Generationswechsel beim Ärztlichen Kreisverband
Dr. Martin Pöllath neuer Ober-Arzt

Das neue Führungsgremium des Ärztlichen Kreisverbands Amberg-Sulzbach mit seinem neuen Ehrenvorsitzenden (von links): Dr. Christian Kunkel, Dr. Alexandra Müller, Dr. Roland Brey, Dr. Günter Bock, Dr. Martin Pöllath, Dr. Wolfgang Knarr, Dr. Jens Trögner, Dr. Moritz Maenner, Dr. Carsten Schwab und Dr. Dirk Schürfeld. Bild: usc

Ein Generationswechsel vollzog sich beim Ärztlichen Kreisverband. Nach 24-jähriger Vorstandstätigkeit stellte sich der bisherige Vorsitzende Dr. Wolfgang Knarr nicht mehr zur Wahl. Die Mitglieder würdigten seine Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. An der Verbandsspitze steht nun Dr. Martin Pöllath.

Amberg-Sulzbach. Der Kreisverband ist Teil der Berufsvertretung der Ärzte Bayerns und hat die Aufgabe, deren Belange wahrzunehmen, die ärztliche Fort- und Weiterbildung zu fördern und bei der Überwachung der Erfüllung der ärztlichen Berufspflichten mitzuwirken. Dem Kreisverband gehören 745 Ärzte an.

Bei der Jahreshauptversammlung ging Knarr in seinem Rechenschaftsbericht auf die Arbeit im Kreis- und Bezirksverband ein. Das Kreisgremium habe sich mit der Empfehlung der Landesärztekammer zur Zurückhaltung bei Marktforschungsunternehmen befasst. Die ärztliche Neutralität sollte gewahrt werden. Laut Knarr müssen Teilnehmer an solchen Umfragen damit rechnen, in Veröffentlichungen zu erscheinen. Wichtig erschien ihm der Hinweis, dass bei einer Praxisprüfung durch das Finanzamt der Datenschutz des Patienten gewährleistet sein muss. Deshalb seien Namen und Diagnosen zu schwärzen. Dies sei auch Steuerberatern oft nicht bekannt. Als fragwürdig bezeichnete Knarr, der sich bereits im Ruhestand befindet, das Bewertungsportal Jameda, dessen Ranking unklar sei. Er forderte einen einheitlichen Flüchtlingsausweis.

Knarr trat dafür ein, Tests für Sprachkenntnisse bei ärztlichen Prüfungen zu entwickeln. Die von Bayern ins Auge gefasste Landarztquote finde in der Landesärztekammer keine Zustimmung. Eine Novellierung der Gebührenordnung werde wohl so schnell nicht kommen. Er mahnte, bei der Erstellung von Privatrechnungen äußerste Sorgfalt walten zu lassen, Pauschalbeträge seien nicht statthaft.

Angesichts des bayernweit großen Mangels an medizinischen Fachangestellten sprach Knarr von einer sehr erfreulichen Entwicklung der Auszubildendenzahl im Kreisverband mit 55 auf den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Knarr dankte seinen langjährigen Mitstreitern im Vorstand, die bei den Neuwahlen nicht mehr kandidierten: Angelika Reindl-Postler (seit 1988 im Vorstand, seit 2001 2. Vorsitzende), Professor Volker Groß (seit 1996 im Vorstand, seit 1998 Fortbildungsreferent), Rudolf Merkl (seit 1992 im Vorstand, seit 1996 Schriftführer) und Armin Rüger (seit 2001 Pressebeauftragter). Der Abend bedeutete auch für Knarr den Rückzug aus dem Führungsgremium, dem er seit 1992 angehörte, von 1996 bis 2001 als Finanzbeauftragter und ab 2001 als Vorsitzender. Verabschiedet wurde Ingrid Gebhard, die seit 1987 das Sekretariat des Kreisverbands leitete. Ihre Nachfolgerin ist Rita Bogner.

Von einem guten Zuspruch zu den acht Fortbildungsveranstaltungen berichtete Professor Volker Groß. Zusätzlich seien in Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum Regensburg zwei von Harald König organisierte onkologische Kurse angeboten worden. Darüber hinaus kamen die Ärzte in zahlreichen Qualitätszirkeln zusammen. Finanzbeauftragter Martin Pöllath legte einen guten Jahresabschluss. Als neuer Vorsitzender beantragte er als erste Amtshandlung die Ernennung Knarrs zum Ehrenvorsitzenden aufgrund dessen verdienstvoller Tätigkeit. Die Mitglieder folgten dem Vorschlag einstimmig.

VorstandVorsitzender: Dr. Martin Pöllath Stellvertreter: Dr. Jürgen Krieg

Beisitzer: Dr. Günter Bock, Dr. Roland Brey, Dr. Christian Kunkel, Dr. Moritz Maenner, Dr. Alexandra Müller, Dr. Dirk Schürfeld, Dr. Carsten Schwab und Dr. Jens Trögner

Kassenprüfer: Dr. Franz Prösl und Dr. Wolfgang Klarner (usc)
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