Fischereiverein Amberg
Wasser fehlt

"Wir sind die Fischer" - unter dieses Motto stellte Hans-Hermann Lier, der Vorsitzende des Fischereivereins Amberg, die Jahreshauptversammlung. "Wir setzen uns für nachhaltige Fischerei und Gewässerschutz ein. Wir Fischer sind Naturschützer", erläuterte er die Bedeutung.

Rund 100 Teilnehmer begrüßte Lier zu der Versammlung im Schützenheim Raigering. Mit Veranstaltungen, Kursen, Vorträgen und Exkursionen an die Gewässer habe man viele Teilnehmer aus der Stadt und dem Landkreis erreichen und die Teichwirtschaft und Angelfischerei vorstellen können.

Lier nannte als Beispiel die Kurse, die der Verwertung von Fischen gewidmet waren, sowie die Fischkochkurse, Beiz- und Räucherkurs und eine gemeinsame Aktion mit der Kräuterpädagogin Edith Niebler. Das "Grüne Klassenzimmer" im Fischerzentrum Bühl werde oft und gerne von Interessenten besucht, informierte der Vorsitzende.

Beispiel Haidweiher


Das Vereinsjahr war für die aktiven Fischer eine große Herausforderung. Enorme Probleme bereitete die Witterung. Lier nannte die Entwicklung des Haidweihers als Beispiel. Gab es 2013 noch ein Hochwasser, das sogar die Parkflächen überschwemmte, so mussten die Angler 2015 zusehen, wie der Wasserstand um 120 Zentimeter fiel. Die Konsequenz: Das Gewässer wurde im Oktober abgefischt. Es war zu befürchten, dass die Fische mit dem wenigen Wasser und den daraus entstehenden Problemen wie Mangel an Sauerstoff und Verschlechterung der Wasserqualität nicht zurechtkommen und es nicht überstehen. Ähnliche Probleme hatten andere Vereinsgewässer.

Lobende Worte gab es für die Jugendabteilung und Jugendwartin Silke Scharf. Die jungen Petrijünger sind fleißig an den Gewässern, lernen viel von der Praxis der Anglerei bis hin zum Gewässerschutz, Pflege und Hege. Das Vereinsjahr 2016 wird allein für die Jugendgruppe rund 30 Termine bieten. Der Verein, so Lier, biete auch wieder drei Kurse für die Fischerprüfung, einen Fischkochkurs und weitere Aktivitäten rund um das "Grüne Klassenzimmer" an.

Der Hecht ist zum Fisch des Jahres 2016 gewählt worden, informierte Lier. Also eine Art, die die Zusammenhänge zwischen Natur- und Artenschutz sowie nachhaltiger, verantwortungsvoller Naturnutzung verdeutlicht. Der Hecht benötige als Rückzugsraum und Laichplatz Ufer und Auen, die renaturiert oder in einem naturnahen Zustand sind.
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