Horrorunfall bei der Heimreise vom Urlaub auf der B 85
Ganze Familie schwer verletzt

Mit der linken Seite krachte der Mercedes Sprinter rund 500 Meter vor Mönlas fast frontal in den Ford S-Max. Der 23-jährige Transporterlenker war eingeklemmt und musste wegen des stark eingedrückten Fußraums von der Feuerwehr geborgen werden, während sich sein schwerverletzter Beifahrer selbst befreien konnte. Bilder: gf (2)

Horror für eine junge Familie auf der Heimfahrt vom Urlaub: Kurz nach Mitternacht wurde ihr Pkw auf der B 85 bei Mönlas von einem entgegenkommenden Transporter frontal gerammt. Die Mutter (29) am Steuer wurde lebensgefährlich verletzt, ihre zwei Kleinkinder und der Ehemann auf dem Rücksitz schwer.

Königstein. Das Unglück ereignete sich am Montag gegen 0.30 Uhr auf der gut ausgebauten Bundesstraße zwischen Königstein und Mönlas. Die junge Familie aus der Gemeinde Hahnbach war dort in Richtung Amberg unterwegs. Sie befand sich laut Polizei angesichts des bepackten Autos offensichtlich auf der Heimreise von einem Urlaub.

Kleinkinder am Rücksitz


Während die Frau den Ford-Van zum Typ S-Max auf der geraden Strecke lenkte, saß ihr 31-jähriger Mann hinten bei den zwei Söhnen. Beide Jungen im Alter von erst sechs Monaten und zwei Jahren waren nach Auskunft der Beamten in ihren Kindersitzen befestigt - "glücklicher Weise", wie die Ordnungshüter in ihrem Bericht anmerkten, weil sonst vielleicht noch Schlimmeres passiert wäre. Beim Aufprall wurden die Buben und ihr Vater dennoch schwer verletzt.

Wie es dazu kam, war gestern noch nicht klar. Fest stand nur, dass der 23-jährige Fahrer des Mercedes Sprinter aus der Ukraine, der in Richtung Königstein unterwegs war, rund 500 Meter vor Mönlas auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort stieß er mit der linken Seite seines Transporters fast frontal in den Ford. Auch sein Beifahrer, ebenfalls ein Ukrainer im Alter von 58 Jahren, wurde bei dem heftigen Zusammenstoß schwer verletzt.

Zwei in Lebensgefahr


Der Sprinter-Fahrer und die Mutter am Steuer des Pkw mussten von den Feuerwehren mit der Rettungsschere aus den Autowracks befreit werden. Ihre Verletzungen waren so gravierend, dass Lebensgefahr bestand, wie die Polizeiinspektion Auerbach gestern mitteilte. Zwei Rettungshubschrauber wurden nach ihrer Schilderung angefordert, wobei der Helikopter Christoph Nürnberg die Frau nach Amberg ins Klinikum flog und Christoph Regensburg brachte den 23-jährigen Ukrainer nach Bayreuth ins dortige Krankenhaus.

Der Vater und seine beiden Kinder wurden mit dem Rettungswagen in die Uni-Klinik nach Regensburg transportiert, während der Transporter-Beifahrer nach St. Marien in Amberg kam. An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von insgesamt rund 50 000 Euro.

Die Feuerwehren Schlicht, Königstein und Gaißach sorgten für die Sicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle. Die B 85 musste inklusive Aufräumarbeiten zwischen Mönlas und Königstein bis gegen 5.30 Uhr gesperrt werden. Um die rund fünfstündige Umleitung des Verkehrs kümmerten sich ebenfalls die Wehrleute. Zur Klärung der Unfallursache schaltete die Staatsanwaltschaft Amberg einen Sachverständigen ein, der noch in der Nacht kam und den Unglücksort untersuchte.
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