Immer mehr Parzellenbesitzer melden ihre Schäden
Tatort Kleingarten: 22 Einbrüche

Verschlossene Gittertüren nützten nichts - die Kleingartenanlage Vilstal zwischen Amberg und Haselmühl wurde in der Nacht zum Sonntag Ziel von Einbrechern. Das Vereinsheim blieb jedoch im Gegensatz zu etlichen Schuppen und Materialhäuschen auf bislang 22 bekannten durchsuchten Parzellen verschont. Bild: Hartl

66 Parzellen hat die Kleingartenanlage Vilstal an der gleichnamigen Straße nach Haselmühl. Mindestens ein Drittel davon wurde in der Nacht zum Sonntag von Einbrechern heimgesucht. Noch ist die Polizei gar nicht sicher, ob sich schon alle Laubenbesitzer gemeldet und fehlende Gegenstände angezeigt haben.

Kümmersbruck. Doch die Ordnungshüter haben natürlich Kontakt mit der Vorsitzenden des Vereins, Petra Friedrich, aufgenommen und sie gebeten, ihre Mitglieder umgehend von dem dreisten Geschehen zu informieren. Daraufhin meldeten sich allein bis gestern 22 Parzellenbesitzer, die Einbrüche weniger in ihre Gartenhäuschen als vielmehr in ihre Werkzeug- und Materialschuppen feststellten.

Scharf auf Nutzgegenstände


Offenbar hatten es die Täter stärker auf Nutzgegenstände denn auf Bargeld oder anderes Diebesgut abgesehen. Beispiel Benzinkanister: Dass er aus einer kleinen Scheune geholt wurde, berichtete die AZ bereits gestern. Denn die Täter entleerten den Spritbehälter komplett, was die Beamten zunächst auf einen Pkw-Aufbruch auf dem Parkplatz vor der Kleingartenanlage aufmerksam werden ließ. Doch nicht nur hier gab es wie gemeldet einen Zusammenhang. Dieselben Einbrecher tobten sich mit ziemlicher Sicherheit in der ganzen Anlage aus - nicht in der mit Namen Drahthammer, wie gestern von der Polizei irrtümlich berichtet, sondern in der direkt daneben liegenden des Vereins Vilstal.

Der oder die Täter knackten nach Auskunft der Beamten Vorhängeschlösser oder brachen Zugangstüren zu den Nebengebäuden und Schuppen auf. Die eigentlichen Gartenhäuser waren demnach nicht das Ziel. Nur in einem Fall sei ein hinterlegter Schlüssel gefunden und das Schreberhäuschen durchwühlt worden. Dabei fielen den Eindringlingen 15 Euro Kleingeld, eine Uhr, Bekleidung und Besteck in die Hände. Ansonsten aber waren sie auf Elektrokleingeräte wie Stichsägen, Bohrmaschinen, -schrauber, Kabeltrommeln und zwei Stromgeneratoren scharf.

Schadenshöhe noch unklar


"In vielen Fällen steht die genaue Schadenshöhe noch nicht fest", teilte Ambergs Polizeisprecher Peter Krämer mit, allein der Wert der Beute beträgt nach seinen Worten aber gut 2000 Euro. "Offensichtlich hatten der oder die Täter ein Problem mit der Transportkapazität, denn hochwertige Großgeräte wie Rasenmäher oder Räder blieben unbeachtet zurück."

Laut Krämer sind nach dem Aufruf durch die Vorsitzende nun weitere Mitglieder dabei, ihr Eigentum in der Anlage zu inspizieren, um mögliche noch nicht entdeckte Einbruchsspuren und Schäden zu melden.
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