Kommunale Jugendstellen werben für mehr Qualität in der Jugendarbeit
„Die Juleica öffnet Türen“

Jugendarbeit ist nichts, was man sich mal schnell aus dem Ärmel schüttelt. Bei so einem Spielefest (das Bild stammt aus dem Amberger Sebastiansviertel) brauchen die Organisatoren nicht nur Kreativität, sondern auch viel Hintergrundwissen, beispielsweise zu rechtlichen Fragen. Bild: Hartl

Amberg-Sulzbach. Gemeinsam gehts besser: Das haben längst auch die kommunalen Jugendstellen und -treffs in der Region erkannt. Sie haben eine Kampagne gestartet, um die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden noch professioneller zu gestalten. Ihr Ziel ist es unter anderem, möglichst viele Ehrenamtliche für den Erwerb der Jugendleiter-Card (Juleica) zu begeistern.

"Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist nicht nur schön, sondern auch sehr anspruchsvoll", erklärte die Jugendpflegerin des Landkreises Amberg-Sulzbach, Claudia Mai. Wer eine Jugendgruppe leitet, der brauche nicht nur Tipps für die Gestaltung des Freizeitprogrammes, sondern oft auch eine Schulung in rechtlichen Belangen, Beratung bei Fördermöglichkeiten oder eine Handreichung für den Umgang mit den neuen sozialen Medien.

Vergünstigungen inklusive


Die Jugendleitercard, die der Bayerische Jugendring initiiert hat, bietet die Gewähr einer regelmäßigen, fundierten Weiterbildung der Ehrenamtlichen. Die Karte bekommt, wer den Besuch relevanter Kurse nachweisen kann. Im Gegenzug erhält der Inhaber Vergünstigungen in vielen öffentlichen Einrichtungen, Nachlässe bei verschiedenen Firmen, die kostenlose Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergswerk und genießt die Vorteile einer Rechtschutzversicherung. "Die Juleica öffnet Türen - nicht nur in der Jugendarbeit", unterstreicht Birgit Schulleri von der Kommunalen Jugendarbeit der Stadt Amberg. "Die erworbenen Soft-Skills, wie Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfreudigkeit spielen ja auch im Berufsleben eine wichtige Rolle." Für die Inhaber gibt es einen sogenannten Kompetenznachweis, "und der macht sich ausgezeichnet beim nächsten Bewerbungsgespräch".

Wir haben darauf geachtet, dass Lernen in lockerer Atmosphäre mit aufgeschlossenen Leuten möglich ist.Cornelia Aschenbach, Jugendfreizeitstätte Hängematte


Wir richten uns an alle Interessierten, die ehrenamtlich tätig sind oder sein wollen.Claudia Mai, Kommunale Jugendpflegerin Amberg-Sulzbach


Die Kurse fördern die Vernetzung der Ehrenamtlichen in Stadt und Landkreis.Linda Lichtenberg, Katholische Jugendstelle


Wir sind stolz auf die starke Kooperation und das tolle Angebot.Birgit Schulleri, Kommunale Jugendarbeit Amberg


Wir haben versucht, die Themen auf die Zielgruppen zuzuschneiden.Martina Spiegler, Geschäftsführung Kreisjugendring


Was wir anbieten wollen, ist qualifizierte Jugendarbeit mit dem nötigen Know-How.Carmen Donhauser (links) und Jessica Huber, Jugendzentrum Klärwerk


Die Jugendleiter-Kurse im ÜberblickNachfolgend die nächsten Kurse für Jugendleiter. Das Angebot ist kostenlos. Anmeldung unter www.kjr-as.de oder per Mail: info@koja-as.de.

Medienführerschein

Mobile Kommunikation mit dem Smartphone ist schnell, praktisch und macht Spaß. Manchmal nervt es aber auch, immer "on" zu sein und Hunderte oder manchmal auch fragwürdige Nachrichten zu bekommen. Im Auffrischungskurs können alle Jugendleiter am Montag, 26. September, den "Medienführerschein für die Jugendarbeit" erwerben. Ziel ist es, verschiedene Blickwinkel und auch eine Haltung zum Thema "mobile Kommunikation" zu entwickeln. Ort: Jugendzentrum Klärwerk Amberg, 18 bis 21 Uhr, Referentin: Alexandra Lins.

Mobbing - Probleme mit Kindern angehen

Ist es Mobbing? Oder ärgern sich die Kinder "nur" gegenseitig? Egal was dahintersteckt, bei Problemen unter den Kindern und Jugendlichen oder auch im Verhalten einzelner Gruppenmitglieder ist die Leitung einer Jugendgruppe gefordert. In diesem Seminar am Samstag, 15. Oktober, geht es um Tipps und Tricks für den Jugendleiteralltag um schwierige Situationen leichter meistern zu können. Ort: Jugendzentrum Klärwerk, Amberg, 9 bis 15 Uhr, Leitung: Sibylle Vinzens.

