Landrat Richard Reisinger fordert Nachbesserungen am Bundesverkehrswegeplan
Schreiben an den Bundesverkehrsminister

Landrat Richard Reisinger hat sich in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit Nachdruck für die Realisierung zahlreicher wichtiger Projekte im Landkreis Amberg-Sulzbach ausgesprochen. Dazu gehört unter anderem die Forderung des Ausbaus der Metropolenbahn Nürnberg - Amberg - Schwandorf - Prag, aber auch der Ausbau der B 85 sowie der B 299. Für Landrat Richard Reisinger sind leistungsfähige Verkehrswege die Grundvoraussetzung für Wohlstand und Wirtschaftswachstum.

Die Metropolenbahn wurde in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen und zunächst in den potenziellen Bedarf eingeordnet. Dies sei bereits ein wichtiges Signal für die wirtschaftliche Entwicklung ganz Ostbayerns gewesen, heißt es in dem Schreiben des Landrats an den Bundesverkehrsminister.

Dennoch drängt Landrat Richard Reisinger, unter anderem auch aufgrund eines besseren Nutzen-Kosten-Faktors im Vergleich zu einer konkurrierenden Strecke in Nordbayern und den damit deutlich geringeren Baukosten, auf eine Nachbewertung der Strecke Nürnberg - Amberg - Schwandorf - Prag und die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf.

Unterstützung bekam der Landkreischef dabei bereits von der Bayerischen Staatsregierung. So beschloss das Kabinett vor kurzem das Projekt für den vordringlichen Bedarf nachzumelden.

In seinem Schreiben stellt der Landrat noch weitere wichtige Projekte im Landkreis Amberg-Sulzbach in den Fokus und fordert beispielsweise den Ausbau der B 85 zwischen der Anschlussstelle Amberg-Ost (A6) und Pittersberg, aber auch die Ortsumgehungen von Ursensollen und Tanzfleck (B 299) in den vordringlichen Bedarf einzustufen.

Vor dem Versand des Schreibens fand im Landratsamt Amberg-Sulzbach eine Verkehrskonferenz statt, zu der Landrat Richard Reisinger mit dem Bundestagsabgeordneten Alois Karl und dem Landtagsabgeordneten Dr. Harald Schwartz die 27 Bürgermeister der Landkreiskommunen sowie den Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny und die Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger eingeladen hatte, um mit Vertretern der Obersten Baubehörde, der Regierung der Oberpfalz und des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach zu diskutieren und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Landrat Richard Reisinger richtete bei dieser Gelegenheit einen Appell an die Bürgermeister, unabhängig von der Stellungnahme des Landkreises selbst aktiv zu werden und eigene Einwände an das Bundesverkehrsministerium zu schicken.
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Axel Miller aus Regensburg | 21.05.2016 | 22:04  
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