Lohnerhöhung für Truppenübungsplatz-Mitarbeiter
Kompromiss für Zivilkräfte

Amberg-Sulzbach. Nach stundenlangem zähem Ringen ist jetzt in der dritten Verhandlungsrunde in Berlin ein Kompromiss für die Zivilbeschäftigten der Truppenübungsplätze erreicht.

Sie bekommen bei zwölfmonatiger Laufzeit unter anderem eine zum 1. September rückwirkende Lohnerhöhung um 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung von 90 Euro bei Vollzeit, teilt die Gewerkschaft Verdi in einer Presseinformation mit. Diese Tarifeinigung steht allerdings unter dem Vorbehalt der nun folgenden Mitgliederbefragungen.

In allen Standorten stimmen die Verdi- und NGG-Mitglieder über das Ergebnis ab. Die Tarifkommission empfiehlt den Mitgliedern, es anzunehmen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Durchbruch bei den Verhandlungen gelang laut Verdi aufgrund der zahlreichen bundesweiten Aktionen und Streiks, darunter in der Oberpfalz unter anderem in Grafenwöhr und Hohenfels.

"Die Arbeitgeber führten immer wieder die schwierige Haushaltssituation in den Entsendestaaten und die deutlich niedrigeren Lohnabschlüsse dort ins Feld", heißt es in der Pressemitteilung.

Verdi kommt darin zu dem Schluss: "Mit diesem Kompromiss wird Anschluss an die Einkommensentwicklung bei den Bundesbeschäftigten und in der sonstigen Wirtschaft gehalten. Es wäre bei der aktuell geringen Inflationsrate im dritten Jahr hintereinander ein echtes Plus in der Tasche." Ob daraus ein Tarifabschluss werden soll, müssten nun die betroffenen Gewerkschaftsmitglieder entscheiden.
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