Netzwerktagung in Amberg
Impulse für die Bildungsregionen



HintergrundDas Interesse der Oberpfälzer Landkreise und kreisfreien Städte an der 2012 von der Staatsregierung ins Leben gerufenen Initiative "Bildungsregionen in Bayern" ist groß. Ein passgenaues Bildungsangebot "in der Region, aus der Region und für die Region" soll für junge Leute optimale Weichen stellen. Aktuell nehmen 72 von 96 Gebietskörperschaften in Bayern teil. Bislang sind 57 Kreise und kreisfreie Städte als "Bildungsregion in Bayern" ausgezeichnet, weitere sollen folgen. In der Oberpfalz sind von zehn Gebietskörperschaften bereits sechs eine zertifizierte Bildungsregion: Der Landkreis Neumarkt, die kreisfreie Stadt Amberg im Schulterschluss mit dem Landkreis Amberg-Sulzbach sowie die Landkreise Tirschenreuth, Cham und Schwandorf. Aktuell stehen Stadt und Landkreis Regensburg kurz vor der Siegelvergabe.

Amberg/Regensburg. Zentrales Thema war die Nachhaltigkeit der Arbeit in den Bildungsregionen des Regierungsbezirks Oberpfalz: Zu einer Netzwerktagung hatte die Konferenz der Schulaufsicht Vertreter aller Gebietskörperschaften im Bezirk nach Amberg eingeladen.

Ziel war es, "den intensiven Austausch der Beteiligten untereinander zu ermöglichen, einen Überblick über nachhaltige Projekte und Strategien in den einzelnen Bildungsregionen zu erlangen sowie Impulse für die eigene Weiterarbeit zu gewinnen", erklärte Silke Schmid, die Koordinatorin der Bildungsregionen bei der Regierung.

Auf besonderes Interesse stießen bereits erfolgreich umgesetzte, nachhaltige Projekte wie das grenzüberschreitende der Bildungsregion Cham und Tschechien. Die Werner-von-Siemens-Berufsschule Cham und die Berufsschule in Domažlice veranstalteten in diesem Jahr zum dritten Mal eine gemeinsame Berufsinformationsmesse.

Dabei konnten sich Firmen aus dem Landkreis Cham in der tschechischen Berufsschule präsentieren. Das Projekt soll den gemeinsamen Arbeitsmarkt weiterentwickeln und auch die Zusammenarbeit in der Berufsbildung fördern.

In der Bildungsregion Neumarkt wurde ein Runder Tisch der Beratungslehrer aller Schularten eingeführt. Er soll die Zusammenarbeit aller Schulen, die an Übertritts-Entscheidungen beteiligt sind, verbessern. Die Erfahrung: Der regelmäßige Austausch der Beratungslehrer sorgt untereinander für mehr Transparenz. Den Schülern wird dadurch der Übertritt entscheidend erleichtert.

Die Netzwerktagung bot auch einen Einblick in die Praxis nachhaltiger Zusammenarbeit zwischen Bildungsregionen und Vereinen. Die Landkreise Cham und Schwandorf kooperieren beispielsweise erfolgreich mit dem Verein Technik für Kinder (TfK).

Kinder und Jugendliche können sich hier spielerisch mit Technik und Handwerk auseinandersetzen, eigene Talente entdecken und Begeisterung für diese Berufe entwickeln. TfK-Referentin Susanne Freudenstein ermunterte die Vertreter der weiteren Bildungsregionen, Projekte des Vereins anzubieten.

Positiven Zuspruch fand die Idee des Kreiskulturreferenten des Landkreises Schwandorf, Franz Pfeffer, ein überregionales Portal für die Akteure der Bildungsregionen zu schaffen, um diese stärker zu vernetzen.
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