Kritik an neuer Regelung

Freude über die Auszeichnungen (von links): Bezirksvorsitzender Dieter Götz, die Geehrten Heinrich Herbort und Franz Kölbl sowie stellvertretender Vorsitzender Franz Schramayr. Bilder: hi (2)

Neuwahl und Ehrungen, aber auch Aktuelles aus der Verteidigungspolitik: Die Mitglieder des Bundeswehr-Verbands hatten bei ihrer Versammlung ein straffes Programm. Doch es gab auch Kritik - nämlich an der Arbeitszeitregelung.

Amberg-Sulzbach. Vorsitzender Heinrich Herbort hatte die Mitglieder der Kameradschaft Ehemaliger Soldaten, Hinterbliebener und Reservisten in die Schweppermannkaserne eingeladen. Bezirksvorsitzender Dieter Götz war ebenfalls nach Kümmersbruck gekommen.

Franz Kölbl aus Amberg bekam für 50-jährige Zugehörigkeit zum Verband eine Urkunde und eine Treuenadel, Vorsitzender Herbort wurde mit der Verdienstnadel in Gold ausgezeichnet. Stellvertretender Vorsitzender Franz Schramayr ging auf die Aktivitäten der Standortkameradschaft Amberg (1128 Mitglieder in sieben Kameradschaften), die Betriebsratswahlen und die neue Arbeitszeitregelung ein. In der Kaserne wird die Küche neu eingerichtet, am Eingangstor stünden nun zivile Wachmänner. Bezirksvorsitzender Dieter Götz definierte den Begriff Veteran: Dies sei jeder, der mehr als den Grundwehrdienst geleistet habe. Das 60-jährige Bestehen des Bundeswehrverbands wird auf Bezirksebene gefeiert, kündigte Götz an und ging auf die 41-Stunden-Regelung bei der wöchentlichen Arbeitszeit ein. 48 Stunden dürften nicht überschritten werden. Diese Arbeitszeitregelung war großes Diskussionsthema.

Der Verband fordert nach Worten des Bezirksvorsitzenden aktuell eine Gehaltsverbesserung von 4,5 Prozent. Die Anwesenden diskutierten den Abbau von Überstunden und meinten, dass die Ausführungsverordnung zur Arbeitszeit nicht gelungen sei. In seinem Rechenschaftsbericht gab Vorsitzender Heinrich Herbort die Zahl der Mitglieder mit 284 an. Man habe der Spitze im Verband verdeutlichen können, dass der frühe Beginn des Versorgungsausgleichs für Soldaten gegenüber anderen Berufsgruppen als ungerecht empfunden werde, führte der Vorsitzende aus. Sein Dank galt nicht nur den Vorstandsmitgliedern, sondern auch seinem Vorgänger Hans-Jürgen Feldmann, der sich enorm für die Mitglieder eingesetzt habe. Einstimmig wurde Herbort für weitere zwei Jahre an die Spitze gewählt. Sein Stellvertreter ist Franz Schramayr. Als Schriftführerin fungiert Hannelore Herbort, um die Kasse kümmert sich Christa Renners. Beisitzer sind Manfred Seiler, Kurt Besold und Manfred Schwander.

Als Delegierter wird Heinrich Herbort an der Landesversammlung teilnehmen. Sollte er verhindert sein, springen Kurt Besold oder Manfred Schwander ein. Seine Aufgabe definierte Vorsitzender Herbort so: Den fast 300 Mitgliedern bei Versammlungen und durch Referenten interessante Informationen zu bieten, aber auch gesellschaftliche Veranstaltungen zu organisieren. Für Donnerstag, 28. Juli, kündigte er einen Grillabend an, für Samstag, 19. November, die Jahresabschluss-Mitgliederversammlung.
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