Was bedeutet Inklusion wirklich?

Der Facharbeitskreis der Abenteuer-Begegnung der Diözese Regensburg lädt ein, diesen Fragen gemeinsam auf den Grund zu gehen: Was bedeutet Inklusion wirklich? Für mich? Für meine Arbeit als Gruppenleiter? Für die Gruppe? Für meinen Verband? Was ist die Behindertenrechtskonvention und was steht da drin? Wie kann ich als Gruppenleiter das Ganze umsetzen? Wo das Seminar stattfindet, steht noch nicht fest. Termin ist am Samstag, 5. November, von 10 bis 16.30 Uhr.

Interkulturelle Kompetenz:

Multi-Kulti in der Jugendarbeit. Das ist für die Jugendarbeit eine besondere Herausforderung. In diesem Tagesworkshop am Samstag, 3. Dezember, wird vermittelt, wie man kulturellen Unterschieden oder Sprachbarrieren begegnen kann. Auch erfahren die Teilnehmer, welche Methoden sich für eine interkulturelle Jugendarbeit gut eignen und ein Miteinander in der Jugendverbandsarbeit stärken kann. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Dauer: 9.30 bis 17 Uhr. Die Referenten kommen von der Jugendbildungsstätte Unterfranken.

Mitgliederwerbung, Öffentlichkeits- und Elternarbeit:

"Kleine Vereine mit Mitgliederzahlen von unter 50 Personen müssen umdenken und Anreize schaffen" - so stand es erst vor Kurzem in der Zeitung. Wie schaffen wir es, neue Mitglieder zu werben? Was macht eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit aus? Diesen und weiteren praxisnahen Fragen nähert sich ein Vorsitzender eines stetig wachsenden Vereins und gibt Tipps und Tricks weiter. Der Ort steht noch nicht fest. Termin ist am Donnerstag, 12. Januar 2017, von 18 bis 21 Uhr. Als Referent steht Christian Härteis von den Ammersrichter Pfadfindern zur Verfügung.

Dein Beitrag zur Nikotinprävention!

Die Ausstellung "krass" möchte Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren, die noch nicht mit dem Rauchen angefangen haben, von den Vorteilen des Nicht-Rauchens überzeugen - den Einstieg hinauszögern oder anregen, den Ausstieg anzudenken. Auf zwölf großformatigen Tafeln werden verschiedene Aspekte des Rauchen dargestellt. Jugendbetreuer sollen anhand der Ausstellung Methoden zur Nikotinprävention erlernen. Die Ausstellung ist von 16 bis 27. Januar 2017 im Jugendzentrum Klärwerk zu sehen.

Spiele für Viele: neue Ideen, Zeit zum Ausprobieren

Nicht jedes Spiel ist für jede Gruppe, jedes Alter und jeden Anlass geeignet. In diesem für Februar 2017 terminierten Workshop lernen die Teilnehmer die Grundlagen beim Spielen in Gruppen kennen. Neben einem theoretischen Input kommt die Praxis nicht zu kurz. Die Spiele werden auch gleich ausprobiert. Die Teilnehmer können dabei in die Rolle des Spieleleiters schlüpfen und sich als Gruppenleiter ausprobieren. Ort und Referent stehen noch nicht fest.

Organisation von Freizeiten

Planung - Organisation - Durchführung ...aber wie? In einem Workshop am Samstag, 18. März 2017, von 10 bis 16.30 Uhr im Jugendzentrum Hängematte in Sulzbach-Rosenberg erfahren die Teilnehmer, wie die Planung und Organisation von Veranstaltungen funktioniert. Neben nützlichen Infos bleibt auch Zeit für viele neue Ideen für die eigenen Veranstaltungen. Referent: Philipp Spieß.

FruchtBar-Workshop

"Lerne unterschiedliche Rezepte für alkoholfreie Cocktails und probiere dich selbst am Shaker. Erlaubt ist, was dir schmeckt", heißt es in der Einladung zum Workshop für die FruchtBar, das alternative und mobile Bar-Angebot des Kreisjugendrings. Erfahrene Betreuer geben Tipps und Anregungen. Ort: Landkreis-Cultur-Centrum (LCC), Obere Gartenstraße 3, Sulzbach-Rosenberg, Termin: Samstag, 8. April 2017, 14 bis 17 Uhr.

Haftungs- und Versicherungsfragen sowie rechtliche Grundlagen in der Jugendarbeit

Oft herrscht Unsicherheit: wie war das noch mal mit der Aufsichtspflicht? Was passiert, wenn ein Teilnehmer etwas beschädigt? In dem Seminar am Donnerstag, 11. Mai, besprechen die Teilnehmer Praxisbeispiele, verschaffen sich einen Überblick über geltendes Recht und diskutieren Ausnahmen. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Die Dauer steht schon fest: 18 bis 21 Uhr.


Weitere Informationen zur Jugendleitercard unter www.juleica.bjr.de.
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