Produktion und Gentechnik Thema bei Erzeugergemeinschaft
Landwirtschaft im Sinne der Verbraucher

Oberleinsiedl. Die Mitglieder der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsgetreide Amberg-Sulzbach trafen sich in Oberleinsiedl zur Jahreshauptversammlung. Da kein Nachfolger für den ausscheidenden Kassier Franz Pronath gefunden wurde und ein möglicher Kandidat erst im nächsten Jahr antreten möchte, wurde die Neuwahl einstimmig auf 2018 verschoben.

Vorsitzender Georg Straller verwies auf die große Bedeutung der Landwirte bei der sicheren Versorgung mit guten Nahrungsmitteln: Die Landwirtschaft der Zukunft "werden wir als Produzenten der mit Abstand hochwertigsten Nahrungsmittel weltweit im Sinne unserer Verbraucher gestalten". Man habe es nach über 1000 Jahren geschafft, durch nachhaltige Wirtschaftsweise die Böden der ehemaligen Geröllhügel fruchtbar zu machen, während Nordamerika und Australien in nicht einmal 200 Jahren ihre Äcker durch Raubbau ruiniert hätten.

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz stellte die Wichtigkeit der Nutzung moderner Medien via Smartphone oder sozialer Netzwerke in den Vordergrund. Kassier Franz Pronath informierte über die Finanzen. Norbert Rausch (Bayernhof GmbH) stellte sich als Getreide- und Raps-Aufkäufer vor. Er berichtete über die Tätigkeit von Bayernhof sowie über Getreidebestände und Erntemengen auf dem Weltmarkt.

Rausch schilderte die Möglichkeiten der Ernteerfassung und deren Verkauf. Er will an beiden Feldtagen im April und Mai anwesend sein, um mit den Mitgliedsbetrieben logistische Fragen zu klären. Dr. Hansgeorg Schönberger von der N.U. Agrar Schackenthal referierte über "Ausstieg aus dem Pflanzenschutz - Einstieg in die Gentechnik?!". Die heutige "Mainstream"-Politik bedeute ein Vielfaches an Arbeitskräften in der Landwirtschaft, die der deutsche Markt nicht hergebe. Deshalb müssten dazu mehr Menschen aus dem Ausland einwandern. Sinken die Erträge in der deutschen Landwirtschaft, würden die Nahrungmittel in anderen Teilen der EU erzeugt. Dies wäre aber nur mit Gentechnik möglich. "Andernfalls kaufen die kapitalstarken Deutschen in den ärmeren, meist korrupt geführten Staaten den Menschen das Essen vor der Nase weg, was neue Flüchtlingsströme auslösen würde", sagte Schönberger.
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