Gesellenbriefe für 17 junge Maurer
Qualitätsarbeit lebt vom guten Können

Die Prüfungsbesten im Maurerhandwerk mit Repräsentanten der Innung, den Sponsor-Unternehmen und kommunalen Mandatsträgern (von links): Wolfgang Hummel, Bernhard Nagler, Prüfungsbester Maximilian Schöner, Franz Birkl, Hermann Kammerer, Robert Hummel, Sebastian Ruml, Siegfried Nest, Tobias Pöllinger, Günther Koller, Sascha Weigand, Johann Lingauer, Robert Hummel, Manfred Graf und Kreishandwerksmeister Hans Weber. Bild: gf

Oberleinsiedl. "Maurer haben einen Beruf, deren Ergebnisse Tausende von Jahren bestehen bleiben", betonte Hans Weber bei der Freisprechungsfeier der Bau-Innungen Amberg und Amberg-Sulzbach. Als ein Beispiel nannte der Kreishandwerksmeister die Steinerne Brücke in Regensburg.

Wichtiges Etappenziel


Nun müssten die jungen Facharbeiter beweisen, was sie in drei Jahren gelernt haben, sagte Wolfgang Hummel, Obermeister der Amberger Innung. Nach der Facharbeiterprüfung beginne der Ernst des Lebens, die Gesellen müssen nun das in der Berufsschule, bei der überbetrieblichen Ausbildung und in den Ausbildungsbetrieben Erlernte umsetzen.

Die Gesellenprüfung sei ein wichtiges Etappenziel im beruflichen Leben, aber jeder könne sich bei entsprechender Weiterbildung zum Vorarbeiter, Werkspolier, Maurermeister oder Bautechniker hocharbeiten. Selbst ein fachbezogenes Studium zum Hochbauingenieur sei möglich. Auf den sprichwörtlichen "goldenen Boden", den das Handwerk habe, wies stellvertretender Landrat Franz Birkl hin. Seinen Worten nach haben qualifizierte Facharbeiter derzeit beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn die Baubranche boome wie seit Jahren nicht mehr.

Günther Koller, 2. Bürgermeister von Sulzbach-Rosenberg, informierte, dass in der Oberpfalz jeder fünfte Euro im Handwerk umgesetzt werde. Der Beruf des Maurers habe Zukunft - in ihm sollten die jungen Facharbeiter auf-, nicht untergehen. Kreishandwerksmeister Hans Weber betonte, dass mit der bestandenen Gesellenprüfung die Türe zur Berufswelt offen stehe. Maurer sei ein Beruf, dessen Ergebnisse Bestand hätten, aber auch einer, der zu stetem Lernen zwinge, denn ständig kämen neue Techniken, neue Geräte und neue Anwendungsmöglichkeiten auf den Markt. So zielstrebig, wie die Gesellen ihre Lehrzeit durchgezogen hätten, sollten sie ihre beruflichen und privaten Ziele verfolgen.

Fleiß hat sich gelohnt


Qualitätsarbeit, so Hans Weber, lebe von guter Ausbildung, handwerklichem Können und Engagement für den erlernten Beruf. Im Namen aller Prüflinge bedankte sich Maximilian Schöner bei Lehrmeistern, Ausbildungs-Gesellen und den Lehrern der Berufsschule für das vermittelte Fachwissen. Allen sei bewusst, dass der Gesellenbrief ein wichtiger Schritt ins Berufsleben sei. Obermeister Wolfgang Hummel überreichte mit Bernhard Nagler, Vorsitzender des Prüfungsausschuss, sowie den Vertretern der Schlagmann-Edmüller-Stiftung, Johann Lingauer und Robert Hummel, sowie der Firma Meier Betonwerke, Siegfried Nest und Dietmar Melchner, die Gesellenbriefe. Hans Übler, stellvertretender Obermeister der Bau-Innung Sulzbach-Rosenberg, meinte, dass sich drei Jahre Fleiß und Leistungsbereitschaft für alle 17 Prüflinge gelohnt hätten.

Die PrüfungsbestenPrüfungsbester war Maximilian Schöner mit der Note 1, Hermann Kammerer, Sebastian Ruml, Tobias Pöllinger, Sascha Weigand und Manfred Graf erreichten in der Gesellenprüfung die Note zwei. Ausbildungsbetriebe sind Käss-Bau (Windischeschenbach), Baugeschäft Übler (Birgland), Michael Bäumer Hoch- und Tiefbau (Oberviechtach), Gnan & Köper (Sulzbach-Rosenberg). (gf)
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