Kran birgt umgekippten Lastwagen
Betonmischer quer auf B 85

Der Fahrer kam auf das Bankett, übersteuerte - und schon lag der Betonmischer auf der Fahrbahn der B 85. Der Mann zog sich leichte Verletzungen zu, ein Teil seiner Ladung lief auf die Straße. Zur Bergung des Baufahrzeugs musste ein Kran kommen.

Ein 50-jähriger Kraftfahrer war nach Angaben der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg am Montag gegen 9 Uhr mit einem beladenen Betonmischer auf der B 85 zwischen Sulzbach-Rosenberg und Amberg unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache geriet er etwa auf Höhe der Ortschaft Wirnsricht mit dem schweren Lkw auf das rechte Bankett. Da er anschließend übersteuerte, geriet das Fahrzeug ins Schleudern, kippte um und lag schließlich quer auf der zweispurigen Fahrbahn in Richtung Sulzbach-Rosenberg.

Zwei Wehren rücken aus


Um 9.12 Uhr ging bei den Rosenberger Feuerwehrleuten der Alarm ein. Ihnen wurde ein umgestürzter Lkw auf der B 85 gemeldet, berichtete 2. Kommandant Jochen Sandig. Mit vier Fahrzeugen und 18 Aktiven rückten die Rosenberger aus. Die Dietersberger Feuerwehr eilte ebenfalls an den Unglücksort. Aus dem verunglückten Baufahrzeug war nicht nur Beton (rund ein Kubikmeter) ausgelaufen, sondern auch noch 200 Liter Diesel. Der Kraftstoff sickerte nach Angaben der Polizei zum Teil in den Erdboden neben der Straße. Der 50-jährige Fahrer hatte Glück im Unglück: Er zog sich bei dem Unfall nur leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Amberger Klinikum St. Marien.

Beton noch relativ flüssig


Die Feuerwehren sicherten die Unfallstelle ab und leiteten den Verkehr um. Die B 85 war zunächst einseitig gesperrt, ab 11.15 Uhr dann in beide Fahrtrichtungen. Der ausgelaufene Beton ließ sich noch ganz gut von der Straße entfernen. "Er war noch relativ flüssig und eben noch nicht hart", berichtete Jochen Sandig von der Rosenberger Feuerwehr. Zur Bergung des Havaristen rückte nach Angaben der Polizei ein Spezialunternehmen aus dem Landkreis mit einem Kranwagen an.

Ab 13.30 Uhr war die B 85 dann wieder einseitig befahrbar, der Verkehr in beide Richtungen wurde über eine Ampel, die die Straßenmeisterei aufgestellt hatte, geregelt. Um 14.15 Uhr war für die Feuerwehr Rosenberg, die auch eine Öl-Sperre an der Unfallstelle gesetzt hatte, beendet.

Am Nachmittag war ein Spezialunternehmen damit beschäftigt, den verunreinigten Boden auszukoffern. Vertreter des Landratsamtes sowie des Wasserwirtschaftsamtes waren ebenfalls an der Unfallstelle gekommen. Sie bewerteten das Schadensausmaß für die Umwelt, teilte die Polizei mit. Insgesamt entstand nach ersten Schätzungen ein Schaden von rund 50 000 Euro.
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