Medizinische Fachangestellte erhalten gute Zeugnisse
Nachwuchs gesichert

Das sind die Kammer- und Schulbesten der Medizinischen Fachangestellten mit (von links) Sabrina Hoffmann, Katrin Löckert, Lisa Fruth, Anna Stache und Madlen Gradl, dahinter (von links) Dr. Wolfgang Knarr, Stadtrat Hans-Jürgen Bumes (Vertreter der Stadt), Schulleiter Martin Wurdack und Prüfungsausschussvorsitzender Studiendirektor Karl Püttner. Bild: gf

Amberg. Sprechstunden- und Arzthelferin sind Begriffe früherer Jahre. Das betonte Dr. Wolfgang Knarr, der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands Amberg-Sulzbach, bei der Zeugnisübergabe an die Medizinischen Fachangestellten, die sich als solche schon in ihrer Ausbildung mit fundiertem Fachwissen, Organisationstalent und Einfühlungsvermögen beweisen hätten müssen.

Bei der Abschlussfeier des Examenslehrgangs 2016 in der Aula der Berufsschule informierte Knarr, dass von den 44 Teilnehmern 38 junge Damen und ein männlicher Fachangestellter die Prüfung bestanden haben. 25 Absolventen könnten an ihrer Ausbildungsstelle bleiben, jeweils fünf würden in eine andere Arztpraxis wechseln oder eine weitere Berufsausbildung anstreben; zwei weitere junge Damen entschlossen sich zu einer weiterführenden Schule.

Knarr betonte, dass der Beruf bei Frauen beliebt sei, in der Rangliste der Ausbildungen liege er auf Platz sieben in den alten Bundesländern. Damit könnten sich die Praxen über Nachwuchsmangel nicht beklagen. Die Medizinischen Fachangestellten seien Bindeglied zwischen Patient und Arzt und damit die Ersten, die über kleinere oder größere Beschwerden unterrichtet würden. Der Patient erwarte Verständnis, Trost und soziale Kompetenz.

Fortbildung sehr wichtig


Immer mehr Praxen würden heute auch auf über die rein medizinische Versorgung hinausgehende Zusatzangebote setzten, die in den Aufgabenbereich der Fachangestellten fielen, etwa die Erinnerung an Impftermine, Vorsorgeuntersuchungen oder Kontrolle der Laborwerte. Praxisinterne Vorträge über Diabetes, Bluthochdruck, gesunde Ernährung und Gewichtsreduzierung und mehr seien überdies Angebote, die die Patienten schätzten.

Um den geänderten Anforderungen gerecht zu werden, sei also ständige Fort- und Weiterbildung notwendig. Den Fachangestellten eröffnet sich laut Knarr auch der Aufstieg zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung oder zum Betriebswirt für Management im Gesundheitswesen.

Oberstudiendirektor Martin Wurdack betonte, dass es vor zehn Jahren oft die Eltern waren, die über die Bildung ihrer Kinder entschieden, heute seien es die Absolventen, die ihren Weg je nach Neigung, Vorlieben oder Interessen eigenständig einschlagen müssten. Die duale Ausbildung, die Kooperation zwischen Praxen und Berufsschule, habe sich bewährt und leiste einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft.

Als Kammerbeste wurden Lisa Fruth (Klinikum St. Marien), Sabrina Hoffmann (Augenarzt Jean-Paul Op de Laak, Amberg) und Madlen Gradl (Dres. Martin Pöllath und Michael Scherer, Sulzbach-Rosenberg) geehrt. Schulbeste mit einem Notenschnitt von 1,0 wurden Katrin Löckert (St. Anna-Krankenhaus, Sulzbach-Rosenberg) und Anna Stache (Praxis J. Schlenker, Hirschau).
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