Notfahrplan soll verhindern, dass Umweg wegen Baustelle für die Linie 54 die Anschlüsse in ...
Wolfsbacher Interessen müssen zurückstehen

Die Vilsbrücke in Theuern ist letztlich dafür verantwortlich, dass Wolfsbach seit 1. Juli (und noch etwa ein Jahr lang) von Bussen nur nach einem Notfahrplan angesteuert wird. Denn die Brücke beim Kulturschloss Theuern ist nicht stabil genug für eine gewichtsmäßige Aufrüstung, so dass 15 Meter weiter eine vollkommen neue Brücke gebaut werden muss. Diese Baustelle wiederum verschließt die Gemeindeverbindungsstraße nach Wolfsbach für Busse, so dass der ZNAS die Fahrten dorthin deutlich reduziert hat. Bild:

Amberg-Sulzbach. Warum für Wolfsbach (Gemeinde Ensdorf) derzeit nur ein Bus-Notfahrplan gelten kann, erläuterte Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas in der ZNAS-Verbandsversammlung.

Wegen des Neubaus der Vilsbrücke in Theuern sei die Straße von dort nach Wolfsbach für etwa ein Jahr komplett gesperrt. Damit gebe es nur noch eine für Busse benutzbare Verbindung von der Vilstalstraße nach Wolfsbach. Auf ihr bedeute aber die Anfahrt von Wolfsbach eine Fahrzeitverlängerung von rund zehn Minuten. "Dies würde bedeuten, dass während der Bauzeit alle Fahrten auf der Linie 54, die in Ensdorf, Rieden oder Schmidmühlen beginnen oder enden, mit mehr als zehnminütiger Verspätung in Amberg ankommen." Dort hätten sie dann keine Anschlüsse mehr - etwa an den Citybus. Zudem ziehe sich diese Verspätung dann durch den ganzen weiteren Umlauf, ebenfalls mit Zerstörung der Anschlüsse.

RBO und ZNAS hätten sich deshalb - auch in Absprache mit der Gemeinde Ensdorf - schnell auf einen Notfahrplan für Wolfsbach geeinigt, um nicht allen anderen Fahrgästen diese Nachteile zumuten zu müssen. Man habe einige Umläufe geändert, es kommen laut Haas aber immer noch genügend Busse nach Wolfsbach: drei Fahrten in Richtung Amberg morgens sowie eine am Nachmittag, sechs in der Gegenrichtung am Nachmittag. "Somit ist eine Grundanbindung für Schüler, Berufspendler und sonstige Erledigungen in Amberg sichergestellt." Die Regierung habe den Notfahrplan genehmigt, die Wolfsbacher Fahrgäste seien per Flyer darüber informiert worden. Schüler, die nicht in Wolfsbach abgeholt werden können, befördert laut Haas der Landkreis als zuständiger Schulaufwandsträger zur nächstgelegenen Linien-Haltestelle.

Kein persönliches Taxi


Nach Informationen der Gemeinde Ensdorf akzeptierten die Wolfsbacher diese Situation. Nur eine "Petentin" (so Landrat Richard Reisinger) mache massiv gegen den Notfahrplan mobil und erwarte einen "individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Fahrplan" (Haas). Das sei aber nach Auffassung des ZNAS in Abwägung mit den Interessen der Mehrheit der Passagiere nicht möglich. Da müsse man die Grenzen des ÖPNV einsehen, meinten Reisinger und OB Michael Cerny. Ein Bus könne kein persönliches Taxi ersetzen.
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