KAB-Kreisausschuss tauscht sich in Lintach über das Thema „Altersarmut und seelische ...
Christliche Kirche schon seit ersten Anfängen bei Armen

Lintach. Der KAB-Kreisverband Amberg-Sulzbach hatte zum Kreisausschuss nach Lintach eingeladen. KAB-Kreispräses Gottfried Schubach zog, begleitet von zahlreichen Mitgliedern und deren Bannerabordnungen, zum feierlichen Gottesdienst in die Pfarrkirche ein. Hinterher begrüßte Josef Kotz, Sprecher des KAB-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, die Teilnehmer im Pfarrheim. Dort referierte stellvertretender KAB-Diözesanvorsitzender Gero Utz über das Thema "Altersarmut und seelische Gesundheit".

Vor allem Orden


"Denn Arme habt ihr allezeit bei euch" (Mt.26, 11) - "Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein". (5. Moses 15,4) - diese und weitere Textstellen in der Bibel zeigen Armut als eine Realität, die in der Welt vorzufinden ist, auf, so leitete Utz ein. Die christliche Kirche stehe seit ihren Anfängen an der Seite der Armen. Über den ganzen Verlauf der Kirchengeschichte hätten sich vor allem Orden der Aufgabe verschrieben, Armen, Kranken, Notleidenden und Sterbenden zur Seite zu stehen.

Meist Unterschicht


Zu Zeiten Jesu gehörten die meisten Menschen der sozialen Unterschicht an. Gelang es, sich und die Familie mit Kleidung, Nahrung und akzeptablen Wohnverhältnissen zu versorgen, sprach man schon von einem Wohlhabenden unter kleinen Leuten. Der Referent wies schließlich auf die Absicherung der Armut hin, die in Deutschland vom Sozialstaat geleistet werde. In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte werde konkret die soziale Sicherung für den Einzelnen angesprochen. Diese reiche von Bildung und Arbeit bis hin zu Erholung und der Teilnahme am kulturellen Leben.

Soziale Sicherung sei verankert im Grundgesetz. Die Faktoren sozialer Gerechtigkeit seien die Vermeidung von Armut (Kinder- oder auch Altersarmut), Zugang zur Bildung (Umgang mit Lernschwächeren, Investitionen in Forschung), Zugang zum Arbeitsmarkt (Beschäftigungschancen für Ältere, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung), Sozialer Zusammenhalt (Ungleichverteilung von Einkommen, System der sozialen Sicherheit, Umgang mit Minderheiten), Generationengerechtigkeit (Umgang mit Familien, Rentnern, Rohstoffen und Ressourcen).

Intensiv wurde noch der Frage "Was verstehen sie unter Lebensqualität?" nachgegangen. In diesem Zusammenhang wurde die Reichtumsvorstellung in Deutschland diskutiert (Angaben für "ja" in Prozent): Gesund sein 91, keine finanziellen Sorgen im Alter 87, unabhängig von staatlicher Absicherung 76, sich alles leisten können 75, bestmögliche Bildung haben 72, von Vermögenserträgen leben können 70, politische Einstellungen beeinflussen können 53, über Hauspersonal verfügen 50.

Rege Diskussion


Der Referent ging noch ausführlich auf Hartz IV und auf kirchliche, christliche und private Hilfsangebote ein. Als Beispiele nannte er Flüchtlingshilfe, Tafel oder Kleiderlager. Es schlossen sich eine rege Diskussion und Erfahrungsaustausch an.

50 Euro nach Schlicht


Am Ende der Ausschusssitzung überreichte Gero Utz als stellvertretender Diözesanvorsitzender einen Gutschein im Wert von 50 Euro an Hans Ludwig Adam, Vorsitzender des Ortsverbandes Schlicht. Dieser Bon wird vom KAB-Diözesanverband Regensburg vergeben für den dritten Platz bei der Werbung der Neumitglieder. Gewinner 2014 wurde mit acht Neumitgliedern der KAB-Ortsverband Schlicht. Der Gutschein kann bei Bildungs- oder Freizeitveranstaltungen eingelöst werden.
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