Die 122 Jagdgenossenschaften im Landkreis Amberg-Sulzbach tagen
Schwarzwild bereitet Sorgen

Die beiden Referenten mit den Vorstandsmitgliedern (von links): Richard Schecklmann, Andreas Weinfurtner, Ernst Utz, Balduin Schönberger und Josef Hummel. Bild: hi

Neumühle. Mit Staunen vernahmen die Teilnehmer am Treffen der Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im Landkreis, dass der Jagdbeirat der Oberpfalz erstmals seit 15 Jahren wieder getagt hatte. Arge-Vorsitzender Ernst Utz berichtete davon und bat die Jagdvorsteher aus den 122 Jagdgenossenschaften im Landkreis um verstärkte Mitarbeit.

Arge-Schatzmeister Josef Hummel gab den Geschäftsbericht, informierte über die Neuauflage des Leitfadens für die Mitglieder und das Anwachsen der Schwarzwildbestände.

Wildlebensraumberater Balduin Schönberger beklagte in seinem Vortrag "Möglichkeiten zur Umsetzung der Wildlebensraumberatung" den starken Rückgang der Rebhühnerbestände. Er bat generell um Verbesserungen im Lebensraum der Tiere. Was die Blühflächen anlange, müsse man Geduld aufbringen. Das Wild müsse auch außerhalb des Waldes satt werden. Wildäcker könne man anlegen als beihilfefähige Ackerstreifen an Waldrändern, als Pufferstreifen im Ackerland oder an Feldrändern, ebenso bei brachliegenden Flächen. Auf Interesse stieß die flexible Anlage von Bejagungsschneisen. Man solle die Streifen aber nicht zu breit machen.

Forstdirektor Richard Schecklmann erläuterte das Verbissgutachten. Im Landkreis gebe es 246 Jagdreviere, Anfragen habe man von 46 Revieren bekommen - "wir könnten mehr verkraften". Der Bestand an Fichten nehme ab, da sie keine guten Klimabedingungen hätten. Die Buchen seien auf dem Vormarsch, Eichen verzeichneten Rückgänge. Je nach Verbissbelastung könne man auch Abweichungen vom Abschussplan vertreten.

In der Diskussion ging es vor allem um die Wildschwein-Problematik. Bei der nächsten Versammlung soll das ein Hauptthema sein.
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