Freisprechungsfeier der Bäckerinnungen
Bäcker - einer der schönsten Berufe

Innungsbeste, Staatspreisträger und Ehrengäste bei der Freisprechungsfeier (von links): Ambergs Bürgermeisterin Brigitte Netta, stellvertretender Landrat Franz Birkl, Caroline Singer, Bürgermeister Günter Koller aus Sulzbach-Rosenberg, Marcel Morawe, Kreishandwerksmeister Christian Glaab (Schwandorf), Innungsobermeister Alfred Schuller (Amberg), Larissa Reck, Kurt Schertl, stellvertretender Obermeister der Bäcker-Innung Schwandorf, Desiree Schönfeld, Kreishandwerksmeister Hans Weber (Amberg), Sabrina Rösch

"Wir Bäcker haben einen der schönsten Berufe im Handwerk." Das sagte Christian Glaab, Obermeister der Kreishandwerkerschaft Schwandorf, bei der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Innungen Amberg, Amberg-Sulzbach und Schwandorf.

Oberleinsiedl. Alfred Schuller, Obermeister aus Amberg, betonte die gute Zusammenarbeit der drei selbstständigen Innungen, schloss aber eine Fusion in naher Zukunft nicht aus. Die neuen Gesellen und Bäckerei-Fachverkäuferinnen hätten derzeit gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz. Qualifizierte Mitarbeiter würden händeringend gesucht. Schuller sagte, der Bäcker sei ein toller Beruf. Wer sich fort- oder weiterbilde, könne es zum Meister oder Lebensmitteltechniker bringen. Man müsse nur Gas geben.

Über 3000 Brotsorten


Es gebe Stationen, die das spätere Leben prägen, betonte Bürgermeisterin Brigitte Netta aus Amberg. So ein Tag sei die Freisprechungsfeier im Handwerk. Die erste Hürde sei genommen, die Qualifikationsrunde geschafft, nun stehe den Absolventen ein Berufsweg mit allen Höhen und Tiefen bevor. Wie wichtig der Beruf des Bäckers sei, belegen laut Netta Zahlen. Das Bäckerhandwerk in Deutschland biete aktuell über 3000 Brotsorten und weit über 1000 verschiedenes Fein- oder Kleingebäck.

Wenn sie am Schaufenster einer Bäckerei stehen bleibe, laufe ihr das Wasser im Mund zusammen. Die Berufsaussichten der neuen Gesellen und Fachverkäuferinnen seien gut, aber bei der Wahl des weiteren Berufsweges sollten die jungen Mitarbeiter darauf achten, der Region als Fachkraft erhalten zu bleiben. Stellvertretender Landrat Franz Birkl stellte die Vielfalt und Qualität der von den Bäckereien hergestellten Produkte heraus. Hochwertige Lebensmittel seien immer mehr gefragt. Diese könnten nur hergestellt werden, wenn qualifizierte Mitarbeiter ihren Betrieben treu blieben.

Viele Global Player gebe es im Bereich der Bäcker-Innungen Amberg, Amberg-Sulzbach und Schwandorf, betonte Günther Koller, 2. Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg. Doch für die Versorgung mit regionalen Produkten, zu denen er hochwertige Backwaren zählte, seien die mittelständigen Handwerksbetriebe nicht wegzudenken. "In Ihren Händen liege es in Zukunft, dass ordentliche Backwaren hergestellt und den Kunden verkauft werden", sagte Kreishandwerksmeister Hans Weber zu den Absolventen. Fachverkäuferinnen müssten über Backwaren beraten können und über Fachwissen zu Allergenen und sonstigen Lebensmittel-Unverträglichkeiten verfügen.

Flüchtlinge gut aufnehmen


Der Bäcker trage Verantwortung für die von ihm hergestellten Waren. Das heiße in einer Zeit steigenden Ernährungsbewußtseins absolute Rezeptgenauigkeit. "Was wäre unser Leben ohne frisches Brot oder resche Semmeln auf dem täglichen Frühstückstisch?", fragte Kreishandwerksmeister Christian Glaab (Schwandorf). "Uns würde was fehlen." Den neuen Gesellen und Fachverkäuferinnen falle nun die Aufgabe zu, neue Auszubildende unter ihre Fittiche zu nehmen. Aktuell kommt noch hinzu, dass jugendliche Flüchtlinge einen Handwerksberuf erlernen wollen. Sie müssten in den Innungsbetrieben gut aufgenommen werden.

Die BestenPrüfungsbeste bei den Bäckern waren Caroline Singer (Bäckerei Norbert Graf, Schnaittenbach) und Marcel Morawe (Bäckerei Helmut Kosler, Maxhütte-Haidhof). Die besten Prüfungsergebnisse bei den Fachverkäuferinnen hatten Larissa Reck (Bäckerei Roland Moser, Teublitz) und Desiree Schönfeld (Bäckerei Michael Kredler, Gebenbach) erzielt.

Mit Ehrenurkunden der Regierung der Oberpfalz für beste schulische Leistungen wurden folgende Absolventen geehrt: Bianca Ritt (Bäckerei Brunner KG, Weiden), Sabrina Rösch (Bäckerei Norbert Graf, Schnaittenbach) sowie Marcel Morawe (Bäckerei Helmut Kosler, Maxhütte-Haidhof). (gfr)
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