich, Thomas Berschneider, Petra Hartl, Gabriele Schenkl, Robert Stoecklmeier, Manfred Weiß, Christina Brem, Erika Luber, Hermann Meier, Irmgard Sellmeyer, Max Schmidbauer, Armin Reichert, Heinz Bauer, Silvia Schmid, Andreas Schoenl, Norbert Schwendner, Brigitta Heidinger, Maria Straubinger, Stefan Weiß, Manfred Stollner, Elfriede Trepesch, Horst Meiler, Willi Roesel, Martin Kick, Alfons Beer.

100 Blutspenden: Herbert Winter, Roland Achatz, Peter Dimler, Erich Haubner, Anton Lord, Lothar Schmiedl, Martin Kleinlein, Johann Pressl, Wolfgang Sichelstil, Silvia Strobl, Erwin Weiß, Helmut Pirke, Paula Weiß, Bruno Escherl, Hans Weiß jun., Hans Drexler, Ernst Knarr, Peter Lentes, Alfons Hofmann, Norbert Edenharter.

125 Blutspenden: Franz Schön, Josef Lengfelder, Johann Birner, Helmut Wild, Manfred Kordein, Ludwig Wolf, Dieter Meindl.

150 Blutspenden: Rudolf Schreithofer, Heinrich Mutzbauer, Karl Siegert, Norbert Nitz.

225 Blutspenden: Hans Hening

800 Blutkonserven benötigt

Amberg-Sulzbach. (gfr) "Locker vom Hocker" schilderte Felix Brunner seine Erinnerungen an einen schweren Bergunfall, den er knapp überlebte. Trotz seiner acht Monate im künstlichen Koma und 800 Bluttransfusionen verlor der 22-Jährige weder Humor noch Lebensmut, und sein sehnlichster Wunsch ist die Rückkehr in die Berge.

Ausgesprochen wortgewandt zeigte sich der Motivationstrainer, der seit kurzem sein Diplom für Sportmarketing in der Tasche hat, an einem Buchprojekt arbeitet und für die Teilnahme an den Paralympics kämpft. Eines seiner Ziele konnte Felix Brunner schon verwirklichen. Mit einem geländegängigen Handbike überquerte er in neun Tagen die Alpen, legte dabei 480 Kilometer zurück und überwand 12 000 Höhenmeter. Die Videosequenzen, die Brunner einen Schotterweg knapp am Abgrund entlang zeigen, ließ manchen Zuschauern im ACC den Atem stocken. Leidenschaftlich plädierte Felix Brunner, Blut zu spenden, damit auch anderen Menschen geholfen werden könne, die so wie er eine Chance zum Überleben verdient hätten.

Tipps und Termine

Es gibt viel zu tun: Taschengeldbörse

Amberg-Sulzbach. Die Taschengeldbörse ist ein gemeinsames Projekt des Kreisjugendrings und des Landkreises Amberg-Sulzbach. Es schlägt Brücken zwischen Jugendlichen und Senioren. Jugendliche, die mit Jobs ihre finanziellen Mittel aufbessern wollen, werden dabei mit Senioren, Familien und Berufstätigen, die wiederum Hilfe bei kleinen Arbeiten benötigen, zusammengebracht.

Gerade jetzt gibt es im Garten viel zu tun. Jugendliche können sich laut einer Presse-Info zum Beispiel beim Rasen mähen und anderen Arbeiten etwas verdienen. Doch auch andere Tätigkeiten wie Babysitten, Einkaufen, Putzen, Hilfe am Computer oder Hunde ausführen werden von Jugendlichen für einen Lohn von mindestens fünf Euro je Stunde gerne erledigt. Die Taschengeldbörse AS richtet sich an Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren. Anbieter sind Privatleute, die einfache, ungefährliche und unregelmäßige Arbeiten zu verrichten haben. Infos bei Anita Kinscher, 0171/9 76 07 66, Sabine Donhauser, 0151/27 58 59 91, oder unter info@taschengeldboerse-as.de.

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Weitere Informationen:

www.taschengeldboerse-as.de
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