Da müssen wir jetzt durch
Das Wetter für Pfingsten

Die entscheidende Frage zum Pfingstwetter ist: "Wie kann man sich dieses exkrementöse Wetter jetzt schönreden?" Nun, man kann da ein paar Argumente aufführen. Zum Beispiel, dass die Sonne durchaus ihre Auftritte bekommt, und sich Kinder in Erzgebirge, Fichtelgebirge und Bayerwald sicher auch über die weiße Pracht freuen werden. Ja, richtig gehört. Weiße Pracht, zu Pfingsten. Und wenn wir schon dabei sind: Die biblischen Feuerszungen wären angesichts der späten Kälte durchaus wünschenswert, so fürs Gemüt.

Ungemütliche Eisheilige


Damit ist die Katze also aus dem Sack: Das lange Wochenende wird ungemütlich und kalt, aber mit den gerade aktiven Eisheiligen irgendwie auch mal wieder im klimatologisch korrekten Feld. Alles gar nicht so ungewöhnlich. Ungewöhnlicher ist da schon eher, dass das in den letzten Jahren ja nahezu regelmäßig ausgefallen war. Und die angesprochene weiße Pracht trifft in liegender Form auch wirklich nur die höchsten Wipfel ab 900 bis 1000 Meter, und die hat unser Landkreis ja gottlob nicht. Letzte "Wärme", wenn man so will, gibt's da am ehesten noch am heutigen Freitag. Nachdem die Wolken vormittags vorübergehend auflockern, zeigt sich neben neu entstehenden Quellwolken zeitweise die Sonne. Ab Mittag entwickeln sich einige, teils kräftige Regengüsse und Gewitter.

Die treffen wie immer nicht jeden, aber mit einem Schauerrisiko von 70 Prozent dann doch viele. Zur Nacht hin lässt das Ganze in kühlerer Luft auch wieder nach. Die Temperaturen erreichen mit etwas Sonne zwischendurch noch einmal 17 Grad in Neukirchen bei Sulzbach, 19 in Auerbach und 20 in Ebermannsdorf. In der Nacht ist es bewölkt, aber oft trocken bei 9 bis 6 Grad.

Der Samstag ist spürbar frischer, und dazu ziehen bis in den frühen Nachmittag kompakte Wolkenfelder durch. Daraus regnet es etwas. Ansonsten wechseln am Spätnachmittag von Franken her Sonne und Wolkenfelder miteinander ab und es bleibt trocken. Bei nur 12 Grad in Freihung, 13 in Illschwang und 15 in Rieden gehen die Temperaturen auf Talfahrt. In der Nacht zu Sonntag klart es vorübergehend auf und bei 4 bis 0 Grad herrscht Blümchenalarm!

Sonntag und Montag lassen sich zusammenfassen, denn in buntem Aprilwetter machen zeitliche Abgrenzungen kaum Sinn. Mit der kräftigen Maisonne entwickeln sich vor allem tagsüber dicke, dunkle Quellwolken und bringen Regengüsse, zum Teil auch mit Graupel, nachmittags vereinzelt kurze Gewitter. In den kräftigsten Schauern sowie in den kalten Morgenstunden mischt sich bis etwa 500 Meter sogar mal eine nasse Flocke dazu. Und wie das bei solchen Schauerwetterlagen der Fall ist, scheint dazwischen die Sonne. Nur dann liegen die Temperaturen mit 11 Grad in der Amberger City auch mal kurz im zweistelligen Bereich, sonst sind es an beiden Tagen maximal 6 Grad auf den oberen Höhen der Oberpfälzer Alb, 8 in Sulzbach- Rosenberg und 9 in Kastl. Nachts ist bei längerem Aufklaren leichter Bodenfrost wahrscheinlich.

Es bleibt unbeständig


In der neuen Woche bleibt es unbeständig. Es gibt einen schnellen Wechsel aus zum Teil kräftigen Schauerbändern und Sonnenmomenten, wobei die Temperaturen nur sehr schleppend wieder auf 10 bis 15 Grad ansteigen. Trocken und deutlich sonniger sieht dann erst, aber immerhin, das kommende Wochenende aus. Dann herrscht bei 18 bis 23 Grad auch wieder wesentlich mehr Frühlingsstimmung. Letzten Bodenfrost gibt's am Dienstagmorgen, danach sollte die Gefahr gebannt sein.

___



Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1668029
Weitere Beiträge zu den Themen: Wetter (184)Andy Neumeier (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.