Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not tagt in Amberg
Neues aus der Neuro-Reha

Amberg-Sulzbach. Der Bundesverband Schädel-Hirnpatienten in Not (Deutsche Wachkomagesellschaft) tagt auch in diesem Jahr in Amberg: Er bringt Betroffene, Angehörige und die bekanntesten Fachpersönlichkeiten aus Medizin, Pflege, Therapie und Sozial-/Gesundheitspolitik beim Amberger Symposium im König-Ruprecht-Saal (Landratsamt Amberg-Sulzbach) zusammen. Diese inzwischen siebte Fachtagung läuft am Freitag, 11. März, 13 bis 18 Uhr, und Samstag, 12. März, 9 bis 13 Uhr.

Neue (Fehl-)Entwicklungen


Der bundesweit tätige Selbsthilfeverband unter Vorsitz von Armin Nentwig beschäftigt sich dabei mit den neuesten Entwicklungen (aber auch Fehlentwicklungen) bei der Neuro-Rehabilitation in Pflege, Therapie und Versorgung Betroffener mit apallischem Durchgangssyndrom (Koma/Wachkoma) und mit schweren Kopfverletzungen, auch nach Wiederbelebungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Schädel-Hirntrauma. Ehrenmitglied Prof. Franz Gerstenbrand (Österreich) sowie Prof. Paul Walter Schönle, Prof. Andreas Zieger, Prof. Volker Hömberg (Generalsekretär der Neurologischen Weltunion) sowie mehrere Chefärzte neurologischer Kliniken (alle Pioniere der Neuro-Rehabilitation) informieren über neueste Erkenntnisse und diskutieren auch mit den Teilnehmern.

Prof Andreas Zieger (Oldenburg) geht speziell auf das Lebensrecht und das Recht auf Rehabilitation für Schwerstkopfverletzte ein. Dr. Harry Fuchs (Diplom-Verwaltungsfachwirt) spricht über das Teilhabeangebot (SGB IV).

Alle Referenten gehen auf den aktuellen Stand der Versorgung und Neuro-Reha-Forschung ein. Weitere Themen sind ambulante Intensiv-Wohngruppen mit einhergehender Gefährdung der neurologischen Rehabilitationskette. Dies ist auch ein Part des Geschäftsführers des Bundesverbandes Privater Anbieter (BPA) in Berlin, Herbert Mauel.

Prof. Schönle und Prof. Zieger sollen zu weiteren Ehrenmitgliedern ernannt werden. Zudem sind acht Fachaussteller zur Versorgung Schwerstkopfverletzter mit Infoständen für Beratung und Austausch vertreten.

Die Schirmherrschaft haben die parlamentarisch Staatssekretärin des Bundessozialministeriums, MdB Anette Kramme, und Landrat Richard Reisinger gemeinsam.

Hauptversammlung folgt


Für medizinische, pflegerische und therapeutische Fachpersonen gibt es eine Punkte-Anerkennung für die Fort- und Weiterbildung. Am Donnerstagabend (10. März) und am Freitagvormittag (11. März) tagen bereits die Vertreter der rund 60 bundesweiten, regionalen Selbsthilfegruppen des Verbandes im kleinen König-Ruprecht-Saal. Am Samstag, 12. März, schließt sich ab 13.30 Uhr die Jahreshauptversammlung des Verbands mit Rechenschaftsbericht, Ehrungen und Neuwahlen an.
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