Feuerwehr muss aufgerissenen Kaliumnitrat-Sack aus Lkw bergen
Gift auf der Autobahn

Alfeld. Nicht nur der angekündigte Blitzer-Marathon hat die Polizei gestern auf Trab gehalten. Neben den Geschwindigkeitsüberprüfungen an vielen Stellen im Landkreis (AZ berichtete gestern) war auch die Schwerverkehrskontrollgruppe der VPI Amberg aktiv. An der A 6 auf einem Rastplatz bei Alfeld winkte sie Lastwagen heraus und schaute sich ihre Ladung an. Dabei stießen die Beamten am Vormittag auf einen polnischen Lkw, der rund 25 Tonnen Kaliumnitrat an Bord hatte. Einer der 20-Kilo-Säcke war gerissen - das weiße Granulat trat aus. Da es giftig ist, holten die Ordnungshüter die Feuerwehren Alfeld und Hersbruck, die für diesen Streckenabschnitt zuständig sind. Letztere kam mit ihrem Abrollbehälter für Strahlenschutz und Einsätze mit Gefahrstoffen. Vermummt in Schutzanzüge stellten speziell ausgebildete Wehrmänner den aufgerissenen Sack mit einer Bergungsverpackung sicher und transportierten ihn zu einem Entsorgungsfachbetrieb. Die Verkehrspolizeiinspektion nahm parallel die Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen gefahrgutrechtliche Vorschriften auf.
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