Jahreshauptversammlung des Vereins zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (SEGA)
Mehr Wertschätzung für Alte

SEGA-Vorsitzendem Dr. Klaus Gebel (rechts) gelang es, mit Angelika Bär (links) eine dringend notwendige Interimslösung für die Verwaltung der Vereinsfinanzen zu finden. Bild: usc

Mit Foren und Vorträgen über Krankheitsbilder sowie mit Fortbildungsmaßnahmen verwirklichte der Verein zur Förderung der seelischen Gesundheit im Alter (SEGA) auch 2015/16 seine Ziele. Vornehmlich geht es SEGA darum, Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen zu helfen, damit diese möglichst lange im gewohnten Lebensumfeld bleiben können.

Amberg-Sulzbach. Der 142 Mitglieder umfassende Verein engagiert sich für ortsnahe ambulante Wohngemeinschaften als Zuhause und spezialisierte Versorgungseinrichtungen, für umfassende Beratung der Angehörigen und spezielle Ausbildung ehrenamtlicher Helfer zu deren Entlastung. Er kümmert sich um eine Vernetzung bestehender Einrichtungen und bietet Schulungen sowie positive Motivation der Fachkräfte aus der Pflege zum Thema "Seelische Gesundheit im Alter" an, um alten Menschen mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

Zu den Aktivitäten


Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Restaurant Alte Kaserne in Amberg gab SEGA-Vorsitzender Dr. Klaus Gebel Mitgliedern und Förderern einen Überblick über die zurückliegenden Aktivitäten, die sich nicht nur auf die Region Amberg-Sulzbach beschränkten.

Großer Zuspruch


Dabei ging es unter anderem um Themen wie "Wirksamkeit von neurologischen Medikamenten bei Alzheimer, Demenz und Parkinson", "Depressionen - Wenn die Freude verloren geht" oder "Alter, Trauma und Demenz". Auf großen Zuspruch stieß wieder die überregional bedeutsame SEGA-Fachtagung im Landratsamt, die sich mit Brennpunkten in der Demenzversorgung befasste.

Feste Bestandteile waren auch die Amberg-Sulzbacher Demenzwochen und die Schulungen ehrenamtlicher Helferinnen in Weiden, Neutraubling, Amberg und Schwandorf. Als größte Aktivität des Vereins nannte SEGA-Vorsitzender Dr. Gebel die erst einige Tage zurückliegende und hochkarätig besetzte Fachtagung "Alter, Trauma und Demenz" im Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg.

Dienstag über Schmerz


Diese Angebote finden sich zum Teil im neuen Jahresprogramm 2016/17. Partner dabei ist auch das St.-Anna-Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg. Am Dienstag, 11. Oktober, befasst man sich bei einer Fortbildung mit dem Themenkomplex "Der vergessene Schmerz - von der Schmerzwahrnehmung zur Schmerztherapie von Menschen mit Demenz". Am Wochenende 7./8. Dezember trifft man sich im Schloss Spindlhof in Regenstauf zu einer weiteren Fortbildungsmaßnahme mit dem Thema "Krisen, Sucht und Suizidalität". Die Hauptveranstaltung des Jahres, die 10. SEGA-Fachtagung, befasst sich am 22. März mit dem Thema "Krank und einsam im Alter - Herausforderungen für Pflege und Gesellschaft".

Beim neunten Landkreis-Demenzforum am 6. April in Königstein geht es um herausforderndes Verhalten bei Menschen mit Demenz. Im laufenden Geschäftsjahr will SEGA Impulsgeber für die Einrichtung einer Tagesstätte für Demenzkranke in der Sozialstation in Sulzbach-Rosenberg werden und die Anschubfinanzierung übernehmen.

Vorbild für Unterfranken


Dr. Gebel unterstrich in seinem Rechenschaftsbericht die wichtige Unterstützung von SEGA durch Georg Pilhofer von der Gerontopsychiatrischen Koordinierungsstelle für die Oberpfalz, einer Einrichtung des Bezirks. Auch Bezirksrat Richard Gaßner unterstrich die Bedeutung der Arbeit von Pilhofer, die zwischenzeitlich Vorbild für die Schaffung einer solchen Stelle etwa in Unterfranken sein werde, wie Pilhofer ergänzte.

Zustimmung erteilte die Mitgliederversammlung der Einstellung einer Teilzeitkraft für die SEGA-Geschäftsstelle zur Entlastung von Jutta Streher. Genesungswünsche galten dem erkrankten Schatzmeister Günter Frieser. Dr. Gebel zeigte sich sehr dankbar, dass Angelika Bär aus Edelsfeld vertretungsweise die Finanzgeschäfte des Vereins abwickelt. Nach kurzer Einarbeitungszeit konnte sie den Mitgliedern mitteilen, dass der Verein auf soliden, sicheren Beinen steht.
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