Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistung gehen nach Ausbildung zu Bundesagentur
Nahtstelle von Mensch und Arbeit

Von 31 Auszubildenden legten 17 ihre Prüfung zum Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen am Berufsschulstandort Sulzbach-Rosenberg ab. Sie haben insgesamt mit einem Notendurchschnitt von 2,65 abgeschlossen, bayernweit lag er bei 2,68. Bild: hka

Sulzbach-Rosenberg. (hka) Lehrer werden verhaftet und vor Gericht gestellt. Stefan Lindenberger ist schuldig gesprochen und zu einem Solotänzchen auf der Bühne verurteilt. Eine Ausbildungs-Abschlussfeier, mit der nicht nur der "Ernst des Lebens" begann, sondern auch der Spaß nicht zu kurz kam, erlebten die Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistung im Beruflichen Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg.

17 Mal neue Verstärkung


17 junge Damen und Herren der Arbeitsagenturen Schwandorf, Ansbach-Weißenburg, Fürth, Nürnberg, Weiden, Würzburg sowie des BA-Service-Hauses wurden hier unterrichtet und nun ins Berufsleben entlassen. Oberstudiendirektor Bernhard Kleierl nannte das duale System der Ausbildung, das Zusammenwirken zwischen Agenturen und Schule, einen wichtigen Baustein für ein bestmögliches Ergebnis "für diesen besonderen und vor allem für unsere Gesellschaft sehr wichtigen Ausbildungsberuf". "Seien Sie unsere beste Visitenkarte", forderte Joachim Ossmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Schwandorfer Arbeitsagentur, die neuen Fachangestellten auf und legte ihnen die Möglichkeiten der Qualifizierung durch die Bundesagentur ans Herz.

Im Rückblick auf 2003 erinnerte er an den Konkurs der Maxhütte mit der existenziellen Krise einer ganzen Region. Die damalige Arbeitsamt-Geschäftsstelle, so Ossmann, zahlte über Jahre Kurzarbeiter-, Insolvenz- und Arbeitslosengeld, die Beschäftigten der Dienststelle boten mit Qualifizierungen und Umschulungen Hilfe an. "Das ist Ihr Handwerk" motivierte er die Absolventen, "Sie arbeiten an einer der wichtigsten Nahtstellen unserer Gesellschaft, dort, wo Menschen und Arbeit zusammengebracht werden".

In den Grußworten von 1. Bürgermeister Michael Göth und stellvertretendem Landrat Franz Birkl ging es unter anderem um die neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die auf die Arbeitsagenturen und Job-Center zukommen. Den Arbeitsmark beleuchtete Hans-Jürgen Klement, Geschäftsführer Interner Service der Regionaldirektion Bayern. Das Problem hoher Erwerbslosenzahlen sei abgelöst worden vom steigenden Fachkräftebedarf; die große Herausforderung sei das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage.

Plötzlich Polizei im Saal


Nach der Zeugnisübergabe gab es eine witzige Einlage der Schülervertreter. Polizei, Security-Leute und eine Richterin waren da plötzlich gespielt auf der Bühne des Saals. Lehrer wurden abgeführt, mussten kniffliche Musikfragen beantworten und wurden, falls sie das nicht konnten, verurteilt. So kam es, dass Stefan Lindenberger mit einem Twist nicht nur seine Ankläger, sondern die ganze Festversammlung erheitern konnte.
